Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

LAGEN RUNDBRIEF – Rundbrief 02/2019

das neue Jahr hat zwar gerade erst begonnen, unsere Veranstaltungsplanung für 2019 laufen jedoch schon seit einiger Zeit wieder auf Hochtouren. Wir freuen uns sehr, dass wir bereits die ersten Veranstaltungstermine bekannt geben können! Hier eine kleine Übersicht für Ihren Terminkalender:

  • 26. April 2019: Arbeitstagung zum Thema Gender und Lehre an der Hochschule Hannover
  • 20. Mai 2019: Workshop der AG Gender*Zukunft zum Thema Publizieren an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
  • 20. Mai 2019: 1. Workshop zum Thema Gender und Digitalisierung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
  • vsl. Juni 2019: 2. Workshop zum Thema Geschlecht und Digitalisierung an der Leuphana Universität Lüneburg
  • 14. November 2019: 9. Interdisziplinärer Niedersächsischer Doktorand_innentag Gender Studies an der Hochschule Emden-Leer
  • 15. November 2019: LAGEN-Jahrestagung zum Thema Geschlecht und Digitalisierung an der Hochschule Emden-Leer

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie in diesem Rundbrief und demnächst auf unserer Webseite.

In der LAGEN-Publikationsreihe "L'AGENda" (Barbara Budrich Verlag) wurden seit dem Start im Jahr 2017 drei Sammelbände herausgegeben und weitere sind bereits in Planung. Die Reihe verdeutlicht über einen theoretischen, methodischen und methodologischen Zugang die interdisziplinäre Ausrichtung niedersächsischer Frauen- und Geschlechterforschung. Sie soll zu Diskussionen über das Verhältnis von Theorien, Methodologien und Methoden sowie dem damit verbundenen Selbstverständnis der Gender Studies anregen.

Seit dem Jahr 2019 vergibt die LAGEN ein Publikationsstipendium für herausragende Dissertationen im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung. Ziel des Stipendiums ist die Förderung wissenschaftlicher Karrieren sowie von innovativer und kritischer Forschung im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung an niedersächsischen Hochschulen. Die ausgewählte Dissertation wird in der Publikationsreihe der LAGEN veröffentlicht.

Um interdisziplinäre Ansätze zu fördern und den hohen wissenschaftlichen Standard der Publikationsreihe dauerhaft sicherzustellen, soll die Herausgabe durch ein Editorial Board begleitet werden. Aufgaben des Editorial Boards sind neben der Begutachtung wissenschaftlicher Einreichungen/Beiträge auch die inhaltlich-thematische Leitung der Publikationsreihe. Die Mindestvoraussetzung für die Mitgliedschaft im Editorial Board ist eine abgeschlossene Promotion und die wissenschaftliche Verortung an einer der zwölf Mitgliedshochschulen der LAGEN. Eine nachweisbare Expertise in Frauen- und Geschlechterforschung, z. B. durch einschlägige Publikationen, setzen wir für die Mitarbeit voraus. Haben Sie Interesse Teil des Editorial Boards zu werden? Melden Sie sich gern bei Jördis Grabow.

Dieser Rundbrief informiert Sie zudem über die neuste LAGE(N)besprechung, das Projekt "Gender und Lehre in Niedersachsen", Neuerscheinungen, über kommende Veranstaltungen und verschiedene Ausschreibungen. Wir freuen uns weiterhin über Ihre Ankündigungen und Neuigkeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung!  

Liebe Grüße

Jördis Grabow

1. LAGE(N)besprechung #12

2. Neuigkeiten aus dem Projekt "Gender und Lehre in Niedersachsen"

3. Neuerscheinungen

4. Veranstaltungen in Niedersachsen

5. Verschiedene Ausschreibungen

Stina Mentzing im Gespräch mit Jonas Nesselhauf, Juniorprofessor für "Europäische Medienkomparatistik" in der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaft der Universität des Saarlandes

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Liebes LAGEN-Netzwerk,

auf unserem letzten Vernetzungstreffen zum Thema „Gender in der Lehre“ wurde der Wunsch nach einer gemeinsamen Arbeitstagung geäußert. Wir freuen uns, dass wir diese nun am 26. April 2019 gemeinsam mit unserem neuesten LAGEN-Mitglied, dem Gender-Netz der Hochschule Hannover, realisieren können. Auf der Tagung wird zum einen das Gender-Netz der HS Hannover als neues Mitglied in der LAGEN begrüßt. Zum anderen wird es um eine Vertiefung unserer bisherigen Diskussionen darum gehen, wie Gender als Lehrinhalt in unterschiedlichen Fachrichtungen integriert werden und welche Bedeutung Gender-Lehre bei der strukturellen Verankerung einnehmen kann.

Wir freuen uns, Sie auf der Tagung begrüßen zu können. Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.

Zudem wird am Mittwoch, dem 13. März 2019 von 11.30 bis 13.30 Uhr die zweite Sitzung des Arbeitskreises *Gender und Diversity lehren* an der Ostfalia HAW, Standort Salzgitter stattfinden. Thema der Sitzung ist "Vielfalt in den Medien als Lehr- und Forschungsthema". Prof. Dr. Denise Sommer (Theorie der Kommunikations- und Medienwissenschaft) wird aus einem Studienprojekt zur Newsroom-Diversity berichten und Grundlegendes zum Thema Vielfalt in den Medien als Ansatz zur Sensibilisierung für Diversity- und Gender-Themen vorstellen.

Interessierte sind herzlich eingeladen und werden gebeten, sich bis zum 12. März bei Prof Dr. Brigitte Wotha zu melden.

E-Mail-Anmeldung


Liebe Grüße

Friederike Apelt

"In der Entstehung der modernen Sozial- und Raumwissenschaften bildete das Dorf einen wesentlichen Gegenstand der Erkenntnisgewinnung und Methodenentwicklung. Das gegenwärtige gesellschaftliche Interesse an ländlichen und dörflichen Lebenswirklichkeiten wurde hingegen von den Sozialwissenschaften, und hier insbesondere der Soziologie, bislang kaum systematisch aufgegriffen. Diese Lücke will der Sammelband schließen. Die Beiträge thematisieren unter anderem den tiefgreifenden Wandel einst kleinbäuerlicher Dörfer im Zeitverlauf, die Folgen multilokaler Alltagsarrangements, Fragen von Nachbarschaft und sozial-ökologische Konflikte in der Verflechtung des Globalen mit dem Lokalen. Planungswissenschaftliche, geographische und sozial-ökologische Zugänge ergänzen die soziologische Perspektive, um das Dorf als interdisziplinären Forschungsgegenstand der Sozialwissenschaften neu zu konturieren."

Steinführer, Annett; Laschewski, Lutz; Mölders, Tanja & Rosemarie Siebert (Hrsg.) (2019): Das Dorf. Soziale Prozesse und räumliche Arrangements. LIT-Verlag: Münster"

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Das Institut für Diversitätsforschung an der Georg-August-Universität Göttingen feiert das fünfjährige Bestehen. Mit einem Booklet wird die Arbeit der letzten Jahre präsentiert.

zum Booklet

Pia Kühnemann und Nicole Wertecki (Institut für Sportwissenschaft, Universität Hannover) haben einen Tagungsbericht zur Jahrestagung der dvs-Sektion Sportgeschichte verfasst. Die Tagung fand von 11. und 12. Oktober 2018 unter dem Titel "EveryBody Tells A Story. Zur Geschichte von Sport-, Körper- und Bewegungskulturen" an der Leibniz Universität Hannover statt.

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"Auftaktveranstaltung | Hannoversches Frauenbündnis zum Internationalen Frauentag 2019

Sisterhood - ein Begriff, der unmittelbar das Gefühl vermittelt über Grenzen hinaus Seite an Seite mit Frauen zu stehen, Verbündete im Geiste zu sein und sich gemeinsam für politische Forderungen stark zu machen. Doch können wir im feministischen Aktivismus von Sisterhood (Schwesternschaft) sprechen? Sprechen wir alle mit einer Stimme?Die Herausforderungen, vor denen Frauen stehen, scheinen sich auf den ersten Blick weltweit zu wiederholen. Ungleichbehandlung im Erwerbs- und Privatleben, sexualisierte Gewalt, der Kampf um rechtliche Gleichstellung. Afro-Amerikanischer Frauen prägten das Konzept von Sisterhood maßgeblich in ihrem Aktivismus, der sich gegen Sexismus und Rassismus stellte. Wie lässt sich der Begriff im heutigen Kontext neu denken und praktizieren? Wo gibt es Ansätze von Sisterhood und sollte es eigentlich das Ziel feministischen Aktivismus sein? Eine Veranstaltung für Frauen*."

Datum und Ort: 09. März 2019, Pavillon Hannover

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Keynote Speakers: Professor Margaret Homans (Yale University) and Professor Elisabeth Peel (Loughborough University)

"Throughout Western history and legal traditions, kinship has been firmly rooted within the bounds of blood relations. This naturalisation of kinship continues in modern technologies: genetic research projects such as the Human Genome Project and technologies such as DNA kinship analysis extend the concept of blood relations from the unit of the family to that of ethnic groups. Legal regimes equally tend to the privileging of genetic relations, even today. From a Cultural Studies perspective, this is highly problematic: it points towards an essentialist understanding of kinship, predetermined by birth; it naturalises subjecthood based on genetic bonds and genealogy; it attributes symbolic value to a concept of genetic sameness rather than diversity; and it supports the family as a key site of power and discipline. Arguments for a non-essentialist redefinition of kinship have been put forward from a number of fields, including philosophy, gender studies, literary and cultural studies, and cultural anthropology.

Judith Butler (2004) reads kinship as a problematic allegory for the origin of culture, arguing for an understanding of kinship beyond the normative restraints of biological relations. Similarly, Donna Haraway (1995) takes a dim view of the historically fatal consequences of blood-based kinship. However, the attraction of the genealogical origin is not limited to patriarchal narratives. Margaret Homans (2013) has looked at origin stories in adoption narratives and pointed to the paradoxical situation of feminism which on the one hand advocates non-essentialist, non-nuclear, non-heteronormative forms of kinship, and on the other hand acknowledges the power of the particular relation between birthmother and child. Damien Riggs and Elizabeth Peel (2016) finally have staked out the field of critical kinship studies and formulated its focus as "the need to move beyond a humanist account of kinship".

This conference aims at following this premise, and seeks to further research in the field of critical kinship studies by bringing together different disciplinary perspectives into a cultural hermeneutic approach. It invites contributions from a variety of academic fields, including anthropology, history, law, literary studies and others."

Datum und Ort: 14. bis 16. März 2019 in der Georg-August-Universität Göttingen

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zum Programm

Am 20. Mai 2019 veranstaltet die AG Gender*Zukunft einen ganztägigen Workshop (10:00 bis 18:00 Uhr) zum Thema Publizieren. Dr. Anita Runge wird den Workshop leiten und das ABC des Publizierens vermitteln.

Die Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt, bitte meldet euch unter lagen[at]nds-lagen.de an

"Universitäten und Hochschulen haben eine zentrale Bedeutung in den anstehenden Innovations- und Veränderungsprozessen. Sie treiben mit hoher Dynamik die wissenschaftliche und technische Entwicklung im Bereich der Digitalisierung voran. Zahlreiche Beispiele diskriminierender Effekte durch digitalisierte Entscheidungsprozesse weisen allerdings darauf hin, dass Vorurteile und stereotype Sichtweisen aus der analogen Welt ihren Weg in die Entwicklung algorithmischer Systeme und digitaler Anwendungen finden.

Gesellschaftliche und gesetzliche Vorgaben zur Chancengleichheit und zur Gleichberechtigung oder zur Berücksichtigung von ethischen Grundsätzen und Vielfalt werden bisher in den Formulierungen von Grundlagen, Masterplänen oder Leitlinien zur Digitalisierung kaum genannt. So gilt es zukünftig Gender- und Diversity-Aspekte explizit in die Kompetenzvermittlung und den Kompetenzerwerb in Studium und Lehre zu integrieren, um chancengerechte Digitalisierungsprozesse zu ermöglichen. Welche digitalen Grundkompetenzen benötigen die Studierenden der MINT-Studiengänge? Wie kann Studien- und Berufsorientierung auf die (neu) benötigten Kompetenzen vorbereiten? Werden die Digitalisierungsprozesse in Lehre, Forschung und Entwicklung Chancen dazu bieten, die Attraktivität der MINT-Studiengänge für Frauen zu erhöhen und mehr Vielfalt in naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu bringen?

Call for Projects

Im Rahmen der Fachtagung "Integration digitaler Kompetenzen unter Gender- und Diversity-Aspekten" sollen Konzepte und Projekte in den Feldern 1. Chancengleichheit im Zugang zu digitalen Technologien und zur Entwicklung digitaler Kompetenz 2. Vermittlung digitaler Kompetenz in der Studieneingangsphase unter Gender- und Diversity-Aspekten 3. Implementation von Gender- und Diversity-Aspekten in digitale Praxisprojekte in Lehre und Forschung in Form von Projekt-Steckbriefen und/oder Kurzvorträgen vorgestellt werden.

Datum und Ort: 18. März 2019, Leibniz Universität Hannover

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zum Programm

Die Tagung "Erschließen, Forschen, Vermitteln: Musikkulturelles Handeln von Frauen zwischen 1800 und 2000" wird vom Forschungszentrum Musik und Gender der HMTMH veranstaltet. 

Die Tagung findet im Rahmen des interdisziplinären Projektes "Erschließen, Forschen, Vermitteln. Identität und Netzwerke / Mobilität und Kulturtransfer im musikbezogenen Handeln von Frauen zwischen 1800 und 2000" statt und widmet sich dem musikkulturellen Handeln im 19. und 20. Jahrhundert. Spezifikum des Projektes wie auch der Tagung ist die Verbindung von Philologie und bibliothekarischer Erschließung mit kulturwissenschaftlichen Diskursen und Fragestellungen der musikbezogenen Genderforschung.

Datum und Ort: 4. bis 6. April 2019 an der HMTMH 

weitere Informationen

Der Interdisziplinäre Niedersächsische Doktorand_innentag Gender Studies der LAGEN findet am 14. November 2018 zum neunten Mal statt. Ziel des Doktorand_innentags Gender Studies ist es, allen ausgewählten Teilnehmer_innen - Anfänger_innen wie Fortgeschrittenen - eine Diskussion ihrer noch im Bearbeitungsprozess befindlichen Promotionsprojekte in einer wertschätzendenArbeitsatmosphäre zu ermöglichen und dabei von der in der LAGEN vorhandenenExpertise ausgewiesener Geschlechter-/ Gender-Forscher_innen zu profitieren.

Save the Date: 14. November 2019 an der Hochschule Emden-Leer

Die Jahrestagung 2019 findet am 15. November 2019 an der Hochschule Emden-Leer statt. Thematisch werden wir uns dem Thema Digitalisierung widmen. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Save the Date: 15. November 2019 an der Hochschule Emden-Leer.

Die Zeitschrift "Der pädagogische Blick" ruft für das aktuelle Themenheft zur Einreichung von theoretischen und empirischen Beiträgen auf, die sich Fragen, dem Umgang mit und Debatten zur Genderthematik im Feld von Hochschule/Hochschuldidaktik und von Erwachsenenbildung widmen. 

zum Call

"The journal Gender a výzkum / Gender and Research announces a call for abstracts for a special issue on Economy 4.0 - The digitalization of labor from a gender perspective, edited by Annette von Aleman, Julia Gruhlich, Ilona Horwath, and Lena Weber.

Technological innovations have always been discussed as a catalyst for social innovation. The discussion about the "4th Industrial Revolution" (also known as "economy 4.0" or "digitalization of work") is not an exception here. Many assume that the smart technologies, automation, robotics, cyber-physical systems, cloud- and crowd work are fundamentally transforming the organization of professions, work, working conditions, and the structure of the labor market. Additionally, the increasing use of cell phones, computers, and data clouds contributes to the blurring of traditional boundaries between private and professional life. So far, however, we know little about the social changes triggered by the new technological developments - this applies in particular to its impact on gender relations, which are connected to the division of public and private spheres. Current discussions on the digital transformation of work take place at the interface between the social sciences, economics and engineering, and they usually focus on male-dominated industrial sectors as well as supposedly disembodied and allegedly gender-neutral occupations. Feminist research has shown, however, that such approaches tend to disguise inequalities related to gender, race, and class, as well as the mechanisms which support them.(...)"

zum Call for Papers

"Inklusion und Intersektionalität gewinnen als Konzepte in der Bildungs- und Geschlechterforschung seit Jahren an Bedeutung. Sie sind in ihren wechselseitigen Bezugnahmen bisher jedoch noch unzulänglich erforscht und theoretisch durchdrungen. Das geplante Heft zielt darauf ab, Impulse für die Bearbeitung dieses Desiderats zu liefern und diesbezügliche sozial-, bildungs- und kulturwissenschaftliche Diskurse zu eröffnen."

weitere Informationen

"Migration gehört zu einem der aktuell wichtigsten Themen in der Geschlechter- und Intersektionalitätsforschung. In den letzten zwanzig Jahren hat sich eine Vielzahl an kritischen und empirischen Untersuchungen mit den sozialen und symbolischen Bedingungen von Subjektivierung, Identitätsbildung und Othering von Migrant*innen beschäftigt. Es wurden migrations- und geschlechtsbedingte Ungleichheitsstrukturen im Bereich von Bildung und Arbeit, insbesondere der Care-Arbeit, beleuchtet und vielfältige durch Migration verstärkte Transformationen von Familie und Sexualität nachgezeichnet. Seit sich in den letzten Jahrzehnten die Politik westlicher Staaten zunehmend repressiver gegen Menschen auf der Flucht und gegen Armutsmigrant*innen richtet, bekommt auch die kritische Analyse geschlechtsspezifischer staatlicher und ökonomischer Regulierungen und Regimes im Schnittfeld von Rassismus, (Hetero-)Sexismus, Kapitalismus und Nationalismus eine immer grössere Dringlichkeit. Dabei ist die geschlechtsspezifische Gewalt, die Menschen auf der Flucht, an den Grenzen Europas und in Transit- und Exilländern erleiden, ein besonders aktuelles Thema für die kritische Geschlechterforschung. (...)"

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"Seit über zwei Jahrzehnten findet in unterschiedlichen wissenschaftlichen Feldern (z.B. Erziehungs-, Geistes-, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften) eine Auseinandersetzung um den konzeptionellen Gehalt des Diversitäts- bzw. Diversity-Begriffs sowie damit im Zusammenhang stehenden Praktiken (z.B. Diversity Management) statt. Dabei ist zum einen die Rekonstruktion dessen von Bedeutung, unter welchen Bedingungen identitätsbezogene Unterscheidungen relevant und inwiefern dadurch Ungleichheiten (re-)produziert oder abgeschwächt werden können. Zum anderen spielt auch die Perspektive der Dekonstruktion eine zentrale Rolle. Hierbei versuchen Diversitätsforschende, (binäre) Vorstellungen von unveränderlichen "Differenzmerkmalen" und Gruppenidentitäten kritisch zu hinterfragen und theoretisch wie empirisch das Augenmerk auf Prozesse des (Un-)Doing Diversity, also auf sich in Bewegung befindliche Identitätskonstruktionen, zu legen. (...)"

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