Abschlusstagung der Debattenreihe "Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit

Sprache schafft soziale Wirklichkeit. Sie wirkt über Begriffe, Konzepte und Diskurse. Sprache ist vielfältig. Sie begegnet uns in vielfältiger Form. Sprache (re)produziert Machtstrukturen. Sprache lebt - auch von geteilten Bedeutungen und Bildern, auch von Irritationen und Verschiebungen. Das kann Ausgangspunkt und Ausdruck von produktiver Veränderung und Wandel sein. Daher wollen wir auf der Abschlusstagung fragen: Wie kann Sprache zu einer geschlechtergerechteren Zukunft beitragen? Wie können gesellschaftliche Diskurse über Geschlechtergerechtigkeit gestaltet werden? Wie lässt sich eine gemeinsame Sprache finden?

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Datum und Ort: 27. September 2019, Universität Osnabrück, Bohnenkamp-Haus

Tagung im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes "Geschlechtergerechte Sprache in Theorie und Praxis"

Chancengleichheit für alle Personen zu ermöglichen, hat nach wie vor eine hohe Relevanz - es ist ein wichtiges gesellschaftliches Ziel mit (verfassungs-)rechtlichen Implikationen. Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung dieses Zieles.Sprache ist das zentrale menschliche Kommunikationsmittel und hat nicht nur einen direkten, sondern auch indirekten Einfluss auf unser Miteinander. Sprache und Kognition sind eng miteinander verbunden: Unser Denken beeinflusst unsere Art und Weise zu sprechen und unsere Sprache beeinflusst unser Denken. Das Projekt "Geschlechtergerechte Sprache in Theorie und Praxis" stellt einen innovativen Zusammenschluss von Geisteswissenschaften, Medizin und Rechtswissenschaften dar und leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Verknüpfungen zwischen Sprache, Kognition und Recht(-setzung).Die gewonnenen Erkenntnisse können eine Grundlage für Strategien auch im politischen und gesetzgeberischen Bereich bilden und so die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen.

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Datum und Ort: 10. - 11. Oktober 2019, Leibnizhaus Universität Hannover

Die interdisziplinäre Summerschool "Geschlechterforschung in und zwischen den Disziplinen - Gender als Querschnittsthema in Soziologie, Ökonomie und Bildung" wird unter Beteiligung der Professuren "Transkulturalität und Gender", "Bildung und Gender", "Ökonomie und Gender", der Koordinatorin des Promotionskollegs "Gender Studies" und des Gleichstellungsbüros an der Universität Vechta ausgerichtet.Alle Studierende, Promovierende und (Nachwuchs)Wissenschaftler*innen (nicht nur) aus den Disziplinen Soziologie, Ökonomie und Bildungs-/Erziehungswissenschaft sind herzlich dazu aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung der Summerschool zu beteiligen und gemeinsam in den wissenschaftlichen Austausch zu treten. Dafür bietet die Summerschool unterschiedliche Formate und Settings an (Manuskriptbesprechungen, Workshops, Posterslam und Postersession, Vorträge und Diskussionsrunden, Schreibwerkstatt und Schreiberatung, Gesprächsrunde mit Expert*innen). Die Vorstellung eigener wissenschaftlicher Arbeiten, Konzepte und Ideen aus der Geschlechterforschung ist dabei ausdrücklich erwünscht.Weiterführende Informationen zum Programm, der Anmeldung und dem Call for Papers und Participation inkl. Einreichungsfristen finden Sie auf der Programmwebseite.

Datum: 02. bis 06. September 2019

Auch in diesem Semester organisiert das GCG das GenderLabor in Kooperation mit den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Graduiertenschulen der Göttinger Universität (GSGG und GGG). Nachwuchswissenschaftler_innen haben hier die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen und zu diskutieren. 

  • 07.05 2019 "Of Waves, Whirls, and Darkness: When de-colonial and queer creatures meet" mit TIJA UHLIG  (abweichender Veranstaltungsort: Hafenzimmer)
  • 21.05.2019 "#instapoetry: Feminist Rhetoric and Poetry in Digital Age" mit Gul  GULŞIN ÇIFTÇI
  • 04.06.2019 "OccupyGezi: Turkey's Arendtian Protests" mit SEBNEM ALTUNKAYA und "Qualitätskriterien queerer Jugendstudien" mit FOLKE BRODERSON & KATHARINA JÄNTSCHI
  • 25.06.2019 "Menschliche Embryonen und Feten als Ausstellungsobjek­te?" mit MICHAEL MARKERT & STUDIERENDEN und "GENDER, TECHNIK, MUSEUM. Fragen an eine geschlechter­gerechte Ausstellungspraxis" mit HANNAH FITSCH & DANIELA DÖRING
  • 02.07.2019 "Emanzipatorisches Potential natürlicher Verhütungsme­thoden" mit LOUISA LORENZ und "Elternschaft für Frauen - soziale Isolation durch Mutter­schaft in der Elternzeit" mit LILIA NESTER

Die Veranstaltungen finden von 18:30 bis 20:30 Uhr im Veranstaltungsraum der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften (GSGG); Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen statt.

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Vortrag von Dr. Heidy Zimmermann

"Dass Frauen im musikalischen Kanon unterrepräsentiert sind, ist hinlänglich bekannt. Das betrifft auch das Phänomen der musikbezogenen Ausstellungen, die bisher kaum in den Fokus gerückt wurden. Museen sind wie auch der musikalische Kanon durch Normen von Männlichkeit, Heterosexualität und Whiteness geprägt (Amy K. Levin). Wie können gendergerechte Ausstellungskonzepte aussehen und die Musik von Frauen adäquat (re)präsentiert werden? Das Thema "Gender und Ausstellung" ergänzt aus theoretischer Perspektive die Ausstellungen, die regelmäßig im Forschungszentrum Musik und Gender stattfinden."

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Datum und Ort: 26 Juni 2019, 18 Uhr im Sophiensalon des fmg

"Mi­gra­ti­on ist in al­ler Mun­de. Die Ge­schich­te der Mi­gra­ti­on in Deutsch­land hin­ge­gen ist im­mer noch ein Rand­the­ma, zu­min­dest für den Main­stream. Und wenn die Ge­schich­te der Ein­wan­de­rung in Deutsch­land ver­han­delt wird, dann spielt die kul­tu­rel­le Di­men­si­on we­ni­ger eine Rol­le. Ge­nau die­se in­ter­es­siert den Au­tor, Cam­pai­gner und Kul­turak­ti­vist Im­ran Aya­ta. Der mi­gran­ti­sche All­tag und kul­tu­rel­le Pra­xen in der Mi­gra­ti­on tau­chen in sei­nen Ro­ma­nen und Tex­ten im­mer wie­der auf. In die­sem Zu­sam­men­hang stieß sei­ne ge­mein­sa­me Ar­beit mit dem Münch­ner Künst­ler und Thea­ter­ma­cher Bülent Kul­luk­cu, das Mu­sik­pro­jekt "Songs of Gast­ar­bei­ter", auf große Re­so­nanz. Die bei­den veröffent­lich­ten eine CD und tra­ten in zahl­rei­chen Städten im In- und Aus­land mit ih­rer Show "Songs of Gast­ar­bei­ter" auf. In ei­ner mu­si­cal lec­tu­re eröff­net Im­ran Aya­ta neue Per­spek­ti­ven auf die Ge­schich­te der Ein­wan­de­rung und en­det im Hier und Jetzt. (...)"

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Datum und Ort: 04. Juni 2019, 18: 15 Uhr. Leuphana Universität Lüneburg, Kunst­raum (Cam­pus Hal­le 25)

"In den letz­ten Jah­ren gibt es An­zei­chen für eine zu­neh­men­de Öff­nung in­ner­halb der deutsch­spra­chi­gen Mu­se­ums­welt für die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ge­schich­te und den Le­bens­wel­ten von LSBTIQ*. Den­noch ist die Mu­se­ums­pra­xis wei­ter­hin von Am­bi­va­lenz, Des­in­ter­es­se und Dis­kri­mi­nie­rung in Be­zug auf se­xu­el­le und ge­schlecht­li­che Viel­falt geprägt. Son­der­aus­stel­lun­gen wie „Ho­mo­se­xua­lität_en“ im Deut­schen His­to­ri­schen Mu­se­um im Jahr 2015 bil­den zwar ein Kor­rek­tiv für das weit­ge­hen­de Feh­len von Repräsen­ta­tio­nen von LSBTIQ* in vie­len Mu­se­en. Die Ein­be­zie­hung von quee­ren The­men in Dau­er­aus­stel­lun­gen von Ge­schichts- und kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­en ist je­doch wei­ter­hin äußerst sel­ten. Wel­che Ansätze der Repräsen­ta­ti­on und In­ter­pre­ta­ti­on ha­ben Mu­se­en ent­wi­ckelt, um se­xu­el­le und ge­schlecht­li­che Viel­falt ein­zu­be­zie­hen? Was sind Stra­te­gi­en des Quee­rens von Mu­se­en? Und wie ver­hal­ten die­se Ansätze zu For­de­run­gen nach Sicht­bar­keit und Em­power­ment von LSBTIQ*? (…)"

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Datum und Ort: 12. Juni 2019 (16:15 Uhr), Leuphana Universität Lüneburg, Campus Hörsaal 5

Zum 3. Mal beteiligt sich die Leuphana Universität Lüneburg am bundesweiten Diversity-Tag und setzt damit ein Zeichen für ein weltoffenes, vielfältiges und respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung und Intoleranz. Studierende, Forschende, Lehrende und Beschäftigte sind eingeladen, sich im Rahmen verschiedener Veranstaltungen aktiv mit dem Thema "Diskriminierungsfreie Sprache" auseinanderzusetzen.

Datum und Ort: 28. Mai (10-18 Uhr), Lauphana Universität Lüneburg

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Der Workshop mit Anja Hänsch findet im Rahmen der ZFG-Reihe WO GENDER BRENNT: Aktuelle Relevanz der Geschlechterforschung in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft statt.

'"Feminismus und Islam ist unvereinbar" ist häufiger zu hören und zu lesen. Weniger bekannt ist, wie muslimische Feminist*innen den Kampf um Frauenrechte mit dem Islam begründen. Welche Strömungen gibt es? Welche Konflikte und Grenzen? Was heißt hier "Feminismus"? Diese und andere Fragen sollen in dem Workshop anhand von kurzen Inputs und Kleingruppen erarbeitet werden.

Wir bitten um Anmeldung unter: zfg[at]uni-ol.de. Bei Interesse werden weitere Infos zur Vorbereitung gerne zugeschickt.

Dr. phil. Anja Hänsch, Islam-, Literatur- und Politikwissenschaftlerin; studierte in Bonn (D), an der American University in Kairo (EG) und in Leiden (NL) und beschäftigt sich u.a. mit Körpertheorie, Feminismus in der arabischen Welt, Migration und Moderne und orientalistischen Konstruktionen von Männlichkeit. Zur Zeit lebt sie in Amsterdam und arbeitet dort als freie Wissenschaftlerin, Deutschlehrerin und Trainerin für Interkulturelle Kompetenz."

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Datum und Ort: 21. Mai 2019(14:00 bis 17.30 Uhr), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Senatssitzungssaal (A14 1-111)

"Unsere Alltagswelt ist in vielen Bereichen digital geworden. Was aber bedeutet die Digitalisierung für die Medizin? Laboranalysen werden in kürzester Zeit ausgeführt. Riesige Datenmengen entstehen und erweitern das Wissen über Erkrankungen, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Ferndiagnosen und Ferntherapien sind technisch möglich geworden. Was befähigt angehende Ärztinnen und Ärzte, mit diesen digitalen Angeboten und der Wissensfülle umzugehen? Welche Kompetenzen brauchen sie? Wo und wie werden ihnen diese Kompetenzen vermittelt? Welche Kompetenzen müssen Ärztinnen und Ärzte, die im Beruf stehen, sich nun zusätzlich aneignen? Ist für sie ein learning by doing ausreichend oder gibt es bereits einen digitalen medizinischen Wissenskanon und methodisch gesicherte Verfahren der Vermittlung? Die Tagung "Lücken im System" nimmt sich dieser Themen an und geht noch darüber hinaus. Diskutiert werden all diese und weitere Fragen aus der Geschlechterperspektive: Lernen Studentinnen den Umgang mit digitalen Medien anders als Studenten? Machen sich im Beruf stehende Ärztinnen digitales Wissen anders oder auf gleiche Weise zunutze wie Ärzte? Gibt es Lehrangebote speziell für Frauen? Sind diese überhaupt nötig? Ist das digital erzeugte Wissen über Erkrankungen geschlechtersensibel? Sind die Algorithmen, die dieses Wissen erzeugen, geschlechtsneutral? Wie können Ärztinnen und Ärzte das überprüfen? Nehmen Patientinnen eine "Fernbeziehung" zu Ärztin oder Arzt in gleicher Weise an wie Patienten? Verhalten sich Frauen und Männer unterschiedlich, wenn es um Fragen der Datennutzung und Datensicherheit geht, und wenn ja, wie sollen Ärztinnen und Ärzte damit umgehen? Schließlich: Welche Chancen eröffnet die digitale Zukunft den zukünftigen Ärztinnen und welche Risiken hält sie für sie bereit?"

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Datum und Ort: 08. Mai 2019, von 10 bis 17:30 im CRC in Hannove

Die Tagung "Erschließen, Forschen, Vermitteln: Musikkulturelles Handeln von Frauen zwischen 1800 und 2000" wird vom Forschungszentrum Musik und Gender der HMTMH veranstaltet. 

Die Tagung findet im Rahmen des interdisziplinären Projektes "Erschließen, Forschen, Vermitteln. Identität und Netzwerke / Mobilität und Kulturtransfer im musikbezogenen Handeln von Frauen zwischen 1800 und 2000" statt und widmet sich dem musikkulturellen Handeln im 19. und 20. Jahrhundert. Spezifikum des Projektes wie auch der Tagung ist die Verbindung von Philologie und bibliothekarischer Erschließung mit kulturwissenschaftlichen Diskursen und Fragestellungen der musikbezogenen Genderforschung.

Datum und Ort: 4. bis 6. April 2019 an der HMTMH 

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"Unsere Gesellschaft teilt nach wie vor - oder mehr denn je? - Kinder ab Geburt in Team Rosa und Team Hellblau, verfestigt somit Geschlechterklischees immer früher und trägt dadurch entscheidend zum PayGap, zum CareGap und anderen Benachteiligungen bei. Almut Schnerring und Sascha Verlan greifen mit Witz und guter Laune, aber auch mit zum Nachdenken anregenden Fakten und einem Spritzer Sarkasmus die bestehende Ungleichbehandlung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts auf. Nach ihrem Vortrag sind alle Interessierten eingeladen, sich an einer lebhaften Diskussion zu beteiligen."

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Datum und Ort: 25. März 2019, 14:00 bis 16:30 Uhr, Hochschule Hannover (Aula, Campus Kleefeld)

Keynote Speakers: Professor Margaret Homans (Yale University) and Professor Elisabeth Peel (Loughborough University)

"Throughout Western history and legal traditions, kinship has been firmly rooted within the bounds of blood relations. This naturalisation of kinship continues in modern technologies: genetic research projects such as the Human Genome Project and technologies such as DNA kinship analysis extend the concept of blood relations from the unit of the family to that of ethnic groups. Legal regimes equally tend to the privileging of genetic relations, even today. From a Cultural Studies perspective, this is highly problematic: it points towards an essentialist understanding of kinship, predetermined by birth; it naturalises subjecthood based on genetic bonds and genealogy; it attributes symbolic value to a concept of genetic sameness rather than diversity; and it supports the family as a key site of power and discipline. Arguments for a non-essentialist redefinition of kinship have been put forward from a number of fields, including philosophy, gender studies, literary and cultural studies, and cultural anthropology.

Judith Butler (2004) reads kinship as a problematic allegory for the origin of culture, arguing for an understanding of kinship beyond the normative restraints of biological relations. Similarly, Donna Haraway (1995) takes a dim view of the historically fatal consequences of blood-based kinship. However, the attraction of the genealogical origin is not limited to patriarchal narratives. Margaret Homans (2013) has looked at origin stories in adoption narratives and pointed to the paradoxical situation of feminism which on the one hand advocates non-essentialist, non-nuclear, non-heteronormative forms of kinship, and on the other hand acknowledges the power of the particular relation between birthmother and child. Damien Riggs and Elizabeth Peel (2016) finally have staked out the field of critical kinship studies and formulated its focus as "the need to move beyond a humanist account of kinship".

This conference aims at following this premise, and seeks to further research in the field of critical kinship studies by bringing together different disciplinary perspectives into a cultural hermeneutic approach. It invites contributions from a variety of academic fields, including anthropology, history, law, literary studies and others."

Datum und Ort: 14. bis 16. März 2019 in der Georg-August-Universität Göttingen

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Die Tagung "Gender Studies und MINT. Innovationen in Forschung und Lehre" findet am 29. Januar 2019 an der Hochschule Hannover statt.

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Am Freitag, den 25. Januar 2019, setzt die Forschungsstelle Geschlechterforschung der Universität Osnabrück ihre Debattenreihe "Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit" fort.

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung um Flucht, Migration und Asyl ist geprägt von dem Ringen um Anerkennung und Gleichstellung. Seit 2015 ließen sich in Deutschland verschiedene Kulturen der Unterstützung und der Solidarität beobachten, die in der deutschen Migrationsgeschichte bisher beispielslos waren ("Willkommenskultur"). Große öffentliche Aufmerksamkeit wurde in diesem Zusammenhang auch der Umsetzung von Gleichstellungspolitiken und Gewaltschutzkonzepten geschenkt. Aber auch Selbstorganisierungen spielen eine wichtige Rolle. Wie lassen sich feministische Solidaritäten und Geschlechterdemokratie unter den Bedingungen von (globaler) Fluchtmigration theoretisch und empirisch fassen? Wie lässt sich der Einsatz von konservativen Kräften für Geschlechtergleichheit deuten, wie der von Feministinnen gegen 'den Islam'? Diese Fragen deuten darauf hin, dass häufig allgemeinere Fragen von Flucht, Asyl und Migration über das Thema Gender und Gleichberechtigung gesellschaftlich verhandelt wurden und werden. Wer profitiert von diesen Thematisierungen, wer wird dadurch ausgeschlossen?

Fragen wie diesen widmet sich die Veranstaltung im Gespräch mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis.

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Datum und Ort: 25. Januar 2019 im Vortragssaal der Volkshochschule Osnabrück 

"Die Ausstellung zeigt einige Schmuckstücke der mehr als 460 Karten fassenden Sammlung historischer Bildpostkarten aus dem späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Forschungszentrum Musik und Gender. Dahinter steht die Frage, wie Bildpostkarten heute als musikhistorische Quellen genutzt werden können und was sie uns über die Frauenbilder der Zeit sagen. In ihrer Blütezeit waren sie als Massenmedium Teil der populären Kultur, allgegenwärtig, und von vielen Zeitgenossen gerne genutzt. Dadurch können wir heute Rückschlüsse auf die (musikalische) Alltagskultur, die Popularität einzelner Ensembles oder auf übliche Geschlechterrollen ziehen.(...)"

Die Ausstellung wurde von Lisa Sohm konzipiert und kann zu den Öffnungszeiten des fmg besucht werden.

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Die Ringvorlesung im Wintersemester 2018/2019 des Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung Oldenburg findet unter dem Titel ""Diversifying Gender!?" und wirft einen Blick auf die Inter- und transdisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung.

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Datum und Ort: mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg A01 0-009

"Auch in diesem Semester organisiert das GCG das GenderLabor in Kooperation mit den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Graduiertenschulen der Göttinger Universität (GSGG und GGG). Nachwuchswissenschaftler_innen haben hier die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen und zu diskutieren. In das Genderlabor integriert ist eine Methodenwerkstatt zum Thema "Fremdverstehen und Involviertheit im Forschungsprozess".

Termine Wintersemester 2018/2019:

Antifeminismus und Antisemitismus im Vereinswesen des Deutschen Kaiserreichs mit Merle Ayecke

Verschränkungen von Antifeminismus und Antisemitismus in der AfD am Beispiel Wolfgang Gedeons mit Merle Mangels

06. Dezember 2018 (18:00 Uhr)

Von kämpfenden Prostituierten und maurischen Sodomiten. Geschlecht, Sexualität und Religion in altportugiesischer Spottlyrik mit Alexander Altevoigt

20. Dezember 2018 (18:00 Uhr)

"...mehr als ein Mutterschaftsding." Geburt als Thema feministischer Kämpfe rund um Reproduktion mit Marie Fröhlich

10. Januar 2019 (18:00 Uhr)

Methodenwerkstatt: Fremdverstehen und Involviertheit im Forschungsprozess. Praxis der Ethnografie am Beispiel von Demenz-Care mit Andrea Newerla

17. Januar 2019 (14:00 Uhr)

Geschlechtergerechtigkeit in Co-Elternschaften. Untersuchungen zur Aushandlung und Verteilung von Sorgearbeit mit Alicia Schlender

"Die Vorzeigefamilie Brisch war kaputt." Über Texte zu spätem Coming Out und die Frage, was Familie ist mit Claudia Klank

31. Januar 2019 (18:00 Uhr)

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Vielfalt im Dialog erleben" hält Prof. Dr. Rolf Pohl einen Vortrag zum Thema "Die Abwehr des Fremden. Zur Sozialpsychologie der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit":

"Das Fremde an sich gibt es nicht. Es ist ein identitätsstiftendes Konstrukt auf der Basis von Inklusion und Exklusion in dessen Zentrum der psychische Abwehrmechanismus der Projektion steht. Das Hauptziel der Fremdenfeindlichkeit ist die Entlastung, die Sicherung und die Reinigung des Selbst sowie der eigenen Gemeinschaft von allem, das die ersehnte Homogenität zu stören scheint. Nach der hier geltenden Logik geht es um die Wahrnehmung, die Markierung und in letzter Konsequenz um die Beseitigung des als störend und bedrohlich Empfunden und das heißt: des Differenten und daher grundsätzlich und reflexhaft als weniger wert erachteten.

Was aber treibt Menschen dazu, sich abwertend, feindselig oder gar gewalttätig gegenüber anderen beziehungsweise als anders wahrgenommenen Einzelnen und Gruppen zu verhalten? Welcher Umgang mit dem „Eigenen“ und dem „Fremden“ liegt dem zugrunde und welche Rolle spielen gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen im Zusammenwirken mit diesen weitgehend unbewussten subjektiven Bedingungen für den Ausbruch von Fremdenhass? Diesen Fragen wird sich der Vortrag aus psychoanalytischer und sozialpsychologischer Sicht annähern."

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Datum und Ort: 23. Januar 2019, Leibniz-Universität Hannover Raum F128 im Welfenschloss

An der Leuphana Universität Lüneburg wird ein Zertifikatskurs für Frauen angeboten.
"Erfreulicherweise können wir kurz vor Weihnachten die frohe Botschaft verbreiten, dass der Zertifikatskurs "Gestärkt in Führung gehen - Frauen in Führungspositionen in der Sozialen Arbeit" im nächsten Jahr ein weiteres Mal angeboten werden kann! Da er im Rahmen des Projekts "KomPädenZ Potenzial", gefördert vom BMBF, nach der Weiterentwicklung ein zweites Mal erprobt wird, werden keine Seminargebühren erhoben. Als akademisches Weiterbildungsangebot zielt der Kurs darauf ab, Frauen mit einem ersten Studienabschluss in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheits- oder Sozialwissenschaften für Führungspositionen zu begeistern und zu qualifizieren bzw. zu stärken. Vermittelt, erarbeitet und mit weiblichen Führungskräften aus der Praxis diskutiert werden verschiedene Aspekte von LEITUNG bzw. (Personal-)FÜHRUNG in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit. Neben dem Erwerb bzw. der Stärkung der eigenen Führungskompetenzen stehen ein intensiver (Erfahrungs-)Austausch, Selbstreflexionsprozesse, Netzwerkbildung und eine Theorie-Praxis-Verzahnung im Fokus.

Schwerpunktmäßig werden innerhalb von 6 Monaten im Rahmen einer Blockwoche (Montag 11Uhr - Freitag 15 Uhr als Bildungsurlaubswoche) und drei Kurswochenenden (jeweils Freitag 11Uhr - Sonntagnachmittag) folgende THEMEN behandelt:

  • Gender Mainstreaming und Diversity (Management) als Führungsaufgaben
  • Führungskulturen und -theorien, Management in Organisationen der Sozialwirtschaft
  • Personalauswahl, -bindung und -entwicklung
  • Gelingensbedingungen von Führung

Im Rahmen eines kursbegleitenden PRAXISPROJKETs werden einzelne Inhalte im jeweiligen Arbeitsalltag angewandt und reflektiert. Eine persönliche Potenzial- und Zielanalyse soll zudem Impulse für den individuellen Karriereweg bieten.

In Kooperation mit dem Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide (BTO) in Barendorf findet der Kurs in dessen Räumlichkeiten zu folgenden TERMINEN statt:

  • 24.-28. Juni 2019 (Bildungsurlaubswoche): "Gender Mainstreaming und Diversity Management als FÜHRUNGSAUFGABEN"
  • 30. August - 01. September 2019: "FÜHRUNGSKULTUR/-THEORIEN und MANAGEMENT in Organisationen der Sozialen Arbeit"
  • 18.-20. Oktober 2019: "PERSONALauswahl/-entwicklung/-bindung"
  • 29. November - 01. Dezember 2019: "Theorie-Praxis-Transfer (Vorstellung der Praxisprojekte)"

Der Kurs schließt mit einem universitären Zertifikat ab, das auf den berufsbegleitenden Master "Sozialmanagement" anrechenbar ist."

Weitere Informationen:

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Dr. Konstanze Hanitzsch vom Göttinger Centrum für Geshclechterforschung lädt herzlich zum Symposium POSTMAGICSCIENCE – „Pure Vernunft darf niemals siegen"- Hexerei, Magie und der feministische Materialismus! ein. 

Eine Publikation des Symposiums ist vorgesehen, weitere Informationen folgen. 

Datum und Ort: 25. bis 27. September 2019, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen Hannover 

"Dass Frauen im musikalischen Kanon unterrepräsentiert sind, ist hinlänglich bekannt. Das betrifft auch das Phänomen der musikbezogenen Ausstellungen, die bisher kaum in den Fokus gerückt wurden. Museen sind wie auch der musikalische Kanon durch Normen von Männlichkeit, Heterosexualität und Whiteness geprägt (Amy K. Levin). Wie können gendergerechte Ausstellungskonzepte aussehen und die Musik von Frauen adäquat repräsentiert werden? Das Thema "Gender und Ausstellung" in der Veranstaltungsreihe Sophiensalon ergänzt aus theoretischer Perspektive die Ausstellungen, die regelmäßig im Forschungszentrum Musik und Gender stattfinden."

Los geht es am 21. November 2018 mit einem Vortrag von Beatrix Borchard zum Thema "Die Zeit der "Heldengedenkstätten" ist vorbei - alternative Museumskonzepte am Beispiel der "Räume für Fanny und Felix" im Rahmen des Hamburger Komponistenquartiers".

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Ort: Sophiensalon, fmg an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Die Workshops richten sich an Forschende im Feld der Erziehungswissenschaft, die im weitesten Sinn historisch zu Kindern und Kindheit arbeiten. Darüber hinaus soll ein Raum für einen interdisziplinären Austausch eröffnet werden. Alle Teilnehmenden eint ihr Interesse an den vielfältigen Lebensbedingungen von Kindern sowie den Prozessen, in denen die soziale Kategorie Kindheit zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgedeutet wird. Mit den Workshops rücken zudem ausdrücklich Fragen nach Kindern und Kindheit in den Mittelpunkt, die nicht von vornherein an Setzungen bürgerlich- moderner Kindheit gebunden sind. Damit können auch solche Kindheiten eingeholt werden, die allzu schnell im wissenschaftlichen Nachdenken in Vergessenheit geraten. Der diesjährige Workshop setzt sich kritisch mit Differenzzuschreibungen, wie beispielsweise nationaler und sozialer Herkunft, Alter und/oder Geschlecht auseinander. Darüber hinaus sollen methodische und theoretische Vorannahmen im Forschen über Kinder und Kindheit reflexiv diskutiert werden. (...)"

Datum und Ort: 25. und 26. Januar 2019, Stiftung Universität Hildesheim

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