Zur Publikationsreihe

Die Reihe verdeutlicht über einen theoretischen, methodischen und methodologischen Zugang die interdisziplinäre Ausrichtung niedersächsischer Frauen- und Geschlechterforschung. Die derzeit zwölf Mitgliedseinrichtungen haben sich zum Ziel gesetzt, bereits bestehende Strukturen der Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen zu stärken sowie die Entwicklung neuer Einrichtungen zu unterstützen und deren Entwicklung und die Vernetzung voranzubringen.

Herausgabe eines Themenbandes

Eine Herausgeber_innenschaft kann von Wissenschaftler_innen unserer zwölf Mitgliedseinrichtungen übernommen werden. Auch können einschlägige Dissertations- und Habilitationsschriften im Rahmen der Publikationsreihe veröffentlicht werden. Bei Interesse an einer Herausgabe, schicken Sie uns bitte ein einseitiges Abstract mit Informationen zur geplanten Ausgestaltung des Bandes und ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis.

Reihenherausgabe: 

Prof. Dr. Corinna Onnen (Universität Vechta)
Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)

Mitglieder des Editorial Boards:

Prof. Dr. Melanie Kubandt (Universität Vechta)
Dr. Tanja Kubes (TU Berlin) 
Dr. Anna Orlikowski (Universität Vechta)
Joana Rieck, M.A. (Leibniz Universität Hannover)
apl. Prof. Dr. Rita Stein-Redent (Universität Vechta)
Prof. Dr. Bettina Wahrig (TU Braunschweig)

Onnen, Corinna/Rode-Breymann, Susanne (Hrsg.) 2017:
Zum Selbstverständnis der Gender Studies. Methoden - Methodologien - theoretische Diskussionen und empirische Übersetzungen

Die Beiträge diskutieren das Verhältnis von Theorien, Methodologien und Methoden für das Selbstverständnis der Geschlechterforschung/Gender Studies und umreißen dabei die historische Entwicklung dieser Debatten. [...]

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Onnen, Corinna/Rode-Breymann, Susanne (Hrsg.) (2018):
Zum Selbstverständnis der Gender Studies II. Technik - Raum - Bildung 

Der Band präsentiert herausragende Arbeiten aus der Frauen- und Geschlechterforschung. Dabei werden Fragen nach der Bedeutung von Geschlecht in Bezug auf Ingenieurwissenschaften ebenso gestellt wie auf Raumwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Transkulturalität. Auch wird erstmalig in diesem Zusammenhang der Blick auf Unternehmerinnen wie auch Versorgungsforschung gelegt. Darüber hinaus befassen sich die AutorInnen mit den aktuellen Herausforderungen der Frauen- und Geschlechterforschung als einer kritischen Wissenschaft, welche die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen (Anti-Genderismus durch Rechtspopulismus etc.) verstärkt in den Blick nehmen.

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Onnen, Corinna/Rode-Breymann, Susanne (Hrsg.) (2018): Wiederherstellen – Unterbrechen – Verändern? Politiken der (Re-)Produktion

Der Band verhandelt zentrale Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung zur Herstellung und Wiederherstellung von Geschlecht und gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen. Einem breiten Verständnis von Reproduktion folgend, werden im Rahmen der fünf Cluster "Biographien", "Care", "Menschen und Maschinen", "Räume" und "Wissen und Institutionen" verschiedene Aspekte dieser (Wieder-)Herstellung gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse in ihrer Umkämpftheit und Widersprüchlichkeit betrachtet - jeweils aus interdisziplinärer Perspektive.

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Conrads, Judith/von der Heyde, Judith (Hrsg.) (2020): Bewegte Körper - bewegtes Geschlecht. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Konstruktion von Geschlecht im Sport

Mit dem Fokus auf sportliche Körper und Bewegungspraxen eröffnen die Autor*innen neue Perspektiven für die Geschlechterforschung und denken Diskurse um Körper, Geschlecht und Bewegung weiter. Der Band bündelt praxeologische Fragestellungen rund um Geschlecht, Geschlechterkonzeptionen und Geschlechterverhältnisse in Bezug auf Bewegung und Sport. Der Blick auf Geschlechtlichkeit zwischen Persistenz und Transienz steht dabei im Fokus.

Körperbezogene Perspektiven können so z. B. Erkenntnisse dazu liefern, wie über zweigeschlechtliche Grenzen hinausgedacht werden kann. Denn das Verhältnis von Sport und Geschlecht wird zwar einerseits von normierenden Geschlechterbinaritätsannahmen geprägt. Andererseits finden sich aber ebenfalls Anknüpfungspunkte bei der Betrachtung von Körper und Bewegung, um Kategorien wie Geschlecht, Begehren oder Sexualität neu zu fassen oder zumindest Momente der Irritation sichtbar zu machen. Dieser Blick auf Geschlechtlichkeit zwischen Persistenz und Transienz steht im Fokus des Sammelbandes.

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Hahmann, Julia/Knobloch, Ulrike/Kubandt, Melanie/Orlikowski, Anna/Plath, Christina (Hrsg.) (2020): Geschlechterforschung in und zwischen den Disziplinen. Gender in Soziologie, Ökonomie und Bildung

Welche Diskurse der Geschlechterforschung lassen sich identifizieren, wie verorten sie sich und an welche Denktraditionen knüpfen sie an? Angesichts der Vielfalt und Komplexität des wissenschaftlichen Gegenstandes Geschlecht verwundert es nicht, dass sich unterschiedliche disziplinäre Zugänge und Perspektiven entwickelt und herausgebildet haben.

Der Band nimmt hier insbesondere die Disziplinen Soziologie, Ökonomie und Bildung in den Blick.Zu den übergeordneten Diskursen der Geschlechterforschung zählen beispielsweise Gleichheits- und Differenzdiskurse, Diskurse um Konstruktion und Dekonstruktion, Intersektionalitäts- und Materialitätsansätze. Gleichzeitig fokussieren die einzelnen Disziplinen mit Blick auf Geschlecht und Geschlechterverhältnisse jeweils eigene Gegenstandsbereiche und Forschungskontexte. Geschlechterverhältnisse als Querschnittsthema zu bearbeiten, führt auch zu einer grundlegenden Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Strukturen, deren historischer Bedingtheit und den daraus resultierenden Macht-, Herrschafts-, und Ungleichheitsverhältnissen. Um in diesem Kontext einen Wissens- und Forschungstransfer zwischen den genannten Disziplinen zu ermöglichen und Synergien zu nutzen, werden die theoretischen wie methodologischen Zugänge der Geschlechterforschung in diesem Band neu in den Blick genommen.

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Miemietz,Bärbel/Pidun, Ina (Hrsg.) (2020): Digitalisierung, Medizin, Geschlecht. Interdisziplinäre Zugänge

Wie sind Digitalisierung, Medizin und Geschlecht miteinander verwoben? Die Beiträge des Bandes beantworten diese Frage aus interdisziplinärer Perspektive und befassen sich unter anderem mit Algorithmen, Cybergewalt, Digital Literacy und künstlicher Intelligenz.

Der Sammelband soll den Leser*innen über methodische, methodologische und praxisorientierte Zugänge die Komplexität der Thematik und die Dringlichkeit weiterer Forschungen näher bringen.Ausgangspunkt des Sammelbandes sind das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Forschungsprojekt 'Digitale Zukunft der Medizin für Frauen' (DigiMedfF) sowie die im Mai 2019 ausgerichtete Fachtagung 'Lücken im System - Digitalisierung und Geschlecht in der Medizin'. Mit dem Buch soll ein Überblick über die Digitalisierung in der Medizin unter Einbeziehung der Geschlechterperspektive gegeben werden. Ein weiterer Fokus liegt auf den digitalen Kompetenzen in der Medizin. Der Band enthält neben Tagungsbeiträgen und den Ergebnissen des qualitativen Teilprojekts DigiMedfF auch weitere wissenschaftliche Artikel und Berichte über aktuelle Projekte sowie Programme.

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Hofmeister, Sabine/Mölders, Tanja (Hrsg.) (2020): Für Natur sorgen? Dilemmata feministischer Positionierungen zwischen Sorge- und Herrschaftsverhältnissen

Der Begriff 'Care' beschreibt in den Sozialwissenschaften die Fürsorge für eine Person. Dieser Sammelband fragt danach, wie Care-Konzepte aus einer Geschlechterperspektive auf den Umgang mit "Natur/en" übertragen werden können. Damit wird das Forschungs- und Politikfeld Nachhaltige Entwicklung adressiert, das die (Vor-)Sorge für und um Menschen und "'Natur" zu verbinden sucht.

Dokumentiert werden die theoretischen und empirischen Forschungen des Projektes "Caring for natures? Geschlechterperspektiven auf (Vor)Sorge im Umgang mit 'Naturen'".Die Beiträge fokussieren auf das Naturschutzkonzept Prozessschutz. Damit rücken Handlungsorientierungen im Umgang mit 'Natur/en' in den Vordergrund, in die Zukunftsorientierung bereits eingeschrieben ist. Die empirischen Untersuchungen zum "Nationspark Bayerischer Wald" und "Nationalpark Schwarzwald" - als Repräsentanten naturnaher Gebiete ('alte Wildnis') - sowie zur "Goitzsche-Wildnis" und dem "Schöneberger Südgelände" in Berlin - als Repräsentanten für Stadtnaturen ('neue Wildnis') - sind in den Beiträgen von Michaela Deininger und Katharina Kapitza dokumentiert. Ergänzt werden die theoretischen und empirischen Perspektiven auf Prozessschutz als Beispiel für einen ('sorgenden') Umgang mit Natur/en durch die wissenschaftstkritische Analyse von Christine Katz: Sie fragt danach, welche ökologischen Konzepte im prozessschutzorientierten Denken und Handeln eingeschrieben sind und wie diese geschlechtertheoretisch dekonstruiert werden können. Der Sammelband schließt mit kritischen Schlussfolgerungen der beiden Herausgeberinnen, Sabine Hofmeister und Tanja Mölders, zur Frage der Übertragbarkeit von Care-Konzepten auf nicht menschliche Natur/en.

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