Projektkoordinatorin des Verbundprojekts: "MOM" Macht und Ohnmacht der Mutterschaft - Die geschlechterdifferente Regulierung von Elternschaft im Recht, ihre Legitimation und Kritik aus gendertheoretischer Sicht.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt "Gemeinschaftliche oder Alleinausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge? Ein internationaler Vergleich der Rechtsregeln und ihr Einfluss auf die Verhandlungsmacht" an der Stiftung Universität Hildesheim.

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Stiftung Universität Hildesheim
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Lübecker Str. 1
31141 Hildesheim
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LAGE(N)besprechung mit Lisa Yashodhara Haller

  • 03/2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre am SOP Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Stiftung Universität Hildesheim - Projektkoordinatorin des Verbundprojekts MOM Macht und Ohnmacht der Mutterschaft. Die geschlechterdifferente Regulierung von Elternschaft im Recht, ihre Legitimation und Kritik aus gendertheoretischer Sicht - Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt Gemeinschaftliche oder Alleinausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge? Ein internationaler Vergleich der Rechtsregeln und ihr Einfluss auf die Verhandlungsmacht - German expert for CMP Comarative Stud of Child Maintenance Policies, Shared Care an New Family Commitments, University of Turku Finnland
  • 10/2013 - 03/2017 Projektkoordination - Public Policy Consultant 
  • 12/2015 Promotion in der Nachwuchsgruppe JEAP Junge Erwachsene zwischen Aktivierung und Prekarisierung - Institutionelle Interventionen und biographische Verarbeitung im Wohlfahrtsstaat, Universität Kassel.
  • 03/2009 - 07/2009 Wissenschaftlich/administrative Assistentin der Präsidentin des WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • 02/2008 - 12/2008 Studentische Hilfskraft in der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe "Liebe, Arbeit, Anerkennung - Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren" am WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • 10/2009 Diplom am Otto-Suhr-Institut, Freie Universität Berlin
  • 10/2007 - 04/2008 Lehrtätigkeit am Lehrstuhl Politik, John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, Freie Universität Berlin
  • 04/2007- 03/2009 Stellvertretende Frauenbeauftragte am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin
  • 2009 - 2003 Diplomstudium der Politikwissenschaft an der Freie Universität Berlin und der Philipps-Universität Marburg
  • Familien- und Einkommenssteuerpolitik
  • Sozialpolitik, Sozialwirtschaft und Wohlfahrtsstaatsanalysen
  • Paar- und Geschlechterforschung
  • Mehrebenenanalysen und Handlungsmethoden
  • Qualitative Methoden 
  • Haller, Lisa Yashodhara (2018): Elternschaft im Kapitalismus. Staatliche Einflussfaktoren auf die Arbeitsteilung junger Eltern. Aus der Reihe Politik der Geschlechterverhältnisse. Frankfurt am Main/ New York: Campus.
  • Haller, Lisa Yashodhara (2018): Kapital - Staat - Geschlecht. Eine theoretische Analyse der Vermittlungszusammenhänge. In: Beier, Friederike mit Haller, Lisa Yashodhara und Hanerberg, Lea (Hrsg.): materializing feminism. Positionierung zu Ökonomie, Staat und Identität. Münster: Unrast Verlag, S. 61 - 84
  • Haller, Lisa Yashadhara mit Figlestahler, Carmen; Perels, Marko; Weber, Julia und Zahradnik, Franz (2015): Subjektive Verarbeitungen von Aktivierung in prekären Lebenslagen. In: SOZIALE PASSAGEN. Journal für Empirie und Theorie Sozialer Arbeit. Wiesbaden: Springer Fachmedien. S. 370-377.
  • Haller, Lisa Yashodhara mit Chorus, Silke (2013): Care, Wert und der Wohlfahrtsstaat. Plädoyer für die Berücksichtigung des Staates als zentraler Akteur der politischen Ökonomie. In: Denknetz Jahrbuch 2013. Care statt Cash. S. 65-74.
  • Haller, Lisa Yashodhara; Kellermann, Lisa (2013): Brüche zwischen Einstellung und Umsetzung der familialen Arbeitsteilung. Zu Erklärungsmustern und der Bedeutung geschlechtsspezifischer Grenzziehungen. In: Friederike Kämpfe, Susanne Boehm (Hrsg.): Anecken und weiterdenken. Aktuelle Beiträge zur Geschlechterforschung. Argument-Verlag. S.119-134.
  • Haller, Lisa Yashodhara (2012): Alte Wechselverhältnisse vor neuen Herausforderungen - Die Neujustierung der Reproduktionssicherung zwischen Markt, Familien und dem Wohlfahrtsstaat. In: Mechthild Bereswill, Carmen Figlestahler, Lisa Yashodhara Haller, Marko Perels und Franz Zahradnik (Hrsg.): Wechselverhältnisse im Wohlfahrtsstaat. Dynamiken gesellschaftlicher Justierungsprozesse. Münster: Westfälisches Dampfboot. S. 81-102.
  • Haller, Lisa Yashodhara (2011): Who cares? Das neue Unterhaltsrecht vor alten Fragen. In: Recht der Jugend und des Bildungswesens (RdBJ) Familienrechtliche Entwicklungen, 59 (4). Berlin. Berliner Wissenschafts- Verlag, S. 422-439.
  • Haller, Lisa Yashodhara mit Henninger, Annette und Wimbauer, Christine (2011): Die Reduzierung der Kinderarmut als Rechentrick? Die Situation Unterhaltsberechtigter nach der Reform des Unterhaltsrechts. In: Zeitschrift für Sozialreform (ZSR), 57 (1). Stuttgart. Lucius & Lucius. S. 27-52.
  • Haller, Lisa Yashodhara mit Chorus, Silke (2011): Die Regulation geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung - Auf der Suche nach einer feministischen Kritik der politischen Ökonomie. In: Grundrisse - Zeitschrift für linke Theorie & Debatte. Geschlechterverhältnisse und gesellschaftliche Arbeitsteilung, 38 (2). Wien. S.14-24.
  • Haller, Lisa Yashodhara (2010): Unterm Strich: Die Auswirkungen der Rangfolgenänderung im neuen Unterhaltsrecht. In: Kirsten Scheiwe, Maria Wersig (Hrsg.) Einer zahlt und eine betreut? Rollenbilder im Kindesunterhaltsrecht im Wandel. Schriften zum Familien- und Erbrecht. Bd. 1. Baden-Baden: Nomos. S. 215-234.
  • Haller, Lisa Yashodhara (2010): Die Reform des Unterhaltsrechts und ihre geschlechterpolitischen Implikationen. In: Diana Auth, Eva Buchholz, Stefanie Janczyk (Hrsg.) Selektive Emanzipation. Analysen zur Gleichstellungs- und Familienpolitik. Opladen. Barbara Budrich Verlag. S. 173-194.
  • Projektleitung: Prof. Dr. Kirsten Scheiwe Projektkoordination und Postdoc: Dr. Lisa Yashodhara Haller

Titel: Gemeinschaftliche oder Alleinausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge? Ein internationaler Vergleich der Rechtsregeln und ihr Einfluss auf Verhandlungsmacht.

Abstract: Die deutschen Regeln der Ausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge betonen stark die Gemeinschaftlichkeit der Ausübung (§ 1627 BGB) und verlangen die gemeinsame rechtliche Vertretung des Kindes (§ 1629 Abs.1 S.2 BGB). Daraus resultiert ein Einigungszwang (§ 1627 S.2 BGB). Bei Uneinigkeit der Eltern in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, bleibt nur der Weg zum Familiengericht. Dieser Grundsatz gilt auch bei Getrenntleben der Eltern; nur Angelegenheiten des täglichen Lebens kann ein Elternteil allein entscheiden, während auch getrenntlebende Eltern in Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung in gegenseitigem Einvernehmen handeln müssen (§ 1687 BGB). Viele europäische Rechtsordnungen haben ein anderes Modell der Ausübung gemeinsamer Sorge gewählt, die Alleinhandlungsmacht jedes Elternteils mit Widerspruchsmöglichkeit des anderen durch Anrufung des Gerichts (Länder der romanischen Rechtsordnung, Norwegen, England). Die Verhandlungsmacht und die Konfliktpunkte werden anders verteilt, denn es handelt sich nicht um eine Blockadeposition, sondern um eine (häufig nachträgliche) Korrekturmöglichkeit. Die Vor- und Nachteile dieser Regelungen sind international vergleichend bisher nicht erforscht worden; es fehlt darüber hinaus empirische Forschung darüber, wie sich die Unterschiede dieser rechtlichen Regelungen in der Praxis der Ausübung gemeinsamer elterlicher Sorge in vergleichbaren Konfliktsituationen auswirken. Aus Genderperspektive ist rechtsvergleichend zu untersuchen und machttheoretisch zu reflektieren, welche Auswirkungen die beiden Grundtypen der Regelung auf die Verhandlungspositionen der Beteiligten haben. Ein späteres empirisches international vergleichendes Forschungsprojekt soll vorbereitet werden.

Verbundprojekt im Rahmen der Förderlinie des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

  • Efas - Economics, feminism and science
  • ESPAnet - The Network for European Social Policy'Analysis
  • Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Politische Wissenschaft DVPW
  • Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit DGSA
  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie DGS
  • Deutscher Juristinnenbund djb