Auf der Caring Societies-Tagung werden aktuelle Sorgekrisen in ihren Verflechtungen mit anderen Krisen (ökonomisch, ökologisch, sozial) kritisch beleuchtet und Ideen für alternative Wege sorgenden Versorgens entwickelt. In dieser kritischen Problemanalyse sollen verschiedene Facetten der Sorgekrisen zur Sprache kommen, insbesondere auch Ungleichheiten, die entlang intersektionaler Verschränkungen reproduziert werden. Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Rolle spielen die Sektoren - Staat, Markt, Non-Profit-Sektor, Zivilgesellschaft, Haushalt/Familie - und die Verlagerungsprozesse zwischen ihnen, z.B. (Ent-)Monetarisierung, (De-)Familiarisierung, (De-) Kommodifizierung? Wie ist sorgendes Versorgen in diesen Sektoren weiterzuentwickeln und wo ist was von wem zu ändern, um eine zukunftsfähige Versorgung zu gewährleisten? Inwieweit müssen wir vor dem Hintergrund der sozial-ökologischen Krisen über diese Sektorenanalyse hinausgehen, z.B. durch den Blick auf Commons und Pilotprojekte zur Zeitvorsorge? Damit verbunden ist auch die grundsätzliche Frage, wie Caring Societies gestaltet und die unterschiedlichen Sektoren und Akteur*innen einbezogen werden sollten, damit die Entstehung neuer, unerwünschter Abhängigkeiten vermieden werden und sich Wege in eine (geschlechter-)gerechtere Zukunft eröffnen können. Die Perspektive einer gerechten Sorgestruktur schließt die Sorgenden, die zu Versorgenden und Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit mit ein.

Datum und Ort: 30. September -2. Oktober 2020 in der Universität Vechta

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Die Trias Frauen – Musik – Ausbildung steht im Fokus des aktuellen Studienjahres der Sophiensalon-Reihe. An insgesamt vier Terminen werden nicht nur die musikbezogenen Ausbildungssituationen von Frauen in Musikgeschichte und Gegenwart diskutiert, sondern auch die (institutionellen) Musikorte und -räume sowie die dort lehrenden Frauen thematisiert. Wie sind sie im musikgeschichtlichen Kanon repräsentiert? Und welche Strategien der Sichtbarmachung dieser, die Institution gestaltenden Lehrenden werden von den Institutionen und ihren Angehörigen verfolgt?

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Datum und Ort: Ab dem 20. November 2019 im Forschungszentrum Musik und Gender, hmtmh

Die AG GENAU*T (Geschlechterverhältnisse, Nachhaltigkeit, Umwelt und Transformation) der FG Gender zu einem Vortrag und einer Sitzung.

Tagesordnung

11:00 bis 13:00 Uhr: Vortrag Prof. Dr. Christine Klapeer "Utopien des Politischen: Queer Ecology meets Feminist Science Fiction"

13:00 bis 13:45 Uhr: Mittagspause

13:45 bis 15:00 Uhr: Berichte und Mitteilungen AG GENAU*T (Aktivitäten, Vorhaben etc.)

Zum Vortrag:

Utopien des Politischen: Queer Ecology meets Feminist Science Fiction. 
Auf der Basis ausgewählter feministischer Utopien und Science Fiction-Literatur wird in dem Impulsvortrag diskutiert, welche neuen und anderen Modelle von Demokratie, Ökologie und Geschlecht ebenso wie von Subjektivität, Sexualität oder Arbeits(ver)teilung hier vorgeschlagen werden und welche Bedeutung diesen Konzepten für eine Imagination und Denkbarkeit alternativen oder nachhaltigeren Zukünftigkeiten jenseits einer bloßen Kritik des geschlechterpolitischen Status Quo zukommt. Im Zentrum der Überlegungen wird demnach, der aus queertheoretischer Perspektive zentrale Zusammenhang zwischen einer ökologischer Transformation und der Dekonstruktion etablierter heteronormativer und kolonial geprägten Beziehungs-, Geschlechter- Sexualitäts- sowie politischer Subjekt- und Partizipationskonzepte stehen: Wie können uns Geschichten über polygeschlechtliche Aliens oder Visionen einer Gesellschaft ohne 'biologische' Mutterschaft und Familienkonstellationen helfen, über eine "Demokratie mit allen Naturen" nachzudenken?

Dr. Christine M. Klapeer ist Politikwissenschaftlerin und derzeit Gastprofessorin für sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck. Sie ist Mitglied des Sprecher*innenrates der Sektion "Politik und Geschlecht" der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und sie liebt feministische Science Fiction Literatur. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich queere, feministische und postkoloniale politische Theorie(n), institutionalisierte Formen von Heteronormativität und transnationale Geschlechter- und LGBTIQ*-Politiken. 2019 hat sie gemeinsam mit Antje Daniel das Schwerpunktheft "Her mit der Zukunft?! Feministische und queere Utopien und die Suche nach alternativen Gesellschaftsformen" der Femina Politica - Zeitschrift für Feministische Politikwissenschaft (Nr. 1/2019) herausgegeben.

Datum und Ort: 12. März 2020, Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsallee 1, Raum C 14.202

Tagung des Promotionskollegs Gender Studies der Universität Vechta.

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Datum und Ort: 10./11. Februar 2020, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Im Podiumsgespräch sollen die politischen und gesellschaftlichen Folgen der "#MeToo"-Debatte diskutiert werden:Wie hat die Debatte sich auf den Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt ausgewirkt? Welche Veränderungen im Sprechen und im Diskurs über sexualisierte Gewalt gab es? In der Diskussion sollen auch intersektionale Aspekte der Debatte berücksichtigt werden, wie z.B. die Bewertung der Debatte aus trans*Perspektiven.

Diskutierende:
· Tija Uhlig, Sprechwissenschaftler_in (BA, Halle), Psychosoziale Berater_in für LSBTI* (BMFSFJ)
· Maren Kolshorn, Frauennotruf Göttingen
· PD Dr. Gabriele Dietze, Kulturwissenschaftlerin, Humboldt Universität zu Berlin

Moderation:
PD Dr. Victoria Hegner, Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät

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Datum und Ort: 06. Februar 2020, 18:15 - 20:00 Uhr, Raum VG 1.104, Universität Göttingen

Warum werden Dienstleistungs- und Pflegeroboter mit weiblichen und Sicherheitsroboter mit männlichen Attributen ausgestattet? Welche sozialen Konsequenzen hat die Digitalisierung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen? Welche Verschiebungen ergeben sich für das Verständnis von Öffentlichkeit? Welche aktuellen Produktions- und Nutzungspraktiken ergeben sich aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive? Was wird zur digitalen Normalität?

In der Ringvorlesung geht es darum, kritische Perspektiven auf die Versprechungen der Digitalisierung zu entwickeln und die verschiedenen Dimensionen, Möglichkeiten und Implikationen dieses Prozesses zu betrachten, der sowohl technologisch als auch sozial und gesellschaftlich Herausforderungen mit sich bringt. Eine besondere Aufgabe, der sich die Vorträge der Ringvorlesung widmen, stellt das Mitdenken verschiedener Aspekte von Geschlecht und seinen vielfältigen Facetten, z.B. von Geschlechterordnungen im Kontext digitaler Praxis dar.

Fragen nach der Bedeutung der Technologisierung für die Dimensionen Arbeit und Spiel, Technologie, Körper und Bildung sowie die Sensibilisierung für Fragen nach der Bedeutung von Geschlechter- und Machtkonstellationen innerhalb dieser Dimensionen werden in Gastvorträgen erörtert.

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Datum und Ort: Ab 22. Oktober 2019, jeweils 14-16 Uhr in Raum G005 der Universität Hildesheim

Mit dieser Vorlesungsreihe lädt das Göttinger Centrum für Geschlechterforschung zur Auseinandersetzung mit Fragen nach den Neuordnungen von biopolitischen, sozialen und rechtlichen Verwandtschaftsverhältnissen ein.

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Datum und Ort: Ab 24. Oktober 2019, jeweils um 18:15 Uhr in der Paulinerkirche, Göttingen

Die Jahrestagung des Zentrums für Geschlechterforschung (ZfG) wird unter dem Titel "Feministische Perspektiven auf Medien" am 13. und 14. Januar 2020 auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg in Hildesheim stattfinden

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Datum und Ort: 13./14. Januar 2020, Kulturcampus Domäne Marienburg