Die angemessene Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspekten gewinnt in der Forschungsförderung zunehmend an Bedeutung. Ob und in welcher Weise diese Dimensionen für ein konkretes Vorhaben relevant sind, hängt jedoch von Forschungsgegenstand, Fragestellung, theoretischem Zugang und methodischem Vorgehen ab.
Wir unterstützen Forschungsverbünde während der Antragstellung, die Relevanz von Gender- und Diversitätsdimensionen für ihr Vorhaben zu reflektieren und – wo fachlich sinnvoll – systematisch in Forschungsdesign, Methoden, Analyse und Transfer zu integrieren. Als deutschlandweit bislang einzige Initiative dieser Art auf Landesebene schafft sie ein landesweites Beratungs- und Unterstützungsangebot für Forschungsverbünde.
Die Initiative wird von 2026 bis 2030 im Rahmen des Förderprogramms zukunft.niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung gefördert. Das Beratungsangebot wird in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) umgesetzt, wo die Zusammenarbeit von Prof. Dr. Jutta Allmendinger geleitet wird.
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea D. Bührmann (1. Sprecherin der LAGEN), Prof. Dr. Corinna Onnen (2. Sprecherin der LAGEN)
Wissenschaftliche Koordination: Dr. Jennifer Dahmen-Adkins
Wer kann die Beratung in Anspruch nehmen?
Das Beratungsangebot richtet sich an Forschungsverbände aller niedersächsischen Hochschulen und Fachrichtungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Erstellung von Forschungsanträgen. Des Weiteren bieten wir Hochschulen und hochschulischen Einrichtungen Beratungsleistungen im Hinblick auf den Aufbau sowie die Weiterentwicklung von Strukturen an, die die Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspekten in Forschung und Forschungsförderung fördern.
Wer trägt die Kosten für die Beratung?
Die Beratung ist für niedersächsische Hochschulen und Forschungsverbünde kostenfrei.
Welche Fachdisziplinen werden beraten?
Gender- und Diversitätsdimensionen können grundsätzlich in allen Disziplinen und Forschungsfeldern relevant sein. Ob und in welcher Weise dies für ein konkretes Vorhaben zutrifft, hängt von Forschungsgegenstand, Fragestellung, theoretischem Zugang und methodischem Vorgehen ab. Das Beratungsangebot steht daher Forschungsverbünden aller Fachrichtungen offen.
Bei Bedarf kann über bestehende fachliche Netzwerke zusätzliche disziplin- oder themenspezifische Expertise einbezogen werden. Gegebenenfalls vermitteln wir auch Kontakte zu geeigneten Expert*innen.
Wie läuft die Beratung konkret ab?
Die Beratung setzt möglichst frühzeitig in der Phase der Antragsentwicklung an. Ausgangspunkt sind die Forschungsfrage, der Forschungsgegenstand und der jeweilige Stand des geplanten Vorhabens. Gemeinsam wird zunächst geprüft, ob und an welchen Stellen Gender- oder Diversitätsdimensionen für das Forschungsvorhaben relevant sein können.
Darauf aufbauend unterstützen wir dabei, entsprechende Aspekte fachlich nachvollziehbar in den Antrag zu integrieren – beispielsweise in Forschungsfragen und theoretische Ansätze, Forschungsdesign und Methoden, Datenerhebung und -analyse sowie Interpretation, Transfer und Kommunikation der Ergebnisse. Umfang und Schwerpunkt der Beratung richten sich nach dem jeweiligen Vorhaben und Beratungsbedarf.
Welche weiteren Angebote gibt es?
Ergänzend zur individuellen Beratung bieten wir Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen zur Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspekten in Forschung und Forschungsanträgen an. Diese richten sich sowohl an Wissenschaftler*innen als auch an Forschungsreferent*innen und weitere Akteur*innen aus Forschungsförderung und Wissenschaftsmanagement.
Außerdem finden Sie auf unserer Website hilfreiche Materialien, Tools, weiterführende Literatur und Ressourcen zur Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspekten in Forschung und Forschungsanträgen.
Kontakt
Bei Fragen zum Beratungsangebot, zur Terminvereinbarung oder zu themenbezogenen Anliegen wenden Sie sich bitte an die wissenschaftliche Koordinatorin der Forschungsverbundberatung, Dr. Jennifer Dahmen-Adkins. E-Mail