Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

LAGEN RUNDBRIEF – Rundbrief 10/2019

die diesjährigen LAGEN-Jahresveranstaltungen rücken nun immer näher und wir freuen uns, Sie bald alle in Emden an der Hochschule Emden-Leer begrüßen zu dürfen. Die ersten Anmeldungzahlen zeigen uns, dass wir mit beiden Veranstaltungen wieder das Interesse der niedersächsischen Wissenschaftler_innen wecken konnten. Werfen Sie gern nochmal einen Blick auf unsere Programmflyer: 

  • 14. November 2019 (10:00 bis 14:15) Doktorand_innentag Gender Studies Programmflyer
  • 14. bis 15. November 2019 (ab 15:00) Jahrestagung "Buzzword Digitalisierung - Kritische Perspektiven auf Digitalisierung im Kontext von Geschlecht und Vielfalt" Programmflyer

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist noch bis zum 08. November möglich. 

zur Anmeldung

***Wichtig!***Wichtig!***Wichtig!***

Derzeit findet die Wahl der Mitglieder der DFG-Fachkollegien für die Amtsperiode 2020-2023 statt. Unsere Wahlbeteiligung ist wichtig, um in den Fachkollegien auch die Perspektiven der Frauen- und Geschlechterforschung abzubilden.

Eine Stimmabgabe ist vom 21. Oktober 2019, 14 Uhr, bis zum 18. November 2019, 14 Uhr möglich. Um online Ihre Stimme abgeben zu können, erhalten Sie ein Wahlschreiben mit persönlichen Zugangsdaten von Ihrer Wahlstelle. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der DFG .

Dieser Rundbrief informiert Sie zudem über Neuigkeiten aus den LAGEN-Projekten, die neuste LAGE(N)Besprechung, eine Resolution bezüglich des Anschlags in Halle, verschiedene Veröffentlichungen, kommende Veranstaltungen sowie über Calls und Ausschreibungen. Wir freuen uns weiterhin über Ihre Ankündigungen und Neuigkeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung!  

Liebe Grüße

Jördis Grabow

1. Neuigkeiten aus den Projekten "Gender und Lehre" und "Gender und Digitalisierung"

2. LAGE(N)Besprechung #15

3. Resolution anlässlich des antisemitischen Anschlags in Halle am 09.10.2019

4. Veröffentlichung

5. Veranstaltungen in Niedersachsen und darüber hinaus

6. Call for Papers und Ausschreibungen

Liebes LAGEN-Netzwerk,

wie auch in den letzten Ausgaben des Runbriefes möchte ich Sie an dieser Stelle über Neuigkeiten aus den Projekten "Gender und Lehre in Niedersachsen" sowie "Gender und Digitalisierung" informieren. Sollten Sie Interesse an einem Austausch zu einem der beiden Themen haben, melden Sie sich sehr gern bei mir unter

apelt[at]nds-lagen.de

Herzliche Grüße

Friederike Apelt

 

Gender und Lehre in Niedersachsen

Wie kann Lehre nicht nur gender-, sondern intersektionalitätsinformiert gestaltet werden? Diese Frage wurde auf dem letzten LAGEN-Vernetzungstreffen „Gender in die Lehre“ am 01. Oktober 2019 an der HMTMH diskutiert. Nach einem Input von Helene Götschel (HS Hannover) diskutierten die Teilnehmenden die Frage, wie vielschichtige und sich überlagernde Ungleichheiten in der Lehre berücksichtig werden und sowohl Lehrende als auch Studierende sensibilisiert sowie zu Reflexionsprozessen angeregt werden können. Ein nächstes Treffen ist für April 2020 angedacht. Ich freue mich über Ihre Themenvorschläge oder den Beitrag inhaltlicher Inputs!

 

Gender und Digitalisierung

Am 24. Oktober 2019 fand an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover das zweite Forschungsvernetzungstreffen zum Thema „Gender und Digitalisierung“ statt. Wie auch bei der LAGEN-Jahrestagung zum Thema "Buzzword Digitalisierung" war es das Ziel des Treffens zu diskutieren, wie Fragestellungen und Ansätze der Frauen- und Geschlechterforschung zu einer kritischen Reflexion der gesellschaftlichen Transformationsprozesse, die derzeit unter dem Stichwort "Digitalisierung" zusammengefasst werden, beitragen kann. Die Teilnehmer_innen näherten sich dem Thema aus Sicht verschiedener Fachperspektiven und anhand der Begriffe Wissensproduktion und Entscheidungen sowie soziale Ausschlüsse und Teilhabe.

Ein nächstes Treffen ist für Dezember geplant. Weitere Informtionen finden Sie in Kürze auf unserer Website.

In der neusten LAGE(N)Besprechung ist Stina Mentzing im Gespräch mit Lisbeth Suhrcke, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Gender in der Forschung" an der Hochschule Emden/Leer

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Die Gemeinsame Kommission der LAGEN unterstützt nachdrücklich die "Resolution anlässlich des antisemitischen Anschlags in Halle am 09.10.2019", welche durch das REVERS-Projekt, das am Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Philipps-Universität Marburg verortet ist, und durch die Teilnehmer_innen der Tagung "Antifeminismen. 'Krisen'-Diskurse mit gesellschaftsspaltendem Potential?" gemeinsam verabschiedet wurde. Die rechten Gewaltakte der letzten Zeit zeigen immer wieder, dass sich diese aus einem Konglomerat aus Antisemitismus, Antifeminismus, Rassismus und Ressentiments gegen linkes Engagement speisen. Die Antwort auf diese gesellschaftlichen Entwicklungen kann nicht die Kürzung von Mittel jener gesellschaftspolitischen Bereiche sein, die sich aktiv für eine emanzipatorische Gesellschaftsentwicklung einsetzen, wie es durch die Förderung des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ermöglicht werden könnte. Eine Bekämpfung antiemanzipatorischer und menschenfeindlicher Einstellungen erfordert auch eine aktive Forschungsförderung von Projekten, die die Hauptaktionspunkte rechter Mobilisierungen, wie Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus sowie Genderfragen in den Blick nehmen.

Die Gemeinsame Kommission der LAGEN zeigt sich solidarisch mit allen Betroffenen der rechten Gewalt.

zur Resolution

Ulrike Knobloch (Jun. Professorin für Ökonomie und Gender) hat kürzlich den Sammelband "Ökonomie des Versorgens. Feministisch-kritische Wirtschaftstheorien im deutschsprachigen Raum" im Beltz Verlag herausgegeben. Im Sammelband kommen u. a. verschiedenen Wissenschaftlerinnen (Sabine Hofmeister, Barbara Zibell, Tanja Mölders und Corinna Dengler) aus dem LAGEN-Netzwerk zu Wort. 

Zur Publikation

Christine Ivanov, Maria B. Lange, Tabea Tiemeyer und Martin Ptok haben einen Artikel zum Thema "Geschlechtergerechte Sprache in der Wissenschaft: Gebrauch und Motivation" in der Gender[ed] Thoughts veröffentlicht:

"Seit den 1970ern ist geschlechtergerechte Sprache (ggS) im deutschen Sprachraum ein Thema. Die Diskussionen wandelten sich dabei stark. Ging es erst vorrangig um Sichtbarkeit von Frauen, stehen seit den 1990ern Heteronormativitätskritik und die Suche nach inklusiven Sprachformen im Vordergrund. Die vertretenen Positionen haben sich nicht abgelöst, sondern ergänzen sich teilweise oder stehen nebeneinander (in Konflikt). Trotz einer gewissen Institutionalisierung hat ggS ins wissenschaftliche Register kaum Aufnahme gefunden. Dabei ist Sprachwandel besonders wirksam, wenn statushohe Gruppen ihn vorleben. Zudem ist ggS exakter als 'generische' Maskulina. Über ihren Gebrauch von ggS sowie ihre Präferenz bestimmter Formen, bzw. Hinderungsgründe für deren Verwendung, wurden in einer Online-Erhebung 290 Wissenschaftler_innen aus Geschlechterforschung und Medizin befragt. Die Ergebnisse wurden deskriptiv ausgewertet und dann hinsichtlich geschlechtertheoretischer Überlegungen reflektiert."

zum Artikel

Die Broschüre "Wir wollen Sicherheit" leuchtet die Entwicklungen im Bereich genderspezifischer Ankunfts- und Aufnahmepolitiken mit Blick auf die Praxis sowie auf die rechtliche und politische Situation kritisch aus. So werden sowohl Missstände und strukturelle Defizite aufgezeigt, als auch bestehende Strukturen und Akteur*innen in ihrer wertvollen, unersetzlichen Arbeit sichtbar gemacht und unterstützt. Die Broschüre möchte durch interprofessionelle Kooperationen und partizipative Arbeitsweisen Wege für eine gendersensible, sicherere Ankunfts- und Aufnahmepolitik aufzeigen.

Herausgegeben wurde die Broschüre vom Forschungsprojekt "Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken", dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat e.V. und dem bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V.

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Mit dieser Vorlesungsreihe lädt das Göttinger Centrum für Geschlechterforschung zur Auseinandersetzung mit Fragen nach den Neuordnungen von biopolitischen, sozialen und rechtlichen Verwandtschaftsverhältnissen ein.

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Datum und Ort: Ab 24. Oktober jeweils um 18:15 Uhr in der Paulinerkirche, Göttingen

After 40 years of its widespread developments, postcolonial theory seems to be established as a theoretical paradigm worldwide, while being simultaneously deeply contested in academic as well as in activist contexts. The rise of, and developments in postcolonial theories are characterized by different times and locations since production and reception differ according to specific contexts. Whereas academics from India/ South-Asia contributed in a fundamental way from the beginning, and the commodification of this field was already a topic in the United States academia in the 90ies, a broader reception by the German-speaking academy was slow on the uptake. In addition, although feminist approaches have been an important part of postcolonial theory since the 80ies, they have still been ignored all too often.Today, postcolonial as well as feminist theories are often used in a self-evident manner. Moreover, the transformation of (components of) theories by ignoring the regional and the local as standpoint can lead to entanglements with neo-colonialist investments.

Datum und Ort: 29. - 30. Oktober 2019, Carl von Ossietzky University Oldenburg

Poster

"Veranstaltungsreihe "#UniToo - Sexismus und sexualisierte Gewalt im Hochschulkontext" | Zweisemestrige Reihe mit Veranstaltungen unterschiedlicher Formate zum Thema sexistische Diskriminierung und sexualisierte Gewalt im Kontext Hochschule"

Datum und Ort: Beginn am 12.11.2019 mit einem Vortrag und Diskussion zum Thema "Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen - Bundesweite Entwicklungen"(16:15 bis 18:00 Uhr); Gerichtslabor, Verfügungsgebäude, Platz der Göttinger Sieben 7 (Campus), 37073 Göttingen

weitere Informationen

"Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht unser Markt der Möglichkeiten: An interaktiven Ständen kann ein Einblick in Materialien und Methoden der BZG-Projekte "Hochschule lehrt Vielfalt!" und "Gender-Lehrmaterialien für Schule und Bildung" gewonnen werden. Geboten wird u.a. ein queeres Quiz, Unterrichtsbausteine und eine Bücherkiste. Weitere Infostände (u.a. Queere Teachers Braunschweig, Intersexuelle Menschen e.V. und SCHLAU) geben Einblicke in die Projektelandschaft in Braunschweig bzw. Niedersachsen, die für Veranstaltungen an der Schule zur Verfügung stehen. Der offene Ausklang bietet Gelegenheit für Diskussionen und zur Vernetzung.

"Hochschule lehrt Vielfalt!" ist ein Teilprojekt des Modellprojektes "Akzeptanz für Vielfalt - gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit" der Akademie Waldschlösschen im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des BMFSFJ in Kooperation mit dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies. Es ist finanziert aus Mitteln des Bundesprogramms."

Datum und Ort: 29. November 2019 (16:00 - 19:30 Uhr), TU Braunschweig, Pockelsstr. 11 (Haus der Wissenschaften), 38106 Braunschweig

zur Anmeldung

"Autonomes Fahren, Drohneneinsätze, Haushaltsrobotik  und Sprachassistent*innen – alles läuft zur Zeit unter den Schlagworten künstliche Intelligenz und Algorithmen. Doch was genau umfassen KI und Algorithmen und wie vielfältig sind die Perspektiven tatsächlich? KI – eine Kehrtwende im Mensch-Maschine Verhältnis? Ein Mythos? Eine Utopie? Die Zukunftsszenarien schwanken zwischen Bedrohung und Verheißung. Klar ist: Technologie im Allgemeinen und algorithmische Prozesse im Speziellen sind nicht ohne Herrschafts- und Machtbezug denkbar. Gerade deshalb gilt es, diese Systeme vor dem Hintergrund feministischer Sichtweisen und Wertvorstellungen kritisch zu betrachten, zu bewerten und neu zu entwickeln. Die grundlegende mathematische Formel der Algorithmen muss also lauten: Wenn KI, dann feministisch.(…)" 

Datum und Ort: 02. November 2019, UdK Berlin

weitere Informationen

"Wir möchten Sie herzlich zur 17. efas-Fachtagung einladen, die in diesem Jahr am 6. Dezember von 9.30 bis 18 Uhr an der HTW Berlin (Campus Wilhelminenhof, Raum H001) stattfindet.

Sie steht unter dem Titel "Gestalten oder gestaltet werden? Perspektiven feministischer Ökonomie auf Digitalisierung". Wir werden uns unter anderem damit beschäftigen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Beschäftigungssituation von Frauen in verschiedenen Sektoren hat, was Digitalisierungsprozesse für die Pflege bedeuten, welche Diskriminierungspotentiale durch Künstliche Intelligenz entstehen, welche neuen Fragestellungen sich aus der Plattformökonomie ergeben und vieles mehr. Dabei wollen wir uns auch der Frage annähern, wie Prozesse der Digitalisierung feministisch gestaltet werden können."

Datum und Ort: 06. Dezember 2019, HTW Berlin

weitere Informationen

"The Call for Papers for our next Spring Conference 2020: "Caring in Uncaring Times" in London, UK, is now out. Abstract submission deadline 16th December 2019. The conference is organised by ATGENDER together with Middlesex University and will take place from the 13th to 15th May 2020.

The conference will explore the possibilities for and necessity of embedding care in policy and activism. Adopting a broad approach to the concepts of care, policy and activism, we invite proposals from researchers, activists, practitioners, carers, archivists, artists and others from a range of backgrounds and disciplines to explore care and caring in all its diversity and invites participants to reflect on the devastating consequences of an uncaring state (across a range of time and places), and the vital work of activism and policy that centres care."

zum Call for Papers

"FASoS is seeking an assistant professor with demonstrated excellence in teaching and research in Literary Studies, with expertise in connecting the discussion of primary literary works to contemporary societal problems. Areas of interest are: either 'gender & diversity', in particular in relation to global studies/post colonialism, or 'environmental humanities'. Furthermore, the candidate should have expertise in methodologies to investigate new digital ways of reading and writing, and/or in ethnographic approaches to literature."

zur Ausschreibung

Im Rahmen des Erweiterungscurriculums und Wahlfachstudiums Feministische Wissenschaft/Gender Studies an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wird für das Sommersemester 2021 ein_eine Gastprofessor_in mit dem Forschungsschwerpunkt "Gender und Gewalt mit einem Fokus auf sexuelle und sexualisierte Gewalt" ausgeschrieben.

zur Ausschreibung

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) sucht zum 01. Dezember 2019 bzw. 01. Januar 2020 eine_n Berater_in für die Regionalstelle Chemnitz (35 h/ Woche, angelehnt TVÖD 10, (zunächst) befristet bis 31.12.2020) im Rahmen des Projektes "Antidiskriminierungsberatung in Sachsen aufbauen und etablieren".

zur Stellenausschreibung