Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

gestikulierende Frau von hinten

unser August-Rundbrief hält wieder einige interessante Informationen, Calls und Publikations- und Veranstaltungshinweise für Sie bereit. Unter anderem berichtet die LAGEN-Mitgliedseinrichtung „GenderNetz“ der Hochschule Hannover von der erstmaligen Verleihung des Genderpreises für studentische Abschlussarbeiten. Wir weisen außerdem auf Bekanntmachungen hin, wie zum Beispiel auf die Richtlinie „Vielfalt verbindet“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie auf Calls, die für Sie ebenfalls von Interesse sein könnten.

Last but not least machen wir Sie auf News aus der LAGEN aufmerksam:

Zum einen gibt es eine neue Veröffentlichung in der L´AGENda Reihe: Doing Gender Knowledge, Band 14. Zum anderen sind die Anmeldungen für die LAGEN-Jahrestagung und den Doktorand_innentag noch bis 15.09.2025 geöffnet.

Unter dem Titel "Doing Gender Knowledge" wird untersucht, wie genderbezogenes Wissen an Hochschulen entsteht, vermittelt und verhandelt wird. Mehr dazu in der Rubrik 2 dieses Rundbriefs.

Auf dem interdisziplinären Niedersächsischen Doktorand_innentag am 09. Oktober kommen in Göttingen Promovierende mit Expert_innen aus der Frauen- und Geschlechterforschung/Gender Studies zusammen, tauschen sich über Qualifizierungsarbeiten aus und die Teilnehmer_innen können sich im Rahmen der Angebote im akademischen Schreiben und Publizieren weiterbilden. Wer noch nicht angemeldet ist: Hier geht´s zum Programm und zur Anmeldung.

Im Anschluss kommen am 10. Oktober 2025 hochkarätige Wissenschaftler_innen auf der LAGEN-Jahrestagung zusammen, um sich über „Geschlecht schafft Wissen – Wissen schafft Geschlecht: Forschungsansätze und methodische Herausforderungen der Geschlechterforschung“ interdisziplinär auszutauschen und zu diesem Thema weiterzudenken. Werfen Sie einen Blick ins inhaltlich vielfältige und innovative Programm und melden Sie sich gerne bis zum 15.09.2025 an: Hier geht’s zum Programm.

Falls Sie für unseren monatlich erscheinenden Rundbrief interessante Informationen und Hinweise aus der Frauen- und Geschlechterforschung haben, schreiben Sie uns gerne.

Wir freuen uns über Austausch mit Ihnen!

Herzliche Grüße aus der LAGEN

Andrea D. Bührmann (Sprecherin der LAGEN) und Corinna Onnen (stellv. Sprecherin der LAGEN)

für die Geschäftsstelle der LAGEN

Doris Cornils (Koordinatorin) und Rubina Hiller (studentische Hilfskraft)

Sie können sich noch bis zum 15.09.2025 für beide Veranstaltungen anmelden!

Am 10. Oktober 2025 laden die LAGEN und das Team des Studiengangs Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen zur LAGEN Jahrestagung 2025 ein. Die diesjährige Jahrestagung befasst sich mit dem Thema „Geschlecht schafft Wissen - Wissen schafft Geschlecht: Forschungsansätze und methodische Herausforderungen der Geschlechterforschung".

Hier finden Sie alle Informationen zur Anmeldung und zum Programm der Jahrestagung.

Am 09. Oktober 2025 findet der 14. Interdisziplinäre Niedersächsische Doktorand_innentag Gender Studies statt. Ziel der Veranstaltung ist die Vernetzung und der Austausch zwischen Promovend_innen sowie die Sichtbarmachung von Qualifizierungsarbeiten im Bereich der Gender Studies.

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zum Programm und zur Anmeldung vom Doktorand_innentag.

Beide Veranstaltungen finden in Göttingen statt.

Am 04.06.2025 wurde an der Hochschule Hannover erstmals der Genderpreis für studentische Abschlussarbeiten durch das GenderNetz, einer Mitgliedseinrichtung der LAGEN, verliehen. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des Tages der Lehre von Vizepräsidentin Prof. Dr. Annika Schach übergeben. Gestaltet wurde die Trophäe vom Studiengang Produktdesign.

Jepsens Bachelorarbeit trägt den Titel „Die Berichterstattung über Femizide in deutschen True Crime Podcasts – Eine qualitative Inhaltsanalyse der True Crime Podcasts Mordlust, Mord auf Ex und Verbrechen“. In der Analyse wird untersucht, ob und wie Frauentötungen als Femizide eingeordnet werden, welche narrative Darstellungsmittel genutzt werden und ob die Podcasts Qualitäts- und Aufklärungsansprüchen journalistischer Arbeit genügen.

Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro geht an die Fakultät der Preisträgerin und wird für eine Fotokampagne zur Sichtbarmachung von Frauen an der Hochschule, die sich für Gleichstellung engagieren, verwendet. Die Veröffentlichung der Kampagne ist für Ende 2025 geplant.

Alle Informationen zum Genderpreis finden sich unter anderem hier und auch auf der Webseite des GenderNetzes.

Die Meldestelle Antifeminismus hat ihren Kurzbericht für das Jahr 2024 veröffentlicht und meldet ein trauriges Rekordhoch mit insgesamt 558 antifeministischen Vorfällen in Deutschland, was einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Angriffe reichen von Beleidigungen, Bedrohungen und Hasskampagnen über Körperverletzungen und Brandstiftungen bis hin zu systematischer digitaler sexualisierter Gewalt. Im Durchschnitt wurden wöchentlich zehn Vorfälle dokumentiert, die sich zunehmend aggressiv manifestieren.

Die Angriffsformen umfassen Sachbeschädigung (77 Fälle), verbale (96) und physische Gewalt (72), systematische Bedrohungen per E-Mail, Brief oder Hassnachrichten (57) sowie geplante oder erfolgte Anschläge (10), darunter Brandstiftung und Angriffe mit Waffen. Besonders betroffen sind Frauen sowie Menschen der LSBTIQA+-Community, insbesondere trans* Personen, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen und Veranstaltungen, die sich für Frauenrechte, Gleichstellung und Vielfalt einsetzen. So gab es 59 gemeldete Angriffe auf Organisationen und 102 Vorfälle bei Veranstaltungen, darunter 92 Angriffe auf Christopher Street Days (CSD).

Fast 30 Prozent der Vorfälle entfallen auf den digitalen Raum, wo organisierte antifeministische Gruppen Gewalt propagieren und sexualisierte Gewalt in Bild- und Videomaterial verbreiten. Dies führt zu massivem Verlust an Sicherheitsempfinden, vor allem bei mehrfach marginalisierten Betroffenen.

Die Meldestelle warnt vor den gesellschaftlichen Auswirkungen dieser antifeministischen Mobilisierung und betont die Relevanz des Phänomens für rechtsextreme Bewegungen, Radikalisierung sowie steigende Zahlen von Hasskriminalität und geschlechtsspezifischer Gewalt. Der Bedarf an Beratung und Fortbildung zur Prävention und Sicherheit war im Jahr 2024 besonders hoch.

Der vollständige Kurzbericht „Antifeministische Zustände in Deutschland 2024 – Eine massive Bedrohung für Betroffene und Zivilgesellschaft“ ist unter diesem Link verfügbar.

Das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) in Hamburg steht vor der Schließung, wie in einem Artikel der taz berichtet wird. Zur Unterstützung des Erhalts des ZeDiS sowie des Instituts für Disability Studies (iDiS) in Köln wurde eine Petition gestartet, die online verfügbar ist.

Darüber hinaus verweist ein Artikel zur Lage der Zentralen Bibliothek Frauenforschung, Gender & Queer Studies, die Teil des Zentrums Gender & Diversity Hamburg ist, darauf, dass der Buchbestand in die SoWi-Bibliothek der Universität Hamburg überführt werden soll.

Die Richtlinie „Vielfalt verbindet“ fördert Projekte zur Vernetzung von Interessensvertretungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die den Bereich Chancengerechtigkeit und Vielfalt in Wissenschaft und Forschung stärken. Ziel ist es, ein diverses Wissenschaftssystem mit unterschiedlichen Perspektiven zu fördern und den Zugang sowie die Teilhabe unterrepräsentierter Gruppen zu verbessern. Die Förderrichtlinie unterstützt den Aufbau von Austauschformaten, Kooperationen und Netzwerken, um Barrieren abzubauen, innovative Ansätze zu entwickeln und die Sichtbarkeit marginalisierter Gruppen zu erhöhen. Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Stiftungen und Vereine mit Sitz in Deutschland und ausgesprochener Diversitätskompetenz; Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt. Förderfähig sind Projekte mit einer Laufzeit von maximal 18 Monaten und einer Fördersumme bis zu 50.000 Euro; Projektanträge können im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens jeweils zu bestimmten Stichtagen eingereicht werden. Die Abwicklung erfolgt über den DLR Projektträger Chancengleichheit, Geschlechterforschung, Vielfalt in Bonn. In der ersten Stufe sind dem Projektträger bis spätestens 31. Oktober 2025, 31. Juli 2026 oder 30. April 2027 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.

Weitere Informationen und den Volltext der Bekanntmachung gibt es im Bundesanzeiger sowie online.

Die neue Veröffentlichung "Materializing Fairness" beschäftigt sich mit der Unterrepräsentation von Frauen im Tech- und Designbereich und stellt erfolgreiche Projekte sowie Initiativen vor, die faire Teilhabe und Gendergerechtigkeit fördern. Neben Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis werden die Zusammenhänge zwischen sozialen, ökonomischen und ökologischen Faktoren sowie die Rolle von Design für Gerechtigkeit beleuchtet. Das Buch richtet sich an Studierende, Lehrende und Fachkräfte in den Bereichen Design und Technik und liefert praxisnahe Strategien für mehr Fairness und Diversität. Herausgegeben wird der englischsprachige Band von Prof. Dr. Julia-Constance Dissel und Dr. Melanie Levick-Parkin, erschienen im Verlag Barbara Budrich im Jahr 2025. Hier geht es zur Veröffentlichung.

Neue Veröffentlichung aus der LAGEN-Reihe L´AGENda: Unter dem Titel "Doing Gender Knowledge" wird untersucht, wie genderbezogenes Wissen an Hochschulen entsteht, vermittelt und verhandelt wird. Beiträge von Nachwuchswissenschaftler_innen und Studierenden geben Einblicke in die Bedeutung von Genderwissen in verschiedenen Disziplinen, in Lehrveranstaltungen sowie in hochschulpolitischen und -kulturellen Kontexten. Im Fokus steht dabei die Hochschule als Ort der Wissensproduktion, Auseinandersetzung und des Transfers zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Herausgeber_innen von "Doing Gender Knowledge" sind Thomas Kronschläger, Ninja Christine Rickwärtz, Anna Theresa Roth und Pia Schlechter. Das Buch erscheint im Verlag Barbara Budrich; die Veröffentlichung ist aktuell unter anderem hier verfügbar.

The Afghanistan Women's Studies Academy (AWSA) announces the launch of its Persian-language website on August 15, 2025. AWSA's mission is to amplify the voices, histories, and local knowledge of Afghan women through gender studies, grounded in liberatory theories, decolonial approaches, and transnational feminism. Its work is organized around four key programs: educational courses covering feminist theories and local gender analysis; intensive online workshops offering academic and practical research and activism tools; participatory study circles connecting local experiences with global feminist thought; and oral history projects preserving intergenerational narratives of Afghan women’s agency and resistance.

Supporters can contribute financially, intellectually, or technically, participate as guest lecturers, collaborate on research and translation, and join study circles. AWSA invites everyone to explore its vision and programs via the new website and encourages sharing this announcement, especially within the Persian diaspora community.

More information is available here.

Die Ausgabe 811 von „Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte“ widmet sich der bedeutenden Rolle der Zeit in sozialen und politischen Bewegungen, mit Fokus auf Frauenbewegungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Engagement in Bewegungen erfordert freie Zeit, die als soziales Kapital verstanden wird und eng mit sozialer Ungleichheit verknüpft ist. Zeit spielt nicht nur im Aktivismus, sondern auch in der Programmatik und Selbstwahrnehmung von Bewegungen eine zentrale Rolle. Frauenbewegungen nutzen „Zeit“ als Argumentationsfigur und stehen zugleich vor der Herausforderung, dass gesellschaftliche Entwicklungszyklen sich beschleunigen, Bewegungen aber eigene, nicht beliebig veränderbare zeitliche Abläufe haben. Zudem ist die Zeitdimension vergeschlechtlicht: Aktivistinnen erleben und nutzen Zeit anders als Männer und müssen den Umgang mit ihren jeweils unterschiedlichen Zeitregimen reflektieren. Ebenso wie die Bewegung selbst unterliegen die Akteurinnen zeitlichen Lebensphasen, werden bestimmten Generationen zugeordnet und transformieren ihre Erfahrungen in neue gesellschaftliche Kontexte.

Die Ausgabe enthält Beiträge, die u.a. biografische, historische und erinnerungskulturelle Perspektiven zur Zeit und Engagement beleuchten, wie etwa die Zeiterfahrungen von Frauenrechtler_innen, die Zeitpolitik in Frauenbewegungen und Kampagnen sowie die kulturelle Vermittlung von Zeit durch Projekte oder Medien.

Die Ausgabe ist online verfügbar.

In diesem Jahr richtet die LAGEN die Jahrestagung in Kooperation mit dem Studiengang Geschlechterforschung der Georg-August-Universität in Göttingen aus. Ziel der Tagung ist die Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse aus der Frauen- und Geschlechterforschung an den Hochschulen in Niedersachsen. Unter dem Thema „Geschlechtschafft wissen - Wissen schafft Geschlecht: Forschungs-ansätze und methodische Herausforderungen der Geschlechterforschung" kommen Wissenschaftler_innen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und tauschen sich interdisziplinär aus. Die Tagung findet am 10. Oktober 2025 von 9 bis 17:15 Uhr in der Göttinger Innenstadt statt. Das Programm und die Anmeldung finden sich hier.

Am 9. Oktober 2025 findet der 14. Interdisziplinäre Niedersächsische Doktorand_innentag Gender Studies statt. Ziel dieser Veranstaltung ist die Vernetzung und der Austausch zwischen Promovend_innen sowie die Sichtbarmachung von Qualifizierungsarbeiten im Bereich der Gender Studies. Promovend_innen und Masterstudierende erhalten die Möglichkeit, ihre Abschluss- oder Promotionsprojekte in einer wertschätzenden Atmosphäre zu präsentieren und wertvolles Peer- und Expert_innenfeedback zu erhalten. Workshops zu Themen wie akademischem Schreiben und Publizieren bieten zusätzliche Impulse für Wissenschaftler_innen in Qualifikationsphasen. Weitere Informationen und die Anmeldung finden sich hier. Zur Geschichte und den Zielen des Doktorand_innentags finden Sie auf dieser Seite weitere Informationen.

Am 18. September 2025 findet im Rahmen des DFG-Projekts „Viskurse adoleszenter Männlichkeiten im globalen Norden seit 1960“ ein Symposium am Museum für Fotografie in Berlin statt. Die Veranstaltung bringt Fotograf_innen und Wissenschaftler_innen zusammen, um erstmals die Verbindungen und Unterschiede zwischen visuellen und soziologischen Diskursen über junge Männlichkeiten zu beleuchten und zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu den Beziehungen und Differenzen zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und künstlerischer Praxis über männliche Jugendliche, dem Einfluss fotografischer Darstellungen auf Diskurse über junge Männlichkeit sowie den Auswirkungen visueller (Selbst-)Darstellungen in sozialen Medien auf männliche Jugendliche. Anmeldungen sind bis zum 31. August 2025 per E-Mail an viskurse@ruhr-uni-bochum.de möglich.

Weitere Informationen zum DFG-Projekt und thematischen Hintergrund finden sich hier.

Für September 2025 bietet die Initiative frauenORTE Niedersachsen eine Auswahl an Veranstaltungen und Ausstellungen mit feministischer und historischer Thematik. Am 4. September findet in Uelzen eine Stadtführung zu Henriette Praesent und weiteren bedeutenden Frauen der Stadtgeschichte statt. Im September gibt es in Emden mehrere Termine für das Theaterstück „Das rote Kleid“, das die Geschichten von sieben politisch verfolgten Frauen während der NS-Zeit erzählt, mit Premiere am 12. September. Am 17. September führt ein Stadtrundgang in Hannover auf den Spuren bekannter Frauen wie Kurfürstin Sophie, Caroline Herschel, Mary Wigman und Niki de Saint Phalle durch die Stadt. Am 18. September lädt ein geführter Rundgang im Niedersächsischen Landesarchiv in Bückeburg zur Ausstellung „Frauenbild & Frauenbildung im Reifensteiner Verband“ ein.

Die laufenden Ausstellungen umfassen „London – Kopenhagen – Celle. Caroline Mathilde, Königin“ in Celle (10.05.–12.10.2025), „Frauenbild & Frauenbildung im Reifensteiner Verband“ in Bückeburg (27.03.–27.11.2025), „FrauenZimmer – Jeversche Frauen im Porträt“ in Jever (08.03.–31.12.2025) sowie „Paula Modersohn-Becker und ihre Weggefährtinnen“ in Worpswede (29.06.2025–18.01.2026).

Eine vollständige und nach Datum sortierte Übersicht aller Termine ist auf der Website der frauenORTE Niedersachsen abrufbar.

Das GeDiMINT-Team (ein Projekt des Braunschweiger Zentrums für Gender Studies, einer Mitgliedseinrichtung der LAGEN) lädt für den 2. September 2025 von 12 bis 13:30 Uhr zu einer hybriden Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Forschung im Dialog“ ein, die sich mit Geschlechterdimensionen in der (Auto)Batterieforschung beschäftigt. Dr. Evelina Wikner von der Chalmers University of Technology in Göteborg (Schweden) ist zu Gast und hält einen Vortrag mit dem Titel „Nuances of Driving Dynamics: Exploring Gender Differences and Technological Implications“, Vortragssprache ist Englisch.

Der Vortrag basiert auf technischen Aspekten des Ingenieurwesens und angewandter Forschung und betont die Bedeutung multidisziplinärer Ansätze, die STEM mit Genderaspekten verbinden. Vorgestellt werden Ergebnisse aus dem Projekt „Differences in the design and ageing of a vehicle battery depending on whether men or women are the dominating drivers“. Schwerpunkt liegt auf zwei Publikationen: „Gender Aspects in Driving Style and Its Impact on Battery Ageing“ (2022) sowie „Sustainable Selection of Machine Learning Algorithm for Gender-bias Attenuated Prediction“ (2025).

Interessierte können sich über die Webseite anmelden und den Link zur hybriden Veranstaltung erhalten.

Seit Januar 2025 entsteht an der Universität Göttingen das Labor „Politiken der Reproduktion", getragen von Studierenden, Promovierenden und Berufstätigen. Ziel ist es, einen Raum für Austausch zu reproduktiven Themen und rechtlichen Aspekten sowie wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven zu schaffen und zugleich kritisch auf aktuelle politische Entwicklungen wie das Erstarken rechter, antifeministischer und Anti-Gender-Bewegungen zu reagieren.

Das Projekt fördert die Zusammenarbeit über institutionelle, disziplinäre und berufliche Grenzen hinweg und möchte Erfahrungen und Expertisen aus Praxis, Wissenschaft, Beratung, Politik und Aktivismus in Göttingen bündeln.

Im Rahmen der Initiative wird ein digitales Kolloquium für Bachelor-, Masterstudierende und Promovierende angeboten, die sich in ihren Arbeiten mit reproduktiven Fragestellungen auseinandersetzen. Diskutiert werden wissenschaftliche Texte wie Haus-, Abschluss- und Doktorarbeiten. Das Kolloquium versteht sich als ergänzendes, themenspezifisches Forum zusätzlich zu den bestehenden institutionellen Angeboten.

Die Teilnahme ist freiwillig und flexibel; organisiert wird das Kolloquium von Maureen Schwarz (Masterstudentin Geschlechterforschung, Universität Göttingen). Die Sitzungen finden digital über BigBlueButton statt. Zum Auftakt ist ein informelles Kennenlerntreffen geplant, bei dem auch die weiteren Termine abgestimmt werden.

Interessierte können sich mit einer kurzen Rückmeldung oder Anmeldung per E-Mail an Maureen Schwarz wenden: m.schwarz@stud.uni-goettingen.de.

Die Hochschule Niederrhein schreibt im Rahmen ihres Schutzkonzeptprozesses gegen Diskriminierung, Gewalt und Machtmissbrauch eine Dienstleistung zur Durchführung einer Risiko- und Potentialanalyse aus. Ziel ist die systematische Erfassung von Bedarfen, Risiken und institutionellen Ressourcen, um eine fundierte Einschätzung der Ausgangslage zu gewinnen. Der Auftrag umfasst den Zeitraum vom 15.09.2025 bis zum 15.02.2026 und beinhaltet sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungen. Geplant ist die Entwicklung und Durchführung einer Online-Befragung sowie leitfadengestützter Interviews mit Hochschulangehörigen. Die Ergebnisse beider Erhebungen sollen ausgewertet, dokumentiert und anschließend integriert werden, um eine zusammenfassende Analyse in verständlicher und zugänglicher Form zu erstellen. Abgabefristen sind jeweils der 01.11.2025 für die Konzeption von Befragung und Interviews, der 15.12.2025 für die Durchführung der Interviews, der 01.02.2026 für die Auswertung beider Erhebungen und der 15.02.2026 für die abschließende Zusammenführung. Erwartet werden Kenntnisse in qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden, ein sicherer Umgang mit sensiblen Themen und vulnerablen Zielgruppen sowie mindestens ein Bachelorabschluss. Wünschenswert sind Fachkenntnisse zu Diskriminierung, Gewalt und Machtmissbrauch sowie Erfahrung mit Risiko- und Potentialanalysen. Angebote mit Referenzen können bis zum 15.09.2025 per E-Mail an schutzkonzept@hs-niederrhein.de eingereicht werden, Rückfragen beantwortet Frau Yalçın unter julide.yalcin@hs-niederrhein.de. Die Ausschreibung als PDF findet sich hier.

Der Call für die Ausgabe 74 von „Frauen und Film“ zum Thema WUT richtet sich an Autor_innen und Filmemacher_innen, die sich mit dem politischen Affekt der Wut in Film und Filmtheorie befassen möchten. Vorgeschlagen werden Beiträge, die Wut als Haltung, Manifestation oder ästhetisches Moment reflektieren, mit besonderem Interesse an Filmen, Filmtheorien und Bildern, die Wut ausdrücken oder thematisieren. Beiträge können verschiedene Formen haben, darunter wissenschaftliche Texte bis zu 40.000 Zeichen, aber auch kürzere Texte oder Fotostrecken sind willkommen. Abstracts mit kurzer Biographie sind bis spätestens 1. September 2025 einzureichen, die Manuskripte müssen bis zum 1. Februar 2026 fertiggestellt sein. Die Ausgabe wird im Spätsommer 2026 veröffentlicht.

Der Call betont den Wert der Wut als politisch notwendige Bewegung innerhalb des Feminismus, die unterschiedliche Unterdrückungserfahrungen und Formen von Widerstand sichtbar macht und thematisiert auch die Auseinandersetzung mit institutionellen und gesellschaftlichen Strukturen durch Wut. Es wird aufgefordert, ästhetische Indikatoren für Wut zu diskutieren und deren Wirkungsmöglichkeiten im Film zu analysieren.

Weitere Details und die offizielle Call-Ankündigung sind abrufbar hier.

Der Arbeitskreis Historische Kindheits-, Jugend- und Familienforschung in der Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft lädt zu einem Workshop an die Universität Hamburg ein, der vom 30. bis 31. Januar 2026 stattfindet. Für dieses Event werden Beiträge in Form eines Calls for Paper gesucht. Das Thema lautet „Jugend, Bildung und Sozialisation im 19. und 20. Jahrhundert. Theoretische Konzeptionen, Methodiken und historische Analysen“. Ziel ist es, die historische Jugendforschung, die bislang eher selten theoretisch und empirisch reflektiert wird, in den Fokus zu rücken und einen kontinuierlichen Diskurs über die Jugendphase und ihre gesellschaftlichen Bezüge zu fördern. Dabei soll die Jugendphase im Kontext von Familie, Bildungssystem, Peer Groups sowie Übergängen zwischen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter untersucht werden. Auch Generationenkonflikte, Jugendbewegungen und Jugendproteste bilden einen Schwerpunkt.

Der Workshop ist international ausgerichtet und offen für vielfältige disziplinäre und methodische Zugänge. Vorträge sollen einen Umfang von 30 Minuten haben und können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden. Eingeladen sind Beiträge, die theoretische, methodische und historische Perspektiven auf Jugend, Bildung und Sozialisation im 19. und 20. Jahrhundert beleuchten.

Vorschläge in Form eines kurzen Exposés (maximal 300 Wörter) sind bis zum 1. Oktober 2025 an Prof. Dr. Carola Groppe von der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg per E-Mail einzureichen.

Weitere Informationen und die offizielle Ankündigung sind hier verfügbar.

The call for abstracts invites submissions for the 6th Annual Meeting of the Roundtable for Black Feminist and Womanist Theory, taking place November 6–8, 2025. The event is hosted by the University of Rhode Island’s Gender and Sexuality Center, will be held in a hybrid format, and is free to attend.

The conference welcomes interdisciplinary work that highlights the intellectual contributions of Black women, femmes, and non-men throughout the African diaspora. Its purpose is to create a collaborative space for scholars, activists, and artists from diverse backgrounds to receive feedback that enriches Black feminist and womanist traditions. There is no required theme, but all submissions must engage with at least one element of Black feminist theory or womanist thought.

Key deadlines include submission of extended abstracts by September 8, 2025, notification of acceptance on September 15, 2025, and full paper submissions by October 27, 2025. Keynote speakers are Jasmine K. Syedullah (Vassar College) and Olivia N. Perlow (Northeastern Illinois University).

More details and submission guidelines are available at the conference website.

Die aktuelle Ausschreibung für die Aigner-Rollett-Gastprofessur für Geschlechterforschung an der Universität Graz richtet sich auf den Schwerpunkt Gender Economics für das Wintersemester 2026/27. Bewerbungen sind bis zum 3. September 2025 möglich. Weitere Informationen und die Ausschreibung sind online einzusehen.

Der Call for Papers für die Ausgabe 70 von Fem*Fém widmet sich Ernährungssystemen im Kontext von Mensch, Umwelt und Klima. Die Ausgabe entsteht in Zusammenarbeit mit Nilgün Özdal, Heike Wach und Dina Bolokan (AG FairFood Feministisch WIDE Switzerland).

Thematisch stehen die Belastungen der Ökosysteme durch Kriege, Dürren, Umweltverschmutzung und soziale Ungleichheiten im Mittelpunkt. Es geht um prekäre Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, Menschenhandel im Lebensmittelsektor, Krisen durch Umweltkatastrophen und Migrationsbewegungen sowie globale Handelsungleichgewichte. Die feministische Vision verfolgt sorgende Ernährungssysteme, in denen alle Menschen sich gesund ernähren können und zugleich Menschenwürde, Umwelt und Klima respektiert werden.

Gesucht werden Beiträge, die feministische Perspektiven auf nachhaltige und gerechte Transformationen von Ernährungssystemen analysieren und die Rolle von Geschlechterhierarchien, intersektionaler Diskriminierung und unbezahlter Carearbeit bei Ernährung und Konsum beleuchten.

Abstracts (ca. 1500 Zeichen) sind bis zum 1. September 2025 einzureichen, vollständige Beiträge (ca. 8.000 Zeichen) bis zum 2. Januar 2026. Der Call for Papers ist auf Deutsch, Französisch und Englisch verfügbar.

Für die Arbeitsgruppe „Queer Linguistics at the Interface Between Grammatical and Social Structure“ auf der 49. Österreichischen Linguistiktagung vom 5. bis 8. Dezember 2025 in Klagenfurt werden weiterhin Abstracts bis zum 1. September 2025 angenommen. Den vollständigen Call for Papers sowie weitere Informationen gibt es online.

Abstract submissions are still being accepted for the working group "Queer Linguistics at the Interface Between Grammatical and Social Structure" at the 49th Austrian Linguistics Conference, taking place December 5–8, 2025 in Klagenfurt. The deadline for submissions is September 1, 2025. The full Call for Papers and further information can be found here.

The Trans* Research Association of Ireland (TRAI) will hold its 2nd Annual Symposium on November 21-22, 2025, at Queen’s University Belfast, in partnership with Outburst Queer Arts Festival and the Centre for Gender in Politics at Queen’s. The symposium welcomes abstracts (300 words) and presenter bios (100 words) for both virtual and in-person presentations (10-15 minutes) as well as workshop proposals (60-90 minutes). Contributions from practitioners, artists, writers, community members, and academic researchers are encouraged. The extended deadline for submissions is September 19, 2025. For full details and to access the call for papers, visit this website.