Nach der großartigen Lagen-Jahrestagung 2025 freuen wir uns Ihnen mitzuteilen:
Die Jahrestagung 2026 der LAGEN und dem HAWK Netzwerk Genderforschung findet am 29. September 2026 an der HAWK am Standort Hildesheim statt. Titel der Veranstaltung ist: "Arbeits- und Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen. Intersektionale Analysen". Ausgerichtet wird die Tagung vom HAWK-Netzwerk Genderforschung der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Kooperation mit der LAGEN.
Der Call für Einzelvorträge, Workshops und Panels ist hier zu finden!
Der 15. Interdisziplinäre Niedersächsische Doktorand_innentag Gender Studies der LAGEN wird in 2026 vom HAWK-Netzwerk Genderforschung der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Kooperation mit der LAGEN am Montag, 28. September 2026 in Hildesheim ausgerichtet. Ziel des Doktorand_innentags ist die niedersachsenweite Präsentation und Vernetzung der Forschung von Wissenschaftler_innen in der Qualifizierungsphase aus den Gender Studies/Frauen- und Geschlechterforschung.
Der Call für Vorträge und Posterpräsentationen findet sich hier, die Bewerbungshinweise sind hier zu finden.
Die 4. Dialoginitiative Niedersachsen findet am 26. und 27. Februar 2026 an der Universität Osnabrück unter dem Titel „Vom Wissen zum Handeln – Wege zu intersektionaler Gleichstellungspolitik“ statt. Ziel der Tagung ist es, Expert_innen, Hochschulakteur_innen und politische Akteur_innen zusammenzubringen, um gemeinsame Impulse für eine intersektional ausgerichtete Gleichstellungspolitik an niedersächsischen Hochschulen zu entwickeln.
Die Anmeldung ist bis zum 11. Februar 2026 über ein Online-Formular möglich. Informationen zu Programm, Anreise und Unterkunft sind in der Einladung sowie auf der Tagungshomepage abrufbar.
Das Programm umfasst Grußworte von Minister Falko Mohrs (MWK), Prof.in Susanne Menzel-Riedl (Vorsitzende der LHK, Präsidentin der Universität Osnabrück) und einem Vorstandsmitglied der lakog niedersachsen. Darüber hinaus werden Keynotes von Arn Sauer (Bundesstiftung Gleichstellung) und Prof.in Birgitt Riegraf (Universität Paderborn) gehalten.
Im Mittelpunkt stehen vier interaktive Austauschformate („Denkräume“) zu zentralen Handlungsfeldern:
Personalauswahl und -entwicklung
Forschungsförderung
Studium und Lehre
Intersektionale Gleichstellungsdaten und Controlling
Eine Teilnahme an einem oder beiden Tagen ist möglich.
Die Tagung richtet sich an die niedersächsische Hochschulöffentlichkeit, insbesondere an Personen, die in den Bereichen Gleichstellung, Diversität und Antidiskriminierung arbeiten – etwa in Leitungsfunktionen, Verwaltung, Gleichstellungsbüros, Stabsstellen, Dekanaten, Organisations- und Personalentwicklung sowie weiteren strategischen Bereichen. Eingeladen sind zudem Kolleg*innen, Forschende, Lehrende, Studierende und Interessensvertretungen.
Ein Beitrag von Leonie Rümcker und Rubina Hiller
Ob im privaten Umfeld, in beruflichen Zusammenhängen oder in öffentlichen Räumen: Frauen aller Altersgruppen und sozialer Herkünfte erleben in vielen gesellschaftlichen Lebensbereichen Gewalt.
Etwa zwei Drittel aller Frauen in Deutschland haben im Laufe ihres Lebens sexuelle Belästigung erlebt, und rund jede siebte wurde Opfer schwerer sexualisierter Gewalt (dazu zählen Vergewaltigungen, sexuelle Nötigung). EU-weit gaben 45 bis 55 Prozent an seit ihrem 15. Lebensjahr von sexueller Belästigung betroffen gewesen zu sein. Aufgrund dessen, dass nicht alle Fälle gemeldet werden, liegt die Dunkelziffer um einiges höher.
Die Grenzen zwischen Belästigungen im Alltag, wie zum Beispiel Catcalling (unerwünschte, sexuell anzügliche Rufe, Reden oder Pfiffe im öffentlichen Raum), und strafbarer sexueller Gewalt sind oftmals fließend. Am 21.11.2025 veröffentlichte das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in ihrem Bericht „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ für das Jahr 2024. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Straftaten gegen Frauen und Mädchen weiter zugenommen haben. Demnach sind Sexualdelikte um +2,1 Prozent (2023: 52.330) angestiegen. Ca. die Hälfte der Betroffenen waren minderjährig. Am häufigsten waren Frauen und Mädchen von sexueller Belästigung (36,4 %), von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen (35,7 %) sowie von sexuellem Missbrauch (27,5 %) betroffen. 308 weibliche Personen wurden getötet. Auch Cyberstalking oder Bedrohungen in sozialen Medien haben um 6 % zugenommen. Fast 257.000 Personen wurden im Jahr 2024 Opfer häuslicher Gewalt. Betroffen davon waren zu mehr als 70 % Frauen und Mädchen. Mit Blick auf die Gewalt in Partnerschaften ist die Anzahl der betroffenen Frauen ebenfalls um knapp 2 % angestiegen: 171.069 Fälle wurden 2024 gemeldet; davon ca. 80 Prozent von Frauen. Die Pressemitteilung mit den weiteren Zahlen kann hier nachgelesen werden.
Dass Sexualisierung auch im Wissenschaftssystem ein zentrales Thema ist, zeigen Berichte und Studien. Eine kürzlich veröffentlichte Befragung durch den Marburger Bund in Bayerns Kliniken zeigte, dass drei von vier Ärztinnen und Ärzte in ihrer beruflichen Laufbahn sexistische, rassistische oder anderweitig abwertende Diskriminierungserfahrungen gemacht haben. Auch aus dem Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg wurde vor kurzem bekannt, dass zahlreiche Ärztinnen von Sexismuserfahrungen berichten. Sexualisierung, so zeigen Studien aus dem Jahr 2024, zählt zu einem zentralen Aspekt, wenn es um den Machtmissbrauch im Wissenschaftssystem geht.
Wir haben nachfolgend einige Handreichungen, Studien und Handlungsempfehlungen für Sie zusammengestellt:
Im Jahr 2023 gab die bukof diese Handlungsempfehlung heraus.
Darüber hinaus steht seitens der bukof das „Grundsatzpapier zu Sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen“ zum Download hier zur Verfügung.
2022 veröffentlichte die Koordinations- und Forschungsstelle vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW die Studie „Sexualisierter Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch an Hochschulen entgegenwirken. Darin enthalten sind u. a. auch Handlungsempfehlungen.
Anlauf- und Beratungsstellen sind in einer solchen Situation für Betroffene von zentraler Bedeutung. Unter dem folgenden Link finden Sie eine von der LAGEN zusammengestellte Übersicht von Anlaufstellen und Organisationen inner- und außerhalb der Mitgliedseinrichtungen der LAGEN. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die zwölfte Ausgabe des Rundbriefs im Jahr 2025 ist erschienen.
Bitte senden Sie Rubina Hiller gerne Veranstaltungshinweise, Veröffentlichungen oder Neuigkeiten zu, die im Rundbrief aufgenommen werden sollen.
Die Publikation „Konkurrenz aus dem Kloster" von Julia Pflug beleuchtet die Lebensrealität von Klosterapothekerinnen in der Frühen Neuzeit am Beispiel Barbara Wild (1747-1815). Pharmazeutische Berufstätigkeit war für Frauen in der Frühen Neuzeit eng mit vorherrschenden Rollenbildern verknüpft: Während für weltliche Frauen das Ideal der Hausfrau und Mutter einer Berufstätigkeit entgegenstand, erlaubte das Rollenbild geistlich lebender Frauen eine Tätigkeit als Klosterapothekerin. Anhand des Lebens und Wirkens der Ordensfrau und Apothekerin Barbara Wild (1747-1815) geht die Autorin zentralen Fragen nach der Lebensrealität von Klosterapothekerinnen in der Frühen Neuzeit nach. Damit leistet sie einen innovativen Beitrag zur Pharmazie- und Ordensgeschichte sowie zur biographischen Geschlechterforschung. Die Autorin erhielt für ihre Studie das LAGEN-Publikationsstipendium für herausragende Dissertationen in Frauen- und Geschlechterforschung; das Buch erschien im Dezember als Band 15 der Reihe "L'AGENda" im Fachbereich Gender Studies beim Verlag Barbara Budrich.
Zur Publikation:
„In ihrer Studie zeichnet Julia Pflug die gesetzlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für die Berufstätigkeit als Apothekerin, die Ausbildung zur Klosterapothekerin, die Klosterapotheke als Arbeitsplatz, den Konflikt zwischen bürgerlichen Apothekern und klösterlichen Apothekerinnen sowie die Positionierung der Klosterapothekerinnen im Gesundheitswesen der Frühen Neuzeit nach: Etwa ab der Mitte des 18. Jahrhunderts war eine weltliche Ausbildung für die pharmazeutische Berufsausübung vorgeschrieben. Während für Frauen nach dieser Lehre der Eintritt ins Kloster erfolgte, absolvierten angehende männliche Apotheker eine Gesellenzeit sowie zunehmend häufiger medizinische und chemische Kurse an den Universitäten. An dieser Entwicklung der Pharmazie vom Handwerk zur akademischen Disziplin hatten Frauen folglich in der Regel keinen Anteil. Mit dem Verkauf von Arzneimitteln an klosterexterne Personen stellten klösterliche Hausapotheken vielfach eine ernstzunehmende wirtschaftliche Konkurrenz für die bürgerlichen Apotheker dar. Beschwerdeschreiben über dieses Vorgehen lassen die gesellschaftlichen Entwicklungen und Konflikte des 18. Jahrhunderts – beispielsweise die Abkehr von religiösen Traditionen, die männlich dominierte Professionalisierung der Berufsausübung sowie die zunehmende Verwissenschaftlichung der Pharmazie – erkennen."
Die Publikation behandelt die Fachbereiche Pharmaziegeschichte; Wissenschaftsgeschichte; Kirchen- und Ordensgeschichte; Geschlechtergeschichte / Gender Studies.
Das GenderNetz der Hochschule Hannover, eine Mitgliedseinrichtung der LAGEN, lädt am Dienstag, 13. Januar 2026, um 18 Uhr zum nächsten online Netzwerktreffen ein. Zu Gast ist die Soziologin Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky (LMU München), die aktuelle Angriffe auf die Gender Studies und deren Bedeutung für Wissenschaft und Gesellschaft beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den politischen und medialen Dynamiken, die Geschlechterforschung zunehmend ins Visier nehmen, und danach, wie diese Debatten das Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit beeinflussen. Nach einem Input von rund 20-30 Minuten folgt eine offene Diskussion. Mehr Informationen finden sich hier.
Das Studienfach Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen veranstaltet erneut die GeFo Lunch Talks. Die Veranstaltungsreihe bietet aktuelle Einblicke in die Geschlechterforschung durch Beiträge von ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter_innen des Instituts für Diversitätsforschung. Die Lunch Talks finden mittwochs von 12:30 bis 13:30 Uhr im KWZ, Raum 2.601, oder online statt. Das Mitbringen und Verzehren des eigenen Mittagessens ist ausdrücklich erwünscht.
Aktuelle Termine und Informationen finden sich unter anderem im LAGEN Rundbrief 04/2025.
Im Rahmen der LAGEN-Jahrestagung fand am 10.10.2025 die Sprecher_innenwahl der LAGEN statt. Die Vertreter_innen der Mitgliedseinrichtungen, die sich in der Gemeinsamen Kommission (GK) zusammenfinden, kamen bei der Wahl zu einem klaren Ergebnis: Sie sprachigen sich einstimmig für die Wiederwahl von Prof. Dr. Andrea D. Bührmann als erste und Prof. Dr. Corinna Onnen als zweite Sprecherin der LAGEN aus. Beide nahmen die Wahl und das Amt für zwei weitere Jahre an. Damit bleibt auch der Standort der LAGEN bis Oktober 2027 in Göttingen. Prof. Dr. Andrea D. Bührmann und Prof. Dr. Corinna Onnen freuen sich über das ausgesprochene Vertrauen sowie auf die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Vertreter_innen der LAGEN-Mitgliedseinrichtungen.
Am 10.10.2025 kamen zahlreiche Vertreter_innen aus der niedersächsischen Frauen- und Geschlechterforschung, aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) sowie dem Präsidium und dem sozialwissenschaftlichen Dekanat der Universität Göttingen zur diesjährigen LAGEN-Jahrestagung in Göttingen zusammen. Ausgerichtet wurde die Tagung gemeinsam mit dem Fachbereich Geschlechterforschung der Universität Göttingen. Eröffnet wurde die Jahrestagung mit der Begrüßung durch Prof. Dr. Corinna Onnen, Sprecherin der LAGEN, Universität Vechta und dem Team Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen, sowie mit Grußworten von Anna Teschner, Leiterin Referat Lebens-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und Wissenschaftliche Bibliotheken, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Vizepräsident für Forschung und Nachhaltigkeit, Universität Göttingen, sowie Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Dekanin der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Universität Göttingen.
Deutschlandweit einmaliges Angebot für Promovierende war (erneut) ein voller Erfolg
Viele wissen es vielleicht noch nicht. Der Doktorand_innentag, der seit den Anfängen zum Konzept der LAGEN dazugehört, ist deutschlandweit in dieser Form einmalig. Entsprechend gibt es jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Promovierende, die an diesem eintägigen Event teilnehmen. In diesem Jahr wurde der Doktorand_innentag in Kooperation mit dem Team des Studiengangs Geschlechterforschung (GeFo) der Georg-August-Universität ausgerichtet. Das von ihnen entwickelte wissenschaftliche Programm bestand aus einem interessanten Mix aus fachlichen Inputs sowie Raum für Networking und fachlichen Austausch.
Die Gender-Werkstatt der Universität Hildesheim bietet im Wintersemester 2025/26 verschiedene Formate für Forschende ab Promotionsinteresse bis zur Professur an. Teilnehmende anderer Hochschulen sind herzlich willkommen.
Neu im Wintersemester ist eine offene Sprechstunde, jeweils am dritten Donnerstag im Monat ab 14:30 Uhr (16.10., 23.11., 18.12., 15.01.).
Termine können außerdem per E-Mail an gender-werkstatt[at]uni-hildesheim.de oder telefonisch individuell vereinbart werden.
Die Beratungen werden von Simone Tichter, M.A., durchgeführt. Weitere Informationen hier.
Vielfältig forschen – Praxistipps für die Integration von Geschlechter- und Diversitätsdimensionen in Forschungsprojekte
Workshop (Präsenz) | Mittwoch, 05.11.2025 | 14–16 Uhr | HC.G.0.07
Leitung: Simone Tichter, M.A.
In Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“
Vielfalt Forschung Feiern – Interdisziplinäres Winterfest der Gender-Werkstatt
World Café | Mittwoch, 26.11.2025 | ab 16 Uhr | HC.N.1.57 (Atrium Forum)
Leitung: Diana Höhne, M.A., und Simone Tichter, M.A.
Methode Macht Geschlecht – Qualitative Interviews unter der Lupe
Data Session (Präsenz) | Mittwoch, 03.12.2025 | 16–18 Uhr | HC.G.2.07
Leitung: Simone Tichter, M.A.
Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt hier.
Detaillierte Beschreibungen und alle weiteren Informationen finden sich hier.
Neue Veröffentlichung aus der LAGEN-Reihe L´AGENda: Unter dem Titel "Doing Gender Knowledge" wird untersucht, wie genderbezogenes Wissen an Hochschulen entsteht, vermittelt und verhandelt wird. Beiträge von Nachwuchswissenschaftler_innen und Studierenden geben Einblicke in die Bedeutung von Genderwissen in verschiedenen Disziplinen, in Lehrveranstaltungen sowie in hochschulpolitischen und -kulturellen Kontexten. Im Fokus steht dabei die Hochschule als Ort der Wissensproduktion, Auseinandersetzung und des Transfers zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Herausgeber_innen von "Doing Gender Knowledge" sind Thomas Kronschläger, Ninja Christine Rickwärtz, Anna Theresa Roth und Pia Schlechter. Das Buch erscheint im Verlag Barbara Budrich; die Veröffentlichung ist aktuell unter anderem hier verfügbar.
Am 04.06.2025 wurde an der Hochschule Hannover erstmals der Genderpreis für studentische Abschlussarbeiten durch das GenderNetz verliehen. Aus elf eingereichten Arbeiten wählte eine Jury drei Finalist_innen; Preisträgerin ist Alenka Jepsen. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des Tags der Lehre von Vizepräsidentin Prof. Dr. Annika Schach übergeben. Gestaltet wurde die Trophäe vom Studiengang Produktdesign.
Jepsens Bachelorarbeit trägt den Titel „Die Berichterstattung über Femizide in deutschen True Crime Podcasts – Eine qualitative Inhaltsanalyse der True Crime Podcasts Mordlust, Mord auf Ex und Verbrechen“. In der Analyse wird untersucht, ob und wie Frauentötungen als Femizide eingeordnet werden, welche narrative Darstellungsmittel genutzt werden und ob die Podcasts Qualitäts- und Aufklärungsansprüchen journalistischer Arbeit genügen.
Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro geht an die Fakultät der Preisträgerin und wird für eine Fotokampagne zur Sichtbarmachung von Frauen an der Hochschule, die sich für Gleichstellung engagieren, verwendet. Die Veröffentlichung der Kampagne ist für Ende 2025 geplant.
Alle Informationen zum Genderpreis finden sich unter anderem hier und auch auf der Webseite des GenderNetzes.

Die elfte Ausgabe des Rundbriefs im Jahr 2025 ist erschienen.
zum Rundbrief
Bitte senden Sie Rubina Hiller gerne Veranstaltungshinweise, Veröffentlichungen oder Neuigkeiten zu, die im Rundbrief aufgenommen werden sollen.
Wir freuen uns ausgesprochen über die erneute erfolgreiche Vergabe des LAGEN-Publikationsstipendiums. Die Wahl des Editorial Boards fiel in diesem Jahr auf Julia Pflug und ihre Dissertation "Konkurrenz aus dem Kloster" (TU Braunschweig). Wir gratulieren Julia Pflug auch noch einmal auf diesem Wege sehr herzlich zum LAGEN-Publikationsstipendium!
Julia Pflugs beruflicher Weg ist hochinteressant. Zunächst studierte sie Pharmazie an der Universität Bonn und arbeitet seit dem Erhalt ihrer Approbation als Apothekerin. Zum Sommersemester 2021 entschloss sie sich, an einem berufsbegleitenden Promotionsvorbereitungskurs an der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte an der TU Braunschweig bei Frau Professorin Bettina Wahrig teilzunehmen. Wie sich zeigte, mit großem Erfolg. Im Frühjahr 2023 nahm sie ihr Promotionsstudium auf und reichte bereits im September 2024 ihre Dissertationsschrift mit dem Titel "Konkurrenz aus dem Kloster" ein. Die abschließende Disputation fand am 27. Februar 2025 statt.
Bei der Dissertation von Julia Pflug handelt es sich um eine biographische Detailstudie zum Leben und Wirken der Klosterapothekerin Barbara Wild (1747-1815). Die Studie bewegt sich interdisziplinär zwischen Pharmaziegeschichte, Kirchen- bzw. Ordensgeschichte sowie biographischer Geschlechterforschung und beleuchtet Fragen nach der Lebensrealität von Klosterapothekerinnen in der Frühen Neuzeit und ihrer Rolle im Gesundheitssystem dieser Zeit.
Das LAGEN-Publikationsstipendium wird für herausragende Dissertationen im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung an niedersächsischen Hochschulen vergeben. Ziel des Stipendiums ist die Förderung wissenschaftlicher Karrieren für innovative Dissertationen mit einem unmittelbaren Bezug zur Frauen- und Geschlechterforschung. Ein interdisziplinäres Editorial Board begutachtet die eingereichten Arbeiten und wählt jene Dissertation für das Stipendium aus, welches auf innovative Art und exzellente Weise die Voraussetzungen überzeugend erfüllt. Dotiert ist das Stipendium mit einem Druckkostenzuschuss von 2.000 Euro für die Erstpublikation der Dissertationsschrift in der LAGEN-Publikationsreihe "L'AGENda" im Barbara Budrich Verlag.
Die Veröffentlichung der Dissertation von Julia Pflug ist für Anfang Dezember 2025 geplant. Wir werden sowohl im Rundbrief als auch über die Webseite darüber berichten und freuen uns bereits auf ihre Publikation!
Das HAWK-Netzwerk Genderforschung organisiert regelmäßig Veranstaltungen wie Workshops, Vorträge und Austauschtreffen rund um Geschlechterforschung. Im Herbst 2025 findet erstmals die Gender Autumn School statt – ein dreitägiges Programm mit Vorträgen, Workshops und kulturellem Rahmenprogramm für Forschende, Lehrende und Studierende. Darüber hinaus können weiter Vorträge und Aufzeichnungen vergangener Inhalte auf der Webseite gefunden werden.
Verschiedene Fachgesellschaften, Arbeitsgemeinschaften, Hochschulen und Institutionen haben sich in den vergangenen Wochen der untenstehenden Stellungnahme zur #Wissenschaftsfreiheit angeschlossen. Auch wir als Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen unterstützen die Stellungnahme und verurteilen Angriffe auf die Freiheit von Forschung und Lehre.
In den letzten Jahren, vor allem in 2024, haben Angriffe auf die Wissenschaft, besonders auf Forschende an Hochschulen, vermehrt zugenommen. Mit diesen Angriffen beschäftigt sich der Beitrag des NDR zum Thema "Hassmails bis Todesdrohungen: Wissenschaftsfeindlichkeit nimmt zu" vom 18. Oktober 2024. Im Interview mit dem norddeutschen Rundfunk berichtet Corinna Onnen, zweite Sprecherin der LAGEN, von ihren persönlichen Erfahrungen der Anfeindungen, die sie als Wissenschaftlerin der Gender Studies erlebt.
lesen Sie zu diesem Thema auch das Vorwort des Dezember-Rundbriefs der LAGEN
Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann ist im Rahmen des Spitzenprofessurenprogramms der Hightech Agenda Bayern für einen Zeitraum von fünf Jahren an die Hochschule für Musik Nürnberg berufen worden. Der bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume gab bekannt, dass die Hochschule durch Prof. Dr. Rode-Breymann eine "renommierte Brückenbauerin zwischen Kunst und Wissenschaft, [...] eine begnadete Dozentin, [...] eine der wichtigsten Forscherinnen der Historischen Musikwissenschaft, [...] [und] eine einflussreiche Hochschulstrategin" gewinnt, und begrüßt den "inspirierende[n] Schub für die Weiterentwicklung von Deutschlands jüngster Musikhochschule sowie den ganzen Kreativ-Standort Bayern".
Wir gratulieren Prof. Dr. Rode-Breymann herzlichst zu dieser Auszeichnung und bedanken uns bei ihr für ihre Arbeit bei der LAGEN, besonders für ihren Einsatz als Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft, ihr langjähriges Engagement als Sprecherin der LAGEN und die produktive Zusammenarbeit mit ihr als Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Leitung des Forschungszentrum Musik und Gender. Für ihre neue Tätigkeit wünschen wir ihr viel Erfolg!

Prof. Dr. Corinna Bath wurde für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Geschlechterforschung und deren Integration in die technischen Wissenschaften die Würde einer Ehrendoktorin der Technischen Universität Graz verliehen.
Wir, d.h. die Geschäftsstelle der LAGEN, gratulieren auf das allerherzlichste!

Wir fordern, dass sich die niedersächsischen Hochschulen zum §3 Abs. 3 NHG verhalten und der darin festgehaltenen Aufgabe, zur Förderung der interdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung beizutragen, nachkommen.