Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

was sollen wir sagen, außer: Es war ein voller Erfolg! Und das freut uns natürlich. Wovon sprechen wir? Von den diesjährigen LAGEN-Veranstaltungen in Göttingen. Der 14. Niedersächsische Doktorand_innentag war sehr gut besucht, die Stimmung war super und der Austausch über die Forschungsarbeiten anregend. Am nächsten Tag ging es auf der LAGEN-Jahrestagung am 10. Oktober 2025 in Göttingen inspirierend weiter. Da Sie die Möglichkeit haben, in diesem Rundbrief über beide Veranstaltungen ausgiebig nachzulesen, wollen wir in der Einleitung noch nicht zu viel verraten. Vielleicht nur so viel: Andrea D. Bührmann und Corinna Onnen wurden von den Mitgliedseinrichtungen im Rahmen der Jahrestagung für weitere zwei Jahre als LAGEN-Sprecherinnen einstimmig gewählt. Doch auch dazu können Sie, neben all den zahlreichen Veranstaltungstipps, aktuellen Veröffentlichungen, Calls und Stellenausschreibungen, in diesem Rundbrief mehr erfahren.

Last but not least geht unser herzlicher Dank an das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) für die finanzielle Weiterförderung der LAGEN sowie in Persona an Anna Teschner, Leiterin vom Referat 14: Lebens-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Wissenschaftliche Bibliotheken, die die Jahrestagung mit ihrem wertschätzenden und inspirierenden Grußwort eröffnete. Ebenfalls bedanken wir uns bei dem Vizepräsidenten für Forschung und Nachhaltigkeit der Universität Göttingen, Prof. Dr. Bernhard Brümmer, für seine innovativen Grußworte.
Final geht unser Dank für die beiden gelungenen Tage an alle Teilnehmenden und Mitwirkenden sowie an das Team vom Studiengang Geschlechterforschung der Universität Göttingen für die gute Zusammenarbeit bei der diesjährigen gemeinsamen Umsetzung.

Herzliche Grüße aus der LAGEN

Andrea D. Bührmann (Sprecherin der LAGEN) und Corinna Onnen (stellv. Sprecherin der LAGEN)

für die Koordinations- und Geschäftsstelle der LAGEN

Doris Cornils (Koordinatorin) und Rubina Hiller (studentische Hilfskraft)

Im Rahmen der LAGEN-Jahrestagung fand am 10.10.2025 die Sprecher_innenwahl der LAGEN statt. Die Vertreter_innen der Mitgliedseinrichtungen, die sich in der Gemeinsamen Kommission (GK) zusammenfinden, kamen bei der Wahl zu einem klaren Ergebnis: Sie sprachigen sich einstimmig für die Wiederwahl von Prof. Dr. Andrea D. Bührmann als erste und Prof. Dr. Corinna Onnen als zweite Sprecherin der LAGEN aus. Beide nahmen die Wahl und das Amt für zwei weitere Jahre an. Damit bleibt auch der Standort der LAGEN bis Oktober 2027 in Göttingen. Prof. Dr. Andrea D. Bührmann und Prof. Dr. Corinna Onnen freuen sich über das ausgesprochene Vertrauen sowie auf die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Vertreter_innen der LAGEN-Mitgliedseinrichtungen.

Am 10.10.2025 kamen zahlreiche Vertreter_innen aus der niedersächsischen Frauen- und Geschlechterforschung, aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) sowie dem Präsidium und dem sozialwissenschaftlichen Dekanat der Universität Göttingen zur diesjährigen LAGEN-Jahrestagung in Göttingen zusammen. Ausgerichtet wurde die Tagung gemeinsam mit dem Fachbereich Geschlechterforschung der Universität Göttingen. Eröffnet wurde die Jahrestagung mit der Begrüßung durch Prof. Dr. Corinna Onnen, Sprecherin der LAGEN, Universität Vechta und dem Team Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen, sowie mit Grußworten von Anna Teschner, Leiterin Referat Lebens-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und Wissenschaftliche Bibliotheken, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Vizepräsident für Forschung und Nachhaltigkeit, Universität Göttingen, sowie Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Dekanin der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Universität Göttingen.

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Deutschlandweit einmaliges Angebot für Promovierende war (erneut) ein voller Erfolg! Viele wissen es vielleicht noch nicht: Der Doktorand_innentag, der seit den Anfängen zum Konzept der LAGEN dazugehört, ist deutschlandweit in dieser Form einmalig. Entsprechend gibt es jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Promovierende, die an diesem eintägigen Event teilnehmen. In diesem Jahr wurde der Doktorand_innentag in Kooperation mit dem Team des Studiengangs Geschlechterforschung (GeFo) der Georg-August-Universität ausgerichtet. Das von ihnen entwickelte wissenschaftliche Programm bestand aus einem interessanten Mix aus fachlichen Inputs sowie Raum für Networking und fachlichen Austausch.

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Das Dorothea Schlözer-Mentoring und -Karriere-Coaching der Universität Göttingen richtet sich an weibliche Nachwuchswissenschaftler_innen in der Promotions- und frühen Postdoc-Phase mit dem Ziel, sie bei ihrer Karriereplanung zu unterstützen. Das einjährige, englischsprachige Programm umfasst vier Säulen: persönliches One-to-one-Mentoring durch erfahrene Professor_innen des Göttingen Campus, monatliches Peer Coaching in Kleingruppen, zielgruppenspezifische Trainings zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen und Networking-Veranstaltungen mit Expert_innen und Role Models. Das Programm stärkt Selbstvertrauen, Beratungskompetenz und Berufsperspektiven inner- oder außerhalb der Wissenschaft. Es befindet sich derzeit in der 14. Runde und wird als wertvolle Begleitung für Karriereentscheidungen geschätzt. Weitere Informationen und Erfahrungsberichte der Mentor_innen sind auf der Webseite der Universität verfügbar. Bewerbungen sind bis 15. November möglich.

In ihrer Publikation "Die soziale Ungleichheit der Geschlechter" legt Lisa Yashodhara Haller den Finger in eine offene Wunde unserer Zeit: Unsere Wirtschaftsordnung gründet auf unbezahlter Sorgearbeit, auf der Ausbeutung weiblicher Körper und auf der rücksichtslosen Verschwendung endlicher Ressourcen - und genau hier liegt der Schlüssel zum Verständnis fortbestehender Geschlechterungleichheit. Während Klimakrise, Kriege und soziale Spaltung den Kapitalismus ins Wanken bringen, bleibt der blinde Fleck bestehen: der enge Zusammenhang zwischen ökonomischer Verwertungslogik und Geschlechterordnung. Haller zeigt mit analytischer Schärfe, dass Frauen trotz Emanzipation, Erwerbstätigkeit und Gleichstellungsbemühungen noch immer das tragende Fundament dieses Systems bilden - ein strukturelles Resultat, das sie mit Bezug auf Marx' Formanalyse präzise herausarbeitet. Damit fordert sie die Geschlechterforschung heraus, die ökonomischen Grundlagen von Ungleichheit radikal neu zu denken. Zugleich schärft Haller den materialistischen Feminismus zu einer Theorie der Gegenwartskrise: Sie zeigt, wie Inflation, soziale Verarmung und die daraus erwachsenden Existenzängste Ausdruck einer kapitalistischen Logik sind, die Verantwortung privatisiert und Abhängigkeit tabuisiert. Im Geiste der Kritischen Theorie analysiert sie Geschlechterdifferenzierungen als Form sozialer Vergesellschaftung, in der ökonomische Zwänge und psychische Belastungen ineinandergreifen. Sorge verselbstständigt sich darin als geschlechtliche Dienstleistung - im Widerspruch zur Wertform und doch ihr notwendiges Substrat. Haller verbindet so erstmals die sozialkonstruktivistische Herstellung von Geschlechterdifferenz mit den makroökonomischen Strukturen kapitalistischer Wohlfahrtsstaaten. Ihr Plädoyer ist unmissverständlich: Wer mit Marx erkennt, dass unbezahlte Sorgearbeit und die Expansion des Dienstleistungssektors zwei Seiten derselben Verwertungslogik sind, versteht - was gesellschaftlich hervorgebracht wurde, lässt sich auch gesellschaftlich überwinden.

Haller, Lisa Yashodhara (2024): Die soziale Ungleichheit der Geschlechter: Zum Nutzen der Marx'schen Methode für die aktuelle Geschlechterforschung. In: Engelmann, Christina; Haller, Lisa Yashodhara (Hg.): Materialistischer Feminismus - Gegenwartsanalysen zu Geschlecht im Kapitalismus. Frankfurt am Main/New Link

Über die Gastautorin: Lisa Yashodhara Haller ist Professorin für Sozialpolitik, Ökonomie sozialer Einrichtungen und sozialer Dienste an der Hochschule Neubrandenburg, University of Applied Sciences. Hier geht es zu ihrem Profil. Im Expert_innen Portal der Lagen ist Lisa Yashodhara Haller ebenfalls aufgeführt.

Weitere Publikationen:

Haller, Lisa Yashodhara (2023): Broschüre: Feminismus - Frage und Antworten. Berliner Landeszentrale für politische Bildung Link

Haller, Lisa Yashodhara (2023): Kapital - Staat - Geschlecht. Eine theoretische Analyse der Vermittlungszusammenhänge. In: Friederike Beier, Lisa Yashodhara Haller, Lea Haneberg (Hrsg.): materializing feminism. Positionierung zu Ökonomie, Staat und Identität. 3. aktualisierte Auflage, Münster: Unrast Verlag, 61-84. Link

Das Buch, herausgegeben 2025 von Petra Sturm und Georg Spitaler, bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die historischen Debatten und aktuellen Kontroversen rund um Sport und Geschlecht. Es zeigt, welche Rolle der Sport seit der Wende zum 20. Jahrhundert in feministischen Kämpfen gespielt hat - von den Radfahrerinnen der Jahrhundertwende über die "Sports Girls" der 1920er Jahre bis hin zu heutigen Diskussionen um Transsportler*innen und patriarchale Verbandsstrukturen. Der Band enthält wesentliche Originaltexte von unter anderem Judith Butler und M. Ann Hall sowie aktuelle Beiträge aus Gender Studies, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Sportwissenschaft. Hier geht es zur Verlagsseite. In diesem Sammelband sind auch die Göttinger Autorinnen Friederike Faust und Corinna Schmechel vertreten.

Eine Buchvorstellung findet am Mittwoch, den 5. November 2025, um 18 Uhr auf dem Campus Göttingen statt. Die Herausgebenden und Mitautor_innen werden das Werk präsentieren. Weitere Informationen finden sich hier.

Herausgegeben von Simon Merz und Folke Brodersen, vereint dieses umfassende Handbuch das Wissen, die Erfahrungen und Visionen von fast sechzig Expert_innen aus Forschung, Praxis und Aktivismus sowie queeren Jugendlichen selbst. Es zeigt praxisnah und fundiert, wie vielfältig und professionell queere Jugendarbeit heute gelebt wird und warum sie unverzichtbar ist.

Das Buch behandelt Themen wie Empowerment, antirassistische Ansätze, neurodivergenzsensible Praktiken, sexuelle Bildung, Transitionsprozesse sowie Schutzkonzepte und Teamzusammen-setzungen. Es richtet sich an Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Träger_innen queerer Jugendhilfe, Bezugspersonen und Allies und bietet konkrete Impulse für die Stärkung queerer Jugendlicher.

Das Handbuch erscheint im November 2025 beim Verlag etece buch. Es kann zum vergünstigten Einführungspreis vorbestellt oder als kostenfreies Exemplar für Träger_innen queerer Jugendarbeit angefragt werden.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten hier.

Der Sammelband "Blurring Boundaries - 'Anti-Gender' Ideology Meets Feminist and LGBTIQ+ Discourses" (2024) herausgegeben von Dorothee Beck, Adriano José Habed und Annette Henninger, erscheint im Verlag Barbara Budrich. Er verbindet Analysen antifeministischer, 'Anti-Gender'-Bewegungen mit feministischen und LGBTIQ*-Diskursen und untersucht unter anderem die Brückenfunktion antifeministischer Sprachkritik zwischen Rechtsextremismus und bürgerschaftlichem Mainstream. Hier der Link zur Publikation.

Die Ausgabe 28, Nummer 2/3 (2025) des „Tijdschrift voor Genderstudies“ widmet sich aktuellen Debatten rund um Singledom und gesellschaftliche Identitäten aus einer vielfältigen, intersektionalen Perspektive. Verschiedene Beiträge analysieren, wie Alleinstehende – insbesondere Women of Colour – Selbstbestimmung jenseits traditioneller Beziehungsmuster schaffen, und beleuchten die unterschiedlichen Erfahrungen mit Singledasein in Bezug auf Geschlecht, Rasse, Migration und Körpernormen.

Themen reichen von feministischer Praxis über die Darstellung Alleinstehender in populären Medien bis zu Herausforderungen wie Körperstigmatisierung und intersektionalem Genderdiskurs. Das Heft lädt dazu ein, Singledasein nicht nur als Beziehungsstatus, sondern als eigenständige soziale Identität zu verstehen, deren Vielfalt gesellschaftliche Normen hinterfragt und erweitert.

Das Heft ist eine wertvolle Ressource für Forschende und Interessierte, die Geschlechter- und Sozialkonstruktionen kritisch reflektieren wollen. Hier geht es zur Verlagsseite.

Die Publikation „Macht und Geschlecht. Retraditionalisierung der Geschlechterordnung in Umbruchsituationen“ (2025) von Dorothee Beck, Carmen Birkle, Isabel Heinemann und Jutta Hergenhan ist Teil des Bandes „Rückkehr des Politischen: Inszenierung und Herausforderung von Macht in der Geschichte“ (Hg. Akdoganbulut et al.) im Schweizerischen Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Bd. 39, S. 111-140. Der Beitrag thematisiert, wie Geschlechterordnungen in gesellschaftlichen Umbrüchen retraditionalisiert werden und welche Machtmechanismen dabei wirken.

Die Studie „Wie geschlechtsbasierte Gewalt und andere Hassattacken gegen Politiker_innen zusammenhängen“ ist Teil des empfehlenswerten Sammelbands „Wissen schafft Demokratie. Schwerpunkt Antifeminismus & Hasskriminalität“, herausgegeben vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (2023), S. 194-207. Sie analysiert den Zusammenhang von geschlechtsbezogener Gewalt und Hasskriminalität im politischen Kontext. Im Sammelband tauchen auch Themen von Feminismus als Feindbild, Hass im Netz, Intersektionalität und Gatekeeping in feministischen Gruppen auf. Hier der Link zum PDF.

Herausgegeben von Elisa Linseisen, Silke Segler‑Meßner und Lars Sörries‑Vorberger im Budrich Verlag, derzeit  im Erscheinen. Das interdisziplinäre Werk untersucht, wie sich Wissen und Geschlecht wechselseitig konstituieren und über Machtachsen wie Sexualität, Herkunft, Klasse, Alter und Behinderung strukturieren. Die Beiträge beleuchten, wie Wissen in Sprache, Kunst, Medien, Politik oder Gesundheitswesen produziert wird - stets eingebettet in soziale Hierarchien und epistemische Ungleichheiten. Der Band bietet damit einen umfassenden Überblick über aktuelle intersektionale Forschungsansätze in Gender‑, Literatur‑ und Medienwissenschaften.​ Weitere Informationen auf der Verlagsseite.

Das Themenheft, veröffentlicht 2025 im Budrich Verlag, versammelt Beiträge, die feministische und intersektionale Perspektiven auf natur‑ und technikwissenschaftliche Disziplinen eröffnen. Im Fokus stehen Fragen nach der Geschlechterdimension wissenschaftlicher Praxis, nach der epistemischen Einbindung von Körpern, Technik und Materialität sowie nach der Bedeutung feministischer Methodologien für wissenschaftlichen Fortschritt. Das Heft lädt dazu ein, Wissenschaftskulturen kritisch zu reflektieren und Räume für inklusive Wissensproduktion sichtbar zu machen. Weitere Informationen hier.

„LGBTQ+-Familien – also lesbian, gay, bisexual, trans* und queere Familien – sind heute sichtbarer denn je. Zugleich rücken sie gegenwärtig besonders in den Fokus politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Deutungskämpfe. Sie stellen klassische Vorstellungen von Elternschaft und Familie in Frage. Auch im Recht gibt es zunehmend Gleichstellung, wie die »Ehe für alle«. Doch diese Entwicklungen sind ambivalent: Viele (rechtliche) Hürden bleiben bestehen, neue Ausschlüsse entstehen und wir erleben wieder Rückschritte. In ihrem Buch geben die Autorinnen Einblicke in den Alltag von LGBTQ+-Familien, die auf qualitativen Familieninterviews basieren. In dieser hochaktuellen empirischen Studie kommen die Familien selbst zu Wort. Wie verwirklichen sie ihren Kinderwunsch? Mit welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Barrieren sind sie dabei konfrontiert und wie gehen sie damit um? Wie gestalten sie ihr Familienleben? Die Autorinnen zeigen, dass LGBTQ+-Familien auch auf altbekannte heterosexuelle Familiennormen zurückgreifen, diese aber gleichzeitig erweitern. Durch ihre alltäglichen Kämpfe um Anerkennung prägen und verändern sie, was Familie und Elternschaft heute bedeuten – und in Zukunft bedeuten können." Hier geht es zur Verlagsseite.

Die neue bpb-Handreichung stellt zehn erprobte Aktivitäten für Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung vor. Sie richtet sich an pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen, die queerfeindliche Diskriminierung thematisieren, intersektional aufarbeiten und empowernd begleiten wollen. Neben den Methoden bietet die Broschüre auch fundierte Beiträge zur Einordnung: Queerfeindlichkeit wird als strukturelles Problem verstanden – verwoben mit Rassismus, Sexismus und anderen Diskriminierungsformen. Die Handreichung wurde gemeinsam mit Praktiker*innen aus der politischen Bildung entwickelt und soll dazu beitragen, diskriminierungssensible Bildungsräume zu schaffen. Ziel ist es, gesellschaftliche Vielfalt zu fördern und LSBTIQ*-Lebensrealitäten sichtbar zu machen. Hier geht es zur PDF.

Die Publikation "Video-Analysis and Knowledge on Rewind" (2025), herausgegeben von Ajit Singh, Christian Meier zu Verl und René Tuma, verbindet interpretative Videoanalyse mit der Soziologie des Wissens und Sozialtheorie. Der Band zeigt anhand vielfältiger empirischer Studien aus Bereichen wie Pflege, Konsum, Gaming, Musik und Wissenschaft, wie Videodaten Einblicke in soziale Phänomene auf Mikro-, Meso- und Makroebene geben und zeitliche Dimensionen sozialen Handelns erfassbar machen. Die Studie hebt die Bedeutung der Videoanalyse als epistemische Infrastruktur hervor, um soziales Wissen besser zu verstehen, und ist damit besonders relevant für Forschende der soziologischen Theorie, Wissenssoziologie und visuellen Sozialforschung. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Verlags Routledge.

Die Publikation "Dis/Ability und digitale Medien" (2025), herausgegeben von Robert Stock, Christian Meier zu Verl, Melike Şahinol und weiteren, bietet eine interdisziplinäre Perspektive auf das Verhältnis von digitalen Medien und Dis/Ability. Der Sammelband versteht Dis/Ability als ein subjektives, soziales und historisches Phänomen, das in den Wechselwirkungen behinderter Körper, Sinneserfahrungen und Technologien entsteht. Die Beiträge untersuchen aktuelle und historische Fallbeispiele im Kontext technologischer Innovationen, aktivistischer Praktiken und digitaler Zugänglichkeitsfragen. Dabei werden zentrale Begriffe wie Assistenz, Teilhabe und Barrierefreiheit kritisch reflektiert. Der Band kombiniert empirische Studien mit theoretischen Ansätzen und leistet einen wichtigen Beitrag zur medienwissenschaftlichen Forschung im Bereich Disability Studies, Designforschung und Soziologie digitaler Medien. Verlegt wurde das Buch bei Springer VS, weitere Infos hier

Eine Buchvorstellung findet am Mittwoch, den 5. November 2025, um 18 Uhr auf dem Campus Göttingen statt. Die Herausgebenden und Mitautor_innen werden das Werk präsentieren. Weitere Informationen finden sich hier.

In diesem Sammelband sind auch die Göttinger Autorinnen Friederike Faust und Corinna Schmechel vertreten. Das Buch, herausgegeben 2025 von Petra Sturm und Georg Spitaler, bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die historischen Debatten und aktuellen Kontroversen rund um Sport und Geschlecht. Es zeigt, welche Rolle der Sport seit der Wende zum 20. Jahrhundert in feministischen Kämpfen gespielt hat - von den Radfahrerinnen der Jahrhundertwende über die "Sports Girls" der 1920er Jahre bis hin zu heutigen Diskussionen um Transsportler*innen und patriarchale Verbandsstrukturen. Der Band enthält wesentliche Originaltexte von unter anderem Judith Butler und M. Ann Hall sowie aktuelle Beiträge aus Gender Studies, Politikwissenschaft, Kommunikations-wissenschaft, Soziologie und Sportwissenschaft. Hier geht es zur Verlagsseite.

In Kooperation mit dem DFG-Netzwerk Modi organisationaler Diversität lädt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zu den weiteren Terminen der digitalen Lunch-Reihe „Wissenschaft und Chancengerechtigkeit: Demokratie, Bürokratie & Freiheit" ein. Der letzte Termin der Reihe findet am 05.11.2025 von 12-13 Uhr statt: Paula-Irene Villa Braslawsky, Nina Steinweg, Daniel Schumann und Julia Wandt sprechen über den Schutz von Perspektivenvielfalt in der Wissenschaft. Eine Anmeldung für diesen Termin ist hier möglich.

Die Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie (GfpS) zum Thema „Zugehörigkeit" findet am 28.-29. November 2025 in Berlin statt. Die Tagung widmet sich der Frage, wie Zugehörigkeit als individuelles Bedürfnis und zugleich gesellschaftliche Struktur wirkt. Diskutiert werden psychoanalytische Perspektiven auf Exklusion, Macht und Affekt, unter anderem in Bezug auf Staatsbürger_innenschaft, innerlinke Konflikte oder schambesetzte Zugehörigkeits-wünsche. Im Fokus stehen marginalisierte Perspektiven, etwa aus Schwarzem Feminismus, queerer Psychoanalyse und klassensensibler Forschung, um Ausschlüsse sichtbar zu machen und neue Formen von Bezogenheit zu erproben.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Selbstreflexion innerhalb der GfpS: Welche Zugehörigkeiten entstehen in wissenschaftlichen und politischen Räumen – und welche bleiben verwehrt?

Anmeldungen sind bis 10. November möglich, das Programm ist hier einsehbar.

Die Konferenz „(Un-)Sicherheit und Geschlecht. Polizistinnen und Terroristinnen im langen 20. Jahrhundert“ findet am 6. und 7. November 2025 an der Philipps-Universität Marburg statt. Im Fokus steht (Un-)Sicherheit als vergeschlechtlichtes Phänomen mit Augenmerk auf weibliche Akteur_innen in Polizei und terroristischen Gruppierungen. Thematisiert werden Normen, Praktiken und Machtprozesse, die Geschlecht in gewaltförmigen und medial vermittelten Kontexten formen. Es werden Wechselwirkungen zwischen Polizistinnen und Terroristinnen im historischen Kontext beleuchtet, insbesondere deren gesellschaftliche Wahrnehmung und Rollenbilder.

Das Programm umfasst vier Panels zu Terrorist_innen, Polizist_innen, Sicherheitsdiskursen und Frauen im Terrorismus sowie Diskussionen über mediale Stereotype und die praktische Umsetzung weiblicher Gewaltakteur_innen. Weitere Informationen, Anmeldefrist und das vollständige Programm sind hier aufrufbar.

Die öffentliche Vortragsreihe „Zwi:schen:räume - Geschlechterdiversität in Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft" wird vom Sonderforschungsbereich 1665 „Sexdiversity" der Universität zu Lübeck organisiert. Die Reihe verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Erfahrungen aus Praxis und Alltag, um aktuelle Debatten zur Geschlechtervielfalt sichtbar zu machen und mit einem interessierten Publikum zu diskutieren. Die Vortragsreihe startet am 12. November 2025 mit einer Podiums-diskussion zu „Varianten der Geschlechtsentwicklung", gefolgt von einem Panel am 3. Dezember zu „Geschlechtervielfalt in Wissenschaft und Sport". Am 14. Januar 2026 findet ein Vortrag zur „geschlechtersensiblen Medizin" statt, der Perspektiven zu Inklusion und Differenz in Forschung und Praxis beleuchtet. Abgeschlossen wird die Reihe am 4. Februar 2026 mit einer Veranstaltung über Alltagshürden und Alltagskämpfe von nichtbinären, inter* und trans* Menschen. Alle Veranstaltungen finden von 18 bis 20 Uhr in Lübeck statt. Der Veranstaltungsraum ist nicht barrierefrei; der Zugang erfolgt über Treppen. Die Reihe wird von Juliane Scholz und Christoph Rehmann-Sutter organisiert, im Rahmen des SFB 1665 Sexdiversity. Weitere Informationen und das vollständige Programm finden sich hier.

Das 6. Webinar setzt die Diskussion aus dem 4. Webinar vom November 2024 zum Thema „Caring Cities - Caring Communities aus räumlicher Sicht" fort. Es findet am 24. November 2025 von 17:00 bis 19:15 Uhr statt. Im Fokus stehen diesmal die räumliche Perspektive sowie die planerische Umsetzung des Caring-Konzepts, das Städte als Systeme der gegenseitigen Fürsorge betrachtet und Care-Arbeit in der Stadtgestaltung sichtbar macht. Nach einer Einführung durch Barbara Zibell folgen drei Vorträge zu Fallbeispielen aus Wien Aspern, Leverkusen und Hildesheim. Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 20. November 2025 an info@gender-archland.de erforderlich. Der Zugangslink wird rechtzeitig vor der Veranstaltung versendet. Das Webinar lädt dazu ein, das Konzept der Caring City weiterzudenken und dessen Umsetzung in Stadtquartieren und Stadtentwicklungspraxis zu diskutieren. Bei Interesse und für weiterführende Informationen wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten.

Die Veranstaltung Bildungsgeschichten geschlechtlicher und sexueller Vielfalt als Konfliktgeschichten: LSBTIQ*-Bildungsarbeit und -politiken in der Bundesrepublik Deutschland 1971-2016" findet am 28. Oktober 2025 von 16 bis 18 Uhr in der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in Berlin statt. Vortragende ist Merlin Sophie Engel (FU Berlin). Thematisiert wird die bildungspolitische Mobilisierung von Menschenrechten durch LSBTIQ*-Kollektive seit den 1970er Jahren und die Aushandlungen mit staatlichen Bildungsinstitutionen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Vortrag wird aufgezeichnet und später online verfügbar sein. Alle weiteren Informationen finden sich hier.

Die Tagung „'Frauenpolitik' im geteilten Deutschland 1975 - Das Internationale Jahr der Frau und seine Folgen" findet am 13. November 2025 im Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) in Kassel statt. In Kooperation mit der Universität Bayreuth und dem LWL-Institut für Regionalgeschichte werden aktuelle Forschungsarbeiten vorgestellt, die staatliche und zivilgesellschaftliche Machtdynamiken in West- und Ostdeutschland beleuchten. Teilnahme kostenfrei; Anmeldung bis 7. November 2025 erforderlich. Mehr Informationen finden sich hier.

Das efas-Ökonom_innen-Netzwerk lädt zur diesjährigen Veranstaltung am 4. Dezember 2025 von 16:30 bis 21:00 Uhr im Harriet Taylor Mill-Institut der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ein. Nach einem Begrüßungsimpuls von Prof. Aysel Yollu-Tok, Direktorin des HTMI, wird in einer Podiumsdiskussion über die Gestaltung einer geschlechtergerechten Wirtschafts- und Sozialpolitik im Kontext der aktuellen Zeitenwende diskutiert. Ein weiterer Höhepunkt ist die feierliche Verleihung des efas-Preises, bei der die Preisträgerin sowie die Nominierten ihre herausragenden Arbeiten vorstellen. Das HTMI ist seit dem 1. Oktober 2025 neuer Standort des efas-Netzwerks. Ein detailliertes Programm wird Anfang November auf der Webseite des efas-Netzwerk veröffentlicht.
Zusätzlich wird auf den von efas Mitgliedern organisierten Workshop „Zeitnutzung – Geschlecht – unbezahlte Arbeit: Perspektiven auf Lebensstandard“ am 9. und 10. Dezember 2025 an der Universität Duisburg-Essen hingewiesen. Weitere Informationen und Anmeldung sind auf dieser Webseite verfügbar.

Die Online-Vortragsreihe „Grenzregime in Bewegung – Zur Neuordnung von Europa, Migration und Arbeit zehn Jahre nach dem Sommer der Migration“ wird von März bis November 2025 vom Centre for Global Migration Studies (CeMig) der Georg-August-Universität Göttingen und dem Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) veranstaltet. Die Vorträge finden jeweils donnerstags von 17:15 bis 18:45 Uhr online via Zoom statt. Die Reihe thematisiert die Dynamiken europäischer Grenzregime und Migrationsverhältnisse im Kontext geopolitischer Verschiebungen, ökonomischer Zentrum-Peripherie-Beziehungen und rassifizierter Ausschlüsse. Ziel ist es, die politischen und wirtschaftlichen Neudefinitionen von Migration, Grenzen und Arbeit in Europa, insbesondere nach dem „Sommer der Migration“ 2015 und im Zuge des Ukraine-Kriegs, zu analysieren und kritisch zu reflektieren.
Schwerpunkte sind u.a. die Spannungsfelder zwischen der freien Beweglichkeit von Waren und Arbeitskräften gegenüber Grenzschließungen, die Re-Zentrierung rassistischer Praktiken und die neoliberale Ausdifferenzierung von Arbeitsmärkten. Im Rahmen der Reihe finden auch Sonderveranstaltungen wie Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen statt, etwa zur Beziehung von Asyl, Arbeit und sozialen Kämpfen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung über das Online-Formular auf der Website der Universität Göttingen ist erforderlich.

Der Online-Workshop am 29. Oktober richtet sich an Forschende und Forschungsinteressierte aller Fachbereiche, die KI-gestützte Tools für das Schreiben eigener Forschungs- und Förderanträge optimal nutzen und direkt ausprobieren möchten. Künstliche Intelligenz wird bereits vielfach für das Schreiben von Förderanträgen genutzt, da KI-basierte Tools den Schreibprozess von „Pflichttexten" vereinfachen und beschleunigen kann. Neueste Versionen wie ChatGPT 5 bieten weitere Optionen, die sowohl das Verfassen von Statements zu Genderaspekten im Forschungsprojekt als auch von organisatorischen Punkten wie Arbeits- oder Zeitplänen weiter erleichtern. Im Rahmen des Workshops wird mit ChatGPT/Open AI und vergleichbaren Tools wie Mistral Le Chat gearbeitet. Teilnehmende können die unterschiedlichen Strategien direkt ausprobieren. Alle weiteren Informationen finden sich hier.

Die Gender-Werkstatt der Universität Hildesheim bietet im Wintersemester 2025/26 verschiedene Formate für Forschende ab Promotionsinteresse bis zur Professur an. Teilnehmende anderer Hochschulen sind herzlich willkommen.

  • Vielfältig forschen – Praxistipps für die Integration von Geschlechter- und Diversitätsdimensionen in Forschungsprojekte
    Workshop (Präsenz) | Mittwoch, 05.11.2025 | 14–16 Uhr | HC.G.0.07
    Leitung: Simone Tichter, M.A.
    In Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“

  • Vielfalt Forschung Feiern – Interdisziplinäres Winterfest der Gender-Werkstatt
    World Café | Mittwoch, 26.11.2025 | ab 16 Uhr | HC.N.1.57 (Atrium Forum)
    Leitung: Diana Höhne, M.A., und Simone Tichter, M.A.

  • Methode Macht Geschlecht – Qualitative Interviews unter der Lupe
    Data Session (Präsenz) | Mittwoch, 03.12.2025 | 16–18 Uhr | HC.G.2.07
    Leitung: Simone Tichter, M.A.

Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt hier.
Detaillierte Beschreibungen und alle weiteren Informationen finden sich hier.

Der Workshop „Demokratie braucht Feminismus! – Antifeminismus entgegentreten“ findet am 14. und 15. November 2025 in Hannover statt und wird von der Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen organisiert. Ziel der Veranstaltung ist es, antifeministischen Narrativen entgegenzuwirken, Handlungsstrategien zu vermitteln und die Argumentationsfähigkeit der Teilnehmenden zu stärken. Durch praktische Übungen werden Haltung und Positionierung gegen Antifeminismus geschärft, zugleich dient der Workshop der Vernetzung und Solidaritätsbildung unter feministisch Engagierten. Die Teilnahme ist kostenpflichtig, die Höhe des Beitrags variiert je nach Status. Der Workshop umfasst insgesamt 14 Unterrichtsstunden und wird für das Politikmanagement-Zertifikat der GreenCampus-Weiterbildungsakademie anerkannt. Weitere Details und Anmeldemöglichkeiten sind über die Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung verfügbar.

Der 14. Landesweiter Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt findet unter dem Thema „Demokratie stärken. Feministische Perspektiven auf Geschlecht, Politik und Gesellschaft" am 20.11.2025 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Alle Informationen zum Programm finden sich hier.

Die Tagung „Demokratie braucht Feminismus - Strategien gegen Antifeminismus" findet am 8. November 2025 vormittags in Hannover statt. Das Fachforum wird in Kooperation mit dem Deutscher Gewerkschaftsbund, Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt und den ver.di Frauen in Niedersachsen und Bremen veranstaltet. Weiterführende Informationen liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Anmeldung unter diesem Link möglich.

Das Programm der Gender Studies an der Humboldt-Universität Berlin im Wintersemester 2025/26 bietet eine vielfältige Palette an Veranstaltungen, die online und vor Ort stattfinden. Dazu gehören die "Autumn School" vom 29. September bis 2. Oktober, die Methoden und Praktiken in den Gender Studies vermittelt, sowie die wöchentlichen Ringvorlesungen, die ab 16. Oktober beginnen und Themen rund um „Medea“ behandeln.
Besonders hervorzuheben ist das Symposium „Gender in MINT reflektiert lehren und forschen“ am 20. Februar 2026, organisiert vom Projekt Gendering MINT didaktisch-digital. Hier werden Strategien und Vernetzungen diskutiert, um gendergerechte Lehre in den MINT-Fächern zu stärken.

Eine weitere interessante Veranstaltung ist die Tagung „Klassismus, Religion und Geschlecht“ im November 2025. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Vorträgen, Launches und Diskussionen, die aktuelle feministischen und genderbezogenen Fragestellungen debattieren.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm ist jederzeit online auf der Webseite der Humboldt-Universität zugänglich.

The upcoming CEWS Colloquium titled The Science of (Intersectional) Science Careers: Bias in Academic Promotion Processes will be held online on October 29, 2025, from 4 to 5 pm. Dr. Christiane Spitzmüller will present quantitative social science research highlighting structural barriers in academic promotion and tenure (P&T) processes that disproportionately affect faculty from underrepresented backgrounds despite formal evaluation metrics. The study, involving ten universities, reveals biases linked to external review letter authorship, dual appointments, patent ownership, and career interruptions such as extensions. It emphasizes the undervaluation of innovation and entrepreneurship contributions and the partial acceptance of joint evaluations benefiting underrepresented minority (URM) faculty. The research further examines linguistic features in recommendation letters and their influence on P&T decisions, proposing evidence-based interventions to improve fairness and validity in evaluation policies.

This event addresses researchers, gender equality practitioners, and decision-makers in academia and research institutions for networking and knowledge exchange within the gender equality community.

All information about the CEWS Colloquium series can be found here.

Das GenderNetz der Hochschule Hannover sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Wissenschaftliche Hilfskraft (m/w/d) für das Projekt „Gender und Diversity in MINT/Ingenieurwissenschaft". Ziel des Projekts ist es, Genderaspekte in der Lehre der MINT- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge zu stärken und Handlungskompetenzen im Bereich Gender und Diversity in Lehre und Forschung zu vermitteln. In der ersten Projektphase (Wintersemester 2025/26) umfasst die Aufgabe die inhaltliche Recherche zur Integration von Genderaspekten in allen MINT-Fächern der Hochschule. In der zweiten Phase (Sommersemester 2026) erfolgt die Aufbereitung der Rechercheergebnisse zur Veröffentlichung über einen Moodle-Kurs, der von einer studentischen Hilfskraft erstellt wird. Voraussetzungen sind idealerweise Kenntnisse aus Gender Studies, Sozialwissenschaften oder Soziologie sowie dem MINT-Bereich, eine strukturierte und eigenständige Arbeitsweise und bevorzugt ein Masterabschluss, aber dieser ist nicht zwingend. Die Anstellung ist zunächst auf 12 Monate befristet mit bis zu 30 Stunden/Monat im Wintersemester und 20 Stunden/Monat im Sommersemester, die Arbeitszeit ist flexibel und die Tätigkeit erfolgt überwiegend remote, nur Erstgespräche und wichtige Meetings sind vor Ort in Hannover. Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2025.

Kontakt und Bewerbung: gender-netz@hs-hannover.de

Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen LinkedIn-Seite der Hochschule Hannover.

Gesucht wird ein_e studentische Beschäftigte_r (m/w/d) mit 60 Monatsstunden, befristet auf 2 Jahre, am Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin (Kennung: MvBZ-04-2025). Die Bewerbungsfrist endet am 17. November 2025. Aufgaben umfassen Literaturrecherche und -beschaffung, Arbeit mit Literaturverwaltungssystemen sowie Unterstützung bei der Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen. Die Tätigkeit teilt sich auf in 40 Stunden zur Unterstützung des Arbeitsbereichs „Forschung und Forschungsentwicklung“ und 20 Stunden für das Projekt „Dynamiken der Reproduktionsökonomie“ im Rahmen des SFB/TRR „Strukturwandel des Eigentums“.

Erforderlich sind ein geistes- oder kulturwissenschaftliches Studium, sehr gute Kenntnisse in Geschlechterforschung/Gender Studies, gute Englischkenntnisse, mindestens zwei abgeschlossene Hochschulsemester sowie Erfahrung mit wissenschaftlicher Literaturrecherche. Die Arbeitsweise soll zuverlässig, eigenständig und sorgfältig sein. Weitere Details zur Stelle finden sich hier.

Die Universität Hildesheim sucht zum 1. Dezember 2025 eine_n Referent_in zur Umsetzung des Konzeptes für Parität (m/w/d) im Gleichstellungsbüro. Die Stelle ist auf vier Jahre befristet und umfasst 66% der regulären Vollzeitstelle. Die Aufgabe besteht in der Unterstützung der zentralen Gleichstellungsbeauftragten sowie der dezentralen Beauftragten bei der Koordination und Verankerung paritätischer Maßnahmen. Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Mittelbewilligung aus dem Professorinnenprogramm IV des Bundes und der Länder. Die Universität legt großen Wert auf Gender- und Diversitykompetenz und fördert die berufliche Gleichstellung mit dem Ziel, das unterrepräsentierte Geschlecht zu stärken. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Bewerbungsfrist endet am 10. November 2025. Alle Informationen finden sich hier.

Das Berliner Journal für Soziologie ruft zur Einreichung von Beiträgen für ein Themenheft mit dem Titel „Soziologie im Zeitalter generativer künstlicher Intelligenz (KI): Forschung über und mit KI" auf. Gastgeber sind Christian Meier zu Verl und Sebastian Koch von der Universität Konstanz. Das Heft verbindet zwei Perspektiven: KI als Gegenstand soziologischer Analyse und KI als epistemische Infrastruktur der Soziologie. Besonders Beiträge aus der qualitativen Sozialforschung sind erwünscht, darunter ethnografische, diskurs- und policy-analytische oder interpretative Studien. Reine Tool- oder Erfahrungsberichte ohne disziplinären Erkenntnisgewinn entsprechen nicht dem Thema.

Einreichungen sollen ein Abstract (bis 500 Wörter) und eine Kurzbiografie (bis 150 Wörter) enthalten. Die Frist ist der 30.11.2025. Die Auswahl wird bis zum 15.12.2025 mit Feedback erfolgen, anschließend folgt ein double-blind Peer Review. Diese Ausschreibung richtet sich gezielt an Forscher_innen der qualitativen Sozialforschung, die eine reflexive soziologische Perspektive auf KI einbringen wollen.

Hier der Link zum CfP mit Leitfragen und Zeitplan.

Die ROCKET Outreach Conference #3 findet vom 4.-6. Mai 2026 an der Universität Göttingen statt. Unter dem Titel "Experiences with Interculturality and Diversity around Critical Virtual Exchange" schließt sie das Erasmus+-Projekt ROCKET ab, das Ansätze zu Critical Virtual Exchange, Rollenspielen zur Konflikttransformation sowie Diversity, Equity & Inclusion (DEI) in der Hochschullehre verbindet. Eingeladen sind Forschende, Lehrende und Verwaltungsmitarbeitende, die zu Themen wie Diversität, digitale Lehrformate oder Konfliktbearbeitung arbeiten. Beiträge (Abstract bis 300 Wörter, Bio bis 200 Wörter) können bis 15. November 2025 eingereicht werden. Die Teilnahme ist gebührenfrei, Vortragende erhalten 300 € Reisekostenzuschuss, und die Konferenzsprache ist Englisch. Alle weiteren Informationen hier.

The ROCKET Outreach Conference #3 will take place from May 4-6, 2026 at the University of Göttingen. Titled "Experiences with Interculturality and Diversity around Critical Virtual Exchange", it marks the final event of the Erasmus+ ROCKET project, which merges Critical Virtual Exchange, role‑playing for conflict transformation, and Diversity, Equity & Inclusion (DEI) in higher education. Researchers, educators, and administrators are invited to contribute presentations addressing these themes. Abstracts (up to 300 words) and short bios (up to 200 words) are due by November 15th, 2025. Participation is free, speakers receive a €300 travel subsidy, and the conference language is English. All further information can be found here.

Der CfP für Heft 1/2027 der Zeitschrift GENDER trägt den Titel „Komplexe Körper". Bis zum 7. Dezember 2025 können Abstracts (1-2 Seiten) eingereicht werden. Das Heft widmet sich der Untersuchung von komplexen Körperkonzepten und -bildern im Schnittfeld von Gender, Queer, Inter- und Trans* Studies, Critical Disability Studies, Cultural Studies und Life Sciences. Im Fokus stehen Medien, Texte und ästhetische Praktiken, die feste Körper- und Identitätsgrenzen in Frage stellen, komplexe Formen von Verkörperung sichtbar machen und biopolitischen Vereinfachungen entgegentreten.Vorgeschlagene Themen umfassen u. a. aktuelle Diskurse zu Geschlecht, Behinderung, Krankheit, Rassifizierung sowie neue Körperkonzepte in Literatur, Kunst und digitalen Medien. Fertige Beiträge (max. 50 000 Zeichen) sind bis 31. Mai 2026 einzureichen und durchlaufen ein mehrstufiges Peer-Review-Verfahren. Die Zeitschrift lädt Beiträge auf Deutsch oder Englisch ein. Alle Informationen finden sich hier.

The Call for Papers for issue 1/2027 of the journal GENDER is titled "Complex Bodies". Abstracts (1-2 pages) are due by December 7, 2025. The issue explores complex concepts and representations of the body across Gender, Queer, Inter- and Trans* Studies, Critical Disability Studies, Cultural Studies, and the Life Sciences. It focuses on literary, artistic, and media practices that challenge fixed notions of the body and identity, highlighting relational, intersectional, and technologically mediated embodiments that resist biopolitical simplification.Topics include current socio-political and aesthetic debates around gender, disability, illness, and racialization, as well as new interdisciplinary approaches to bodily complexity. Full papers (up to 50 000 characters) are due by May 31, 2026 and will undergo a multi-stage peer-review process. Submissions may be written in German or English. Further information can be found here

The DFG-funded research project "'Not in my Parliament'. Violence and gender in the German Bundestag from an intersectional Perspective" (NimP) invites scholars to submit proposals for a panel at the European Conference on Politics and Gender (ECPG) in Newcastle, June 15-17, 2026. The panel will focus on gender-based violence in politics and aims to foster scholarly exchange among related projects. Interested contributors should submit proposals by October 31, 2025, to nimp@staff.uni-marburg.de. The panel proposal, including about four papers, must be submitted to the conference by November 7, 2025. Panel organizers recommend assembling a coherent theme with diverse perspectives, including details on chair, discussants, and participants. Proposals should emphasize interactive discussion rather than only paper presentations, and attention to diversity and interdisciplinarity is encouraged. This panel offers a valuable platform to critically address violence and gender within parliamentary politics from an intersectional perspective at an international scholarly event. Project information can be found here.

Das internationale Kolloquium „Gender, Far Right and Femonationalism“ findet Mitte März 2026 an der Universität Lausanne statt. Es versammelt Wissenschaftler_innen unterschiedlicher Disziplinen, um die Schnittstellen zwischen Gender, Feminismus und Rechtsextremismus zu erforschen. Im Mittelpunkt steht, wie feministische und genderbezogene Themen von der extremen Rechten verwendet, umstritten oder neu definiert werden. Die Keynote hält Kathleen Blee von der University of Pittsburgh, eine führende Expertin zu geschlechtsspezifischen Dimensionen der extremen Rechten.

Vorschläge für wissenschaftliche Beiträge (maximal 500 Wörter) sollen bis zum 30. Oktober 2025 eingereicht werden. Die Benachrichtigung über die Annahme erfolgt Anfang November. Vollständige Papers (5.000–7.000 Wörter) sind bis zum 20. Februar 2026 einzureichen. Das Kolloquium umfasst drei Veranstaltungstage; genaue Daten folgen nach Annahme. Diese Konferenz setzt wichtige Impulse für die kritische Reflexion von Gender- und feministischen Diskursen im Kontext wachsender Rechtsextremismusbewegungen. Alle weiteren Informationen sind hier zu finden.

Der Arbeitskreis AIM GENDER - Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung - lädt zum internationalen Kolloquium „Interdisziplinäre Männlichkeitenforschung: Bestandsaufnahme und aktuelle Herausforderungen" vom 18. bis 20. Juni 2026 in Stuttgart ein. AIM GENDER feiert 25 Jahre kritische Männlichkeitenforschung, die Disziplinen wie Geschichte, Literatur-, Kultur-, Politik- und Sozialwissenschaften verbindet. Der Arbeitskreis fördert die Vernetzung und Sichtbarkeit der vielfältigen und gesellschaftlich relevanten Männlichkeitsforschung. Das Kolloquium bietet eine Plattform zur selbstkritischen Reflexion des Forschungsfelds, zur Diskussion aktueller Debatten und zur Erörterung zukünftiger Herausforderungen. Beiträge aus allen Fachrichtungen, die Trends, Phänomene und Zukunftsperspektiven der Männlichkeiten erforschen, sind willkommen. Abstracts (max. 1800 Zeichen, PDF) sind bis zum 9. Januar 2026 einzureichen. Die Tagungssprache ist deutsch, Beiträge und Vorträge können auch auf Englisch gehalten werden. Eine Finanzierung der Teilnahme ist nicht möglich. Weitere Informationen hier.