Am 29. September 2026 kamen zahlreiche Vertreter_innen aus der niedersächsischen Frauen- und Geschlechterforschung sowie Gäste aus Wissenschaft, Hochschulen und Politik an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) in Hildesheim zusammen.
Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie ländliche Räume aus Perspektiven der Frauen-, Geschlechter- und Intersektionalitätsforschung differenziert betrachtet werden können. In Vorträgen, Panels, Workshops und Diskussionen wurden die vielfältigen Arbeits- und Lebensverhältnisse in ländlichen Regionen ebenso thematisiert wie ihre Prägung durch Geschlecht, soziale Positionierung, Sorgeverhältnisse, Mobilität, Infrastruktur und regionale Ungleichheiten. Die Beiträge spannten einen weiten Bogen von sozialen Bewegungen und Frauen in Bewegung über Lebensentwürfe und -verläufe bis hin zu queeren Sorge-, Schutz- und Solidaritätsarrangements.
Eröffnet wurde die Jahrestagung mit Begrüßungen durch Prof. Dr. Corinna Onnen (LAGEN Sprecherin) und Prof. Dr. Leonie Wagner (HAWK-Netzwerk Genderforschung) sowie mit Grußworten von Anna Teschner (Leitung Ref. 14, Abt. 1 MWK) und Dr. Anne Faber (Vizepräsidentin HAWK). Dr. Charlotte Freund (Ltg. Abt. 2 Frauen und Gleichstellung des Nds. Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung war als Gast anwesend.
Die Beiträge verdeutlichten die hohe wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Relevanz intersektionaler Forschung zu ländlichen Räumen und unterstrichen zugleich die Notwendigkeit und Bedeutung einer dauerhaft abgesicherten Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen.