Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

zunehmende Angriffe auf die Frauen- und Geschlechterfor-schung und Gender Studies stellen die Freiheit von Forschung und Lehre generell und unsere gemeinsame, langjährige Arbeit infrage.
Umso wichtiger erscheint es uns, dass wir solidarisch und ge-schlossen den Angriffen entgegentreten; aber auch, dass wir un-seren Blick auf die Fortführung institutioneller Errungenschaften der Frauen- und Geschlechterforschung werfen. Die LAGEN-Mitgliedseinrichtung „Forschungszentrum Musik und Gender“ (fmg) zählt neben elf weiteren Mitgliedern zu einer solchen Insti-tution. Sie lädt am 4. & 5. September in Hannover zum 20-jähri-gen Jubiläum ein. 

Nicht nur zu diesem besonderen Jubiläum gratuliert die LAGEN-Community herzlich, sondern auch zur Verlängerung der Förderung durch die Mariann Steegmann Stiftung/Foundation und die Zusage der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, das fmg dauerhaft am Hause zu verorten. Die LAGEN-Sprecherinnen und das Koordinationsteam gratulieren allen aktuellen und ehemaligen Macher_innen vom fmg zu Ihrem erfolgreichen Wirken und danken Ihnen für die wertschätzende und produktive Zusammenarbeit! Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen 20 Jahre!

Viel Spaß beim Schmökern im Juli-Rundbrief und viel Erfolg bei Bewerbungen auf die zahlreichen Stellenausschreibungen und Calls in diesem Monat!

Herzliche Grüße aus der LAGEN

Andrea D. Bührmann (Sprecherin der LAGEN) und Corinna Onnen (stellv. Sprecherin der LAGEN)

für die Koordinations- und Geschäftsstelle der LAGEN

Doris Cornils (Koordinatorin) und
Rubina Hiller & Micha Arnold (studentische Mitarbeiter_innen)

Im Rahmen des „Chancengleichheits-Monitorings“ werden jährlich DFG-Projekte mit Beteiligung von Wissenschaftlerinnen ausgewertet. Wie in den Jahresberichten zuvor enthält auch das Monitoring 2026: Kennzahlen zur Beteiligung von Wissenschaftlerinnen an Antragstellungen, ihre Antragserfolge, die Beteiligung an Begutachtungen und in den DFG-Gremien. Die Daten ermöglichen eine Analyse der Frauenanteile in verschiedenen wissenschaftlichen Karrierestufen und den wissenschaftlichen Fachdisziplinen sowie einen Vergleich ihrer Repräsentanz im Wissenschaftssystem. Der gesamte Be-richt steht hier zum Download zur Verfügung.

In Zeiten „der Polykrise, in denen Emotionen und Affekte – von Wut und Empörung bis hin zu Angst, Leidenschaft und Empathie – eine zentrale Rolle spielen, [...] sind nicht nur private Beziehungen, son-dern auch Politik, Hochschulen und Wirtschaft“ davon geprägt. Emotionen haben sich „in die spätmo-derne Arbeitswelt eingeschrieben und zu Emotionsregimen verdichtet, die Arbeitsstrukturen und Orga-nisationskulturen nachhaltig mitbestimmen. Emotionen werden dabei gezielt mobilisiert, reguliert und  ökonomisch genutzt“ (aus der Buchbeschreibung).

Im Sammelband „Macht der Emotionen. Arbeit, Geschlecht und Diversität in der spätmodernen Ar-beitswelt“, das von Prof. Dr. Maria Funder und Prof. Dr. Nina Hossain kürzlich im Nomos-Verlag her-ausgegeben wurde, vereinen sich Beiträge aus dem „Forschungsprojekt ‚Das Regime der Emotionen als Strategie? Eine Analyse ökonomischer Teilfelder – Emotionen, emotionales Kapital und Ge-schlecht in der spätmodernen Arbeitswelt‘“ (aus dem Vorwort). Das Projekt wurde 2021 bis 2024 von der DFG gefördert. „Ziel des Projektes war es, aus einer geschlechter- und diversitätssensiblen Perspektive Aufschluss über die Relevanz von Emotionen in der spätmodernen Arbeitswelt und ihre Verdichtung zu machtvollen Emotionsregimen in ausgewählten Feldern zu erlangen“ (ebd.). Im Sam-melband stehen die „Wirkungsmacht von Emotionen und Affekten in Organisationen und Arbeitskon-texten“ sowie ihre „Mobilisierung, Instrumentalisierung und Ökonomisierung aus arbeits- und organisa-tionssoziologischer sowie geschlechter- und diversitätskritischer Perspektive“ (aus der Buchbe-schreibung) im Mittelpunkt. Das Buch steht als OpenAccess-Ausgabe hier zum Download zur Ver-fügung. 

Die englischsprachige Publikation „Gender, Violence, and Public Policies“ bietet die erste umfassende Darstellung des staatlichen Projekts „Mulheres da Paz“ in Brasilien und untersucht dessen Umsetzung in zwei unterschiedlichen Gebieten von Rio de Janeiro, eines geprägt von Drogenhandel, das andere von Milizen. Auf Grundlage ethnografischer Forschung und Interviews wird in dem Buch die trans-formative Wirkung der Beteiligung von Frauen an städtischer Sozialpolitik für die Durchsetzung von Frauenrechten und allgemeinen Menschenrechten verdeutlicht. Weitere Informationen finden sich hier

Im Working Paper „Der Status quo von Diversity and Inclusion in der deutschen Beschäftigtenland-schaft: Wie steht es um die Chancengerechtigkeit in Deutschland?“ der Hans-Böckler-Stiftung wird die Chancengerechtigkeit in der deutschen Arbeitswelt als weiterhin unvollständig umgesetzt diagnosti-ziert. Besonders betroffen sind Personen mit nicht-christlicher Religionszugehörigkeit, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, Frauen, LSBTIQ*-Be-schäftigte sowie jüngere und ältere Erwerbstätige.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung abhängig Beschäftigter und zeigt: Viele bewer-ten Vielfalt grundsätzlich positiv, erleben aber zu wenig verbindliche Maßnahmen in der Praxis. Gleich-zeitig berichten Betroffene häufiger von Benachteiligung, Mobbing, psychischer Belastung und davon, dass sie Identitätsmerkmale im Job verbergen. Zum Paper geht es hier.

Obwohl es einige Ansätze zur Messung von Antifeminismus gibt, wurde noch kein Instrument in gro-ßem Maßstab getestet und validiert. Die vorliegende Studie untersucht die psychometrischen Eigen-schaften des Vier-Punkte-Leipzig Antifeminismus Kurzskala(LAF-S) in einer repräsentativen deut-schen Probe. In einem Beitrag in „Frontiers in Psychology“ aus dem Jahr 2025 wird die Leipzig Anti-feminism Short Scale (LAF-S) vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Instrument zur Messung von Antifeminismus, das an einer repräsentativen deutschen Stichprobe getestet wurde. Die Autor_innen stellen eine valide Reliabilität und Validität fest und sehen für quantiative Untersuchungen ein hohes Potenzial. Zum Beitrag geht es hier.

Die LAGEN-Mitgliedseinrichtung „Forschungszentrum Musik und Gender“ (fmg) lädt zur 20-jährigen Jubiläumsfeier nach Hannover ein. Gefeiert wird nicht nur das Jubiläum, sondern auch die Verlänge-rung der Förderung durch die Mariann Steegmann-Stiftung und die Zusage der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, das fmg dauerhaft am Hause zu verorten.

Das soll gemeinsam am 4. & 5. September 2026 in Hannover gefeiert werden. An beiden Tagen gibt es Vorträge, Konzerte und Informationen der vielfältigen fmg-Formate. Der Festvortrag behandelt „Perspektiven der musikwissenschaftlichen Genderforschung“ und abends erwartet Sie ein Jubiläums-konzert mit Studierenden des Instituts für Kammermusik. Und auch der zweite Tag ist voller Highlights. Das Programm vom Festakt finden Sie hier.

Bis zum 15. August 2026 ist eine Anmeldung per E-Mail möglich. Bitte geben Sie bei der Anmel-dung Ihre Institution und Ihre Pronomen an.

Die LAGEN-Sprecherinnen und das Koordinationsteam gratulieren allen aktuellen und ehemaligen Macher_innen vom fmg zu Ihrem erfolgreichen Wirken und danken Ihnen für die wertschätzende und produktive Zusammenarbeit! Auf die nächsten 20 gemeinsamen Jahre!

In einigen unserer Rundbriefe haben wir bereits über die Initiative und die Veranstaltungen von frauen-ORTE berichtet. Mit der vom Landesfrauenrat Niedersachsen geleiteten Initiative frauenORTE Nieder-sachsen wird das Leben und Wirken historischer Frauenpersönlichkeiten im Rahmen von Stadtspa-ziergängen, Lesungen und Ausstellungen an 50 niedersächsischen Standorten sichtbar gemacht. Im Juni fand in der Landeshauptstadt Hannover anlässlich des 120. Geburtsjahrs von Hannah Arendt, ihr zu Ehren der Auftakt von dem ihr gewidmeten frauenORT statt. „Unter den bedeutenden Frauen, die seit 2008 durch die Initiative frauenORTE Niedersachsen gewürdigt werden, reiht sich nun die Philo-sophin, Publizistin und politische Theoretikerin Hannah Arendt. (...) Ihre Werke sind  Meilensteine auf dem Gebiet der politischen Theorie, insbesondere ihre kritische Analyse totalitärer Herrschaftssyste-me. Die Landeshauptstadt Hannover und der Landesfrauenrat möchten mit der Würdigung durch ei-nen frauenORT ihre heute so aktuellen Erkenntnisse und Aussagen einer noch breiteren Öffentlichkeit sichtbar und bekannt machen“ (von der Webseite). Hannah Arendt ist in der Stadtbibliothek Hanno-ver ein eigener Raum gewidmet worden, in dem Fotos und Zitate von ihr zu finden sind.

Am 9. August findet von der Initiative frauenORTE zu Ehren von Cato Bontjes van Beek in dem Künst-ler_innendorf Fischerhude (Landkreis Verden) ein Rundgang statt. Cato Bontjes van Beek wuchs in Fischerhude auf, später zog sie nach Berlin und engagierte sich in der Widerstandsgruppe „Rote Ka-pelle“ gegen die Nationalsozialist_innen. Sie wurde von selbigen verhaftet und mit 22 Jahren ermor-det. Alle Informationen zum Rundgang finden Sie hier.

Eine Übersicht über aktuelle Termine der zahlreichen Veranstaltungen finden Sie hier auf der Webseite von frauenORTE. 

Das Feminist Imaginaries Festival am 17. und 18. September 2026 in Berlin bringt feministische und LGBTIQ+-Aktivist_innen, Künstler_innen, Filmemacher_innen, Forscher_innen und politische Ent-scheidungsträger_innen zusammen, um Perspektiven auszutauschen und solidarische Zukunftsvisio-nen zu entwickeln. Geplant sind Filme, Gespräche, Workshops, eine Ausstellung, eine Podiumsdis-kussion und weitere Formate mit internationalen feministischen Impulsen.

„Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Formate eröffnet das Festival Einblicke in feministische Perspek-tiven und Erfahrungen aus aller Welt. Dabei geht es unter anderem darum, wie trans* Aktivist*innen in Lateinamerika den Feminismus auf kreative Weise inklusiver gestalten, wie Feminist*innen in Südafri-ka Gemeinschaftsküchen nutzen, um multiple Krisen zu bewältigen, oder wie Männlichkeit in Südost-asien neu gedacht wird. Neben einer Filmpremiere, mehreren interaktiven Workshops, einer Ausstel-lung, einem „Hot Takes“-Stand und einer Podiumsdiskussion gibt es zahlreiche Gelegenheiten, mit Feminist*innen aus unterschiedlichen Kontexten ins Gespräch zu kommen, neue Bündnisse zu schmieden und sich inspirieren zu lassen" (aus der Ankündigung). Alle weiteren Infos gibt es hier

Die 11. Global Summit on Feminist and LGBTQ+ Studies findet als Hybrid-Event am 24. und 25. Sep-tember 2026 in Berlin statt. Die Konferenz bringt Wissenschaft, Aktivismus, Politik und Community zu-sammen, um über Gender, Sexualität und intersektionale Gerechtigkeit zu diskutieren. Erwartet wer-den 60 Sprecher_innen in Plenar-Sitzungen, Panel-Diskussionen und anderen Formaten. Das jährliche Treffen in Berlin, zielt darauf ab, ein integratives Umfeld für Dialog, Zusammenarbeit und den Austausch transformativer Ideen zu schaffen, die Impulse für den Wandel in der feministischen und LGBTQ+-Bewegungen geben. Alle Informationen finden sich hier.

Die 11. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung findet vom 23. bis 25. September 2026 unter dem Titel „Gender_Queer Worldings: Gewalt, Bündnisse, Zukunftsentwürfe" in Innsbruck, Österreich, statt. In einer Welt, die durch das Aufeinandertreffen multipler ökonomischer, demokratiepolitischer und ökologischer Krisen und durch das Erstarken autokratischer Systeme gekennzeichnet ist und in der Angriffe auf das Leben von Frauen∗, trans∗, inter∗, non-binären und queeren Personen sowie auf feministische, queere und trans∗ Politiken zunehmen, sind die Gender Studies mehr denn je gefordert, gesellschaftliche Veränderungen zu analysieren sowie alternative Zukunftsszenarien zu entwickeln. Diese stehen auf der Tagung im Mittelpunkt. Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich hier

Das Symposium „Citing our queer-feminist streams: STS-CH and ZGS turning 25 together“ findet am 16. Oktober 2026, von 12 bis 20 Uhr in der Alten Universität Basel statt und widmet sich den analyti-schen Verschränkungen queer-feministischer sowie wissenschafts- und technikforschungstheoreti-scher Perspektiven. Geplant sind drei moderierte Dialoge mit Delphine Gardey und Jutta Weber, Nina Lykke und Banu Subramaniam sowie Nolwenn Bühler und Mariacristina Sciannamblo. Die Veranstal-tung ist Teil des 25-jährigen Jubiläums des Zentrums Gender Studies Basel.

Das Programm und die Anmeldung können Sie bis spätestens 25. September 2026 hier einsehen.

An der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) ist eine Professur für Soziologie zu beset-zen. Die HdBA ist eine vom Wissenschaftsrat akkreditierte Hochschule für angewandte Wissenschaf-ten. Es werden zwei duale Bachelor-Studiengänge „Arbeitsmarktmanagement“ (B.A.) und „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“ (B.A.) und ein Masterstudiengang „Arbeitsmarktorientierte Bera-tung“ (M.A.) an zwei Standorten angeboten. Im Rahmen der Professur liegt der fachliche Schwerpunkt in den Bereichen Arbeitssoziologie sowie Soziologie der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik und Sozial-strukturanalyse mit spezifischem Fokus auf Probleme sozialer Ausgrenzung und spezifischer Zielgrup-pen der Arbeitsmarktpolitik. Vorausgesetzt werden Grundlagen qualitativer Methoden der Sozialfor-schung, soziologische Grundlagen der Integration in (Aus-)Bildung und Erwerbsarbeit und der Bera-tung sowie institutionelle Strukturen, Instrumente und Praxis der Arbeitsförderung. Außerdem werden Erfahrungen in der Lehre, Forschung sowie Publikationen in den genannten Bereichen erwartet. Wie bei einer Professur an einer HAW üblich sind neben der Promotion auch mindestens fünf Jahre beruf-liche Praxiserfahrungen und davon drei außerhalb der Hochschule eine Voraussetzung für die Bewer-bung. Die Vergütung erfolgt im Angestelltenverhältnis nach AT I gemäß AT-Entgeltrichtlinie der Bun-desagentur für Arbeit (vergleichbar W2). Die Position ist teilzeitgeeignet. Alle weiteren Informationen, inkl. Ansprechperson, finden Sie hier. Bewerbungsschluss ist der 27. August 2026.

Im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück ist – vorbehaltlich der Mittelbewilligung – am Institut für Geographie (IfG) eine Professur für Raumbezogene Fluchtfor-schung (W2) zu besetzen. „Die Professur soll ein reflexives, grundlagenorientiertes und interdiszipli-näres Forschungsprogramm zur raumbezogenen Fluchtforschung verfolgen. Sie dient der Stärkung der Fluchtforschung an der Universität Osnabrück und soll dezidiert zur Weiterentwicklung und Ver-netzung der Fluchtforschung in Deutschland und im internationalen Forschungskontext beitragen. [...] Insbesondere soll sich die Professur an dem DFG-Sonderforschungsbereich 1604 Produktion von Migration` beteiligen. In der Lehre soll sich die Professur in die Studiengänge der Geographie (2-Fächer-Bachelor, B.Sc., M.Sc.) sowie den Masterstudiengang Internationale Migration und Interkul-turelle Beziehungen` (IMIB) und das internationale Double Degree-Masterstudienprogramm Europe-an Master in Migration Studies` (EuMIGS) einbringen. Die Lehre erfolgt in englischer und deutscher Sprache“ (aus der Stellenausschreibung). Alle weiteren Voraussetzungen sind hier zu entneh-men. Der Bewerbungsschluss ist am 7. August 2026.

An der Universität Freiburg ist im Fachbereich Soziologie, Sozialpolitik, Sozialarbeit die Position für ei-ne Senior Forscherin/einen Senior Forscher (70-75%) ab 1. November 2026 zeitlich befristet zu beset-zen. Verortet ist die Stelle im Forschungsprojekt „Doing choice and control: Direct payments and the capabilities of care users and paid domestic workers”. Zu den Aufgaben zählen: Recherchearbeiten, Durchführen qualitativer Interviews und Feldbeobachtungen, Analyse von Daten mit qualitativen Me-thoden (Grounded Theory), Präsentation von Forschungsergebnissen auf nationalen und internationa-len Tagungen, Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen und die Weiterentwicklung der eigenen wissenschaftlichen Qualifikationen im Rahmen des Projekts. Eine Promotion in der Soziologie oder ei-ner anderen sozialwissenschaftlichen Disziplin wird vorausgesetzt. Die weiteren Stellenanforderungen sind hier zu entnehmen. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026.

An der Technischen Universität Dortmund ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Mitarbeitendenstelle in der Sozialforschung, Fakultät Sozialwissenschaften, zu besetzen. Die Stelle ist zunächst für die Dauer von drei Jahren befristet. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (50 %), die ggf. aus Drittmitteln aufgestockt werden kann. Zu den Aufgaben zählen: Erhebung, Aufbereitung und Ana-lyse von qualitativen und/oder quantitativen Daten im Themenfeld „Dienstleistungs-/Interaktionsarbeit“, Entwicklung von Forschungsfragen im genannten Themenfeld; idealerweise wird die Erstellung einer Promotion im Themenbereich Dienstleistungs/-Interaktionsarbeit angestrebt, Erarbeitung von Publika-tionen für anerkannte wissenschaftliche Fachzeitschriften, Unterstützung bei der Akquisition von Dritt-mitteln sowie Mitwirkung in für die Sozialforschungsstelle einschlägigen Netzwerken. Weitere Voraus-setzung und Anforderungen an die Bewerbenden können der Stellenausschreibung hier entnom-men werden. Bewerbungsschluss ist der 12. August 2026.

Am Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald ist vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen voraussichtlich zum 01.01.2027 eine Stelle als wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in (akademische Rätin / akademischer Rat) unbefristet in Vollzeit zu besetzen. Die Besoldung erfolgt nach TV-L 13. Sollten beamtenrechtliche Voraussetzungen vorliegen wird eine Einstellung als Beamtin/Beamter im zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung des Wissenschaftlichen Dienstes angestrebt. Zu den Arbeitsaufgaben zählen: Lehre in den Studiengängen des Instituts, insbesondere im Lehramtsstudiengang Sozialkunde gemäß LVVO (derzeit angedacht: 12 LVS); insbesondere Planung, Durchführung und Nachbereitung von Lehrveran-staltungen; mit besonderem Fokus auf soziologische Grundlagen der politischen Bildung; Entwicklung und Weiterentwicklung von Lehrkonzepten und Lehrmaterialien; Beteiligung an der Weiterentwicklung des Lehramtsstudiengangs Sozialkunde und Mitwirken in der akademischen Selbstverwaltung. Es be-steht die Möglichkeit zur eigenständigen Forschung im Bereich der Soziologie. Weitere Einstellungs-voraussetzungen sind hier der Stellenbeschreibung zu entnehmen. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026. 

Die Universität Bielefeld besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Mitarbeiten-denstelle (100 %) für ethnografische Forschung im DFG geförderten Projekt „Close Encounters“. „Das von der DFG geförderte Projekt Close Encounters' ist eine anthropologische Untersuchung der Politik intimer Beziehungen und Entwicklung zwischen den Hmong in Laos und China. Es versucht zu verste-hen, was intime und romantische Begegnungen und Beziehungen über Hmong-Jugendliche aufdeckt, wie sie ihr eigenes Leben entwickeln und inwieweit die Politik der intimen Beziehungen Entwicklungs-prozesse auf Makroebene widerspiegelt“ (aus der Stellenausschreibung). Zu den Aufgaben gehö-ren ethnographische Forschung in Laos zur Untersuchung persönlicher Motivationen intimer und ro-mantischer Beziehungen und deren Verbindung in größere Prozesse und Entwicklungen (65 %); Bei-träge zu Veranstaltungen und Veröffentlichungen des Projekts in Form von Konferenz-Präsentationen und Veröffentlichungen in Co-Autor_innenschaft (25 %) sowie die aktive Mitwirkung an Projektaktivitä-ten mit Blick auf gemeinsame Ziele des Projektes (10 %). Die Vergütung erfolgt nach E13 TV-L; die Stelle ist bis zum 30. September 2029 befristet. Bewerbungsschluss ist der 6. August 2026. Alle weite-ren Informationen finden Sie hier in der Stellenausschreibung. 

An der Universität Konstanz sind am Zukunftsinstitut vier 2-jährige Postdoktorand_innen-Stipendien (E 13 TV-L) in Vollzeit zum 1. April 2027 ausgeschrieben. Das Zukunftskolleg ist ein Institut für Nach-wuchswissenschaftler_innen in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Es bietet Postdokto-rand_innen Unabhängigkeit für ihre Forschung, interdisziplinären und generationenübergreifenden Austausch sowie internationale Kontakte. Die Arbeitssprache ist Englisch.

Jede_r Stipendiat_in ist Mitglied einer Uni-Abteilung sowie am Zukunftskolleg. Zudem besteht für die Stipendiat_innen die Möglichkeit einem der folgenden Exzellenzcluster des Zukunftskollegs anzuge-hören: „Politik der Ungleichheit" oder „Zentrum für die Fortgeschrittene Studie des kollektiven Verhal-tens".

Die Bewerbungen erfolgen in einem zweistufigen Verfahren und werden von internationalen Gutach-ter_innen begleitet. Eine finale Entscheidung wird den Bewerbenden Mitte Februar 2027 mitgeteilt. Bewerbungsschluss ist der 12. Oktober 2026 um 11 Uhr. Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte hier der Stellenausschreibung.

An der Bauhaus-Universität Weimar und der Goethe-Universität Frankfurt sind zum 1. April 2027 im DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materia-lisierung des Wohnens“ zwölf Promotionsstellen in Teilzeit mit 75 % zu besetzen. Von den zwölf Stel-len sind je sechs in Weimar und in Frankfurt angesiedelt. Die Eingruppierung erfolgt entsprechend den persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L. Die Stellen sind bis zum 30. September 2030 befristet.

„Das interdisziplinäre DFG-Graduiertenkolleg Gewohnter Wandel` erforscht das Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlicher Transformation und gebauter Wohnumwelt. Ziel ist es, Forschungsper-spektiven zu entwickeln, mit denen Fragen des Wohnens, seines Wandels und seiner Zukunft aus ge-sellschaftlicher und baulich-räumlicher Sicht systematisch untersucht werden können. Durch ein be-gleitendes Studienprogramm werden Kenntnisse zu forschungsrelevanten Theorien und Methoden der interdisziplinären Wohnungsforschung ausgebaut und fachübergreifend akademische Kernkompe-tenzen gestärkt. Durch außeruniversitäre Kooperationspartner werden zudem praxisnahe Inhalte aus dem Feld der Wohnungsversorgung und Wohnungsforschung vermittelt“ (aus der Stellenausschrei-bung).

Zu den Aufgaben gehören die Erstellung einer Promotion sowie die aktive Teilnahme am Forschungs- und Studienprogramm des Graduiertenkollegs. Die Arbeitsorte sind Weimar bzw. Frankfurt am Main. Erwartet wird die Bereitschaft, zwischen beiden Arbeitsorten zu reisen. Alle weiteren Bewerbungsvor-aussetzungen können hier der Stellenausschreibung entnommen werden. Bewerbungsschluss ist der 2. September 2026.

Für die Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ werden zum 1. Januar 2027 Sachverständige gesucht. Konkret soll es um die unabhängige Begutachtung von Projektvorhaben in den Programmen „Land“, „Bund“, „Digitaler Raum“ sowie im Sonderprojekt „Integration und Teilhabe“ gehen. Die unabhängigen Sachverständigen unterstützen im Auswahlverfahren (Interessensbekun-dung). Sie begutachten die eingegangenen Interessensbekundungen und erstellen u. a. auf der Grundlage der Bewertungskriterien der jeweiligen Förderaufrufe Gutachten für eingereichte Projekte. Weitere Informationen können hier entnommen werden. Eine Bewerbung über die e-Vergabe-Plattform des Bundes ist bis zum 6. August 2026 um 10 Uhr möglich. 

Die Sektion Migration und ethnische Minderheiten in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zeichnet mit dem Dissertationspreis Promotionsarbeiten aus, die in theoretischer, empirischer und/oder methodologischer Hinsicht einen innovativen und herausragenden Beitrag für die Migrations-soziologie leisten. Ziel ist die Förderung von Wissenschaftler_innen in der Qualifiaktionsphase in die-sem Fachgebiet. Der Dissertationspreis wird alle zwei Jahre verliehen. Die nächste Verleihung findet im Rahmen der Frühjahrstagung der Sektion Migration im Frühjahr 2027 statt. Das Preisgeld beträgt 500 Euro. Dissertationen können von einem Sektionsmitglied vorgeschlagen oder von Verfasser_in-nen selbst in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2026. Alle weiteren Informationen sind hier zu entnehmen. 

Die VolkswagenStiftung hat das neue Förderangebot „NEST - ‚Dual Use‘ von Ideen und Konzepten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften“ ins Leben gerufen. Unserer ersten Einschätzung nach, könnte das Angebot für Wissenschaftler_innen aus der Frauen- und Geschlechterforschung/den Gen-der Studies interessant sein.

In der Ausschreibung heißt es: „Während der Begriff ‚Dual Use‘ klassischerweise die doppelte Nutz-barkeit von Forschungsergebnissen oder Technologien für zivile und militärische Zwecke beschreibt, sollen unter ‚Dual Use‘ in den Geistes- und Sozialwissenschaften nicht intendierte Effekte geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung verstanden werden. Diese Effekte können vielfältig sein. Mit die-ser Ausschreibung liegt der Fokus auf ideologisch motivierten antiliberalen, antiwissenschaftlichen und antidemokratischen Formen solcher Aneignungen. So kann etwa aus der wissenschaftlichen Einsicht ‚Wissen ist sozial konstruiert` die verkürzte Behauptung werden, jede Wahrheit sei nur Meinung – ge-nutzt, um Wissenschaft oder Medien zu delegitimieren. Auch postkolonialistische Ansätze werden in politischen Diskursen teilweise umgedeutet, etwa zur Verteidigung eines vermeintlichen ‚Rechts auf Differenz‘" (aus der Ausschreibungsbeschreibung). 

Bei dieser Förderung steht die Frage im Mittelpunkt, wie Konzepte aus den Geistes- und Sozialwis-senschaften in andere Kontexte übertragen und dort politisch oder ideologisch genutzt werden –  bei-spielsweise, um Vertrauen in Wissenschaft, Medien oder Institutionen demokratischer Öffentlichkeit zu schwächen“ (ebd.).

Facts zur Förderung: Fachgebiete: Geistes- und Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Wissen-schaftsforschung; Art der Förderung: Kooperationsprojekte; Finanzierung einer Lehrvertretung/eigene Stellen für Postdoktorand_innen; Förderdauer: bis zu 2 Jahren; Fördersumme: bis zu 450.000 bzw. 650.000 Euro; Zielgruppe: Projektteams von 2 bis 3 Forschenden in Deutschland; internationale Ko-operationen möglich.

Wichtige Termine: Online-Sprechstunde (deutsch) am 11. August 2026; Online Sprechstunde (engl.) am 8. September 2026, jeweils von 10 bis 11:30 Uhr. Die Einreichungsfrist ist der 6. Oktober 2026.

Die neue Ausschreibung ist Teil des NEXT-Förderangebots, mit dem die Stiftung neue, zukunfts-relevante Themen erschließt. Hier erhalten Sie zum neuen Förderangebot weitere Informationen. 

ATGENDER, The European Association for Gender Research, Education and Documentation, sucht vier neue Vorstandsmitglieder für eine dreijährige Amtszeit ab September 2026. Gesucht werden en-gagierte Personen mit Zeit für regelmäßige Sitzungen, Arbeitsgruppen und organisatorische Aufga-ben; besonders willkommen sind Bewerbungen mit Budget- und Schatzmeister_in-Erfahrung sowie EU-Wohnsitz für eine entsprechende Rolle.

Der Vorstand arbeitet an Konferenzen, Publikationen, Early-Career-Formaten, Kommunikation und ei-ner stärkeren Öffnung zu dekolonialen, antirassistischen, queeren und inklusiven Perspektiven. Alle Informationen zur Bewerbung finden sich hier

CfP: Am 12. November 2026 findet an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus Wel-come Center, der 15. Landesweite Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt statt. Unter dem Titel „Allyship und Solidarität(en) – Perspektiven der Gender- und Queerforschung stärken“ werden ge-meinsam Fragen nach Verbundenheit, Verantwortung und gegenseitiger Unterstützung diskutiert. Wis-senschaftler_innen in frühen Qualifikationsphasen, Postdocs und Studierende sind herzlich dazu ein-geladen, sich für einen Beitrag zu bewerben. 

„Im Fokus stehen die Konzepte Allyship und Solidarität(en) als zentrale Bezugspunkte für die Frage, wie sich wissenschaftliche Akteur*innen zu gesellschaftlichen Ungleichheiten, politischen Dynamiken und zueinander positionieren. Damit verbunden sind Fragen nach Verantwortung, nach Formen des Sich-Verbündens und nach den Bedingungen, unter denen solidarisches Handeln möglich wird. Zu-gleich richtet sich der Blick auf die Ambivalenzen, Spannungen und Grenzen solcher Praxen. In die-sem Zusammenhang können auch spezifische Perspektiven, etwa auf Male Allyship, Teil der Refle-xion über Verantwortung und solidarisches Handeln sein“ (aus dem Call).

„Zudem versteht sich die Tagung als Raum, in dem Gender- und Queerforschung in ihrer Breite sicht-bar wird und sich als kritische, reflexive und gesellschaftlich engagierte Wissenspraxis positioniert. In diesem Sinne sind Beiträge willkommen, die Gender- und Queerforschung nicht nur als analytisches Feld begreifen, sondern auch danach fragen, welche Rolle sie in der Gestaltung demokratischer, plu-raler und solidarischer Wissensräume einnehmen kann – gerade auch in Zeiten gesellschaftlicher Po-larisierung und Transformation“ (ebd.).

Zu den Einreichungsformaten zählen Vorträge/Präsentationen sowie Posterpräsentationen. Vorschlä-ge sollen in Form eines Abstracts (max. 600 Wörter) und weiteren Unterlagen bis zum 1. August 2026  per E-Mail geschickt werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind hier sowie zum CfP sind hier zu finden. 

CfP: Am 14. und 15. Januar 2027 findet an der Universität Koblenz die Tagung „Forschen. Organisie-ren. Zusammenarbeiten. Tagung zu solidarischer Wissenschaft und politischer Praxis" statt. Die Ver-anstalter_innen laden Wissenschaftler_innen aller Qualifikationsphasen, Aktivist_innen und Prakti-ker_innen zu den drei thematischen Schwerpunkten solidarisch forschen, organisieren und zusam-menarbeiten zu Beitragseinreichungen ein.

„Wer forscht, kommuniziert und organisiert, trifft immer auch politische Entscheidungen – ob bewusst oder unbewusst. In Zeiten, in denen Förderstrukturen für Demokratieprojekte abgebaut, zivilgesell-schaftliche Allianzen unter Druck gesetzt und kritische Wissenschaft zunehmend angefeindet wird, braucht es Denk- und Begegnungsräume, um sich mit Gegenstrategien und Ideen solidarischer Wis-senschaftspraxis auseinanderzusetzen. Eine solche Chance soll diese Tagung bieten und fragt: Wie kann Wissenschaft solidarisch handeln? Wie lässt sich eine Forschungspraxis gestalten, die dieser Verantwortung gerecht wird – und wo liegen ihre Grenzen und Widersprüche?“ (aus dem Call).

Zu den möglichen Formaten gehören Poster, Impulsvorträge und Workshops. Einreichungen sind auf Deutsch oder Englisch möglich und bis zum 15. September 2026 per E-Mail möglich. Den CfP fin-den Sie hier

CfP: Die Zeitschrift für Diversitätsforschung (ZDfm) macht auf einen Open Call für das Heft 1/2028 aufmerksam und lädt zur Einreichung von Themen und Aspekten ein, „die gerade im Entstehen und Werden sind, bzw. die von derzeitigen Calls nicht erfasst werden“ (aus dem Call). Mit diesem Auf-ruf knüpfen die Herausgebenden an einen weiteren Zugang zur Zeitschrift an, den sie vor zehn Jahren bereits formulierten:

„Die Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management versteht sich als ein Forum für die wissen-schaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Vielfalt und Verschiedenheit sowie Heterogenität und Homogenität, soziale Ungleichheit/en, Diskriminierungen und Privilegierungen. Sie steht für die Bear-beitung dieser Fragen aus Sicht verschiedener Disziplinen aus den Geistes- und Kulturwissenschaf-ten, den Lebenswissenschaften, Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften – und sucht dabei explizit die Vielfalt auch in den entsprechend verschiedenen Forschungsansätzen und diszipli-nären Zugängen zur Diversität.“ (ZDFM 1/2016, 5).

Willkommen sind folgende Beiträge: wissenschaftliche Langbeiträge mit theoretisch-konzeptioneller oder empirischer Ausrichtung im Umfang von 35.000 bis max. 45.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen); Kurzbeiträge aus Wissenschaft und Praxis: Skizzen zu Forschungsprojekten, pointierte Stellungnah-men und (gern provokante) Positionen sowie Praxisbeispiele und -berichte mit einem Umfang von 12.000 bis 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Die Frist zur Einreichung für wissenschaftliche Lang-beiträge ist der 30. April 2027. Da die Auswahl der Langbeiträge in einem zweistufigen Begutach-tungsverfahren erfolgt, wird um die Einreichung von einem Abstract (max. 400 Wörter, inkl. Litera-turangaben) bis zum 31. Oktober 2026 gebeten. Kurzbeiträge aus Wissenschaft und Praxis können bis 1. August 2027 in voller Länge eingereicht werden. 

Alle Einreichungen für das Heft, Beitragsvorschläge sowie die ausgearbeiteten Lang- und Kurzbei-träge, senden Sie bitte per E-Mail. Weitere Informationen, inkl. Kontaktdaten, finden Sie hier im Call. Alle Informationen zur Manuskripteinreichung sind beim Verlag hier zu finden.

CfP: Die Zeitschrift „feministische studien“ ruft für das Heft 2/2027 zum Thema „Geschlechterver-hältnisse in Mittel-, Südost- und Osteuropa und Ostdeutschland“ zu Einreichungen auf. „Die gesell-schaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben Fragen von Geschlecht, Sexualität und intersektionaler Ungleichheit in Mittel-, Südost- und Osteuropa sowie in Ostdeutschland erneut ins Zentrum öffentlicher und wissenschaftlicher Debatten gerückt. Damit verbunden ist eine wachsende Aufmerksamkeit für die Vielfalt geschlechterbezogener Lebensrealitäten, für gesellschaft-liche Transformationsprozesse sowie für neue theoretische und empirische Zugänge in der Ge-schlechterforschung. Der Blick gen ‚Osten‘ ist untrennbar mit der Frage nach Arbeits- und Geschlech-terverhältnissen verbunden – auch weil eine zentrale Ost-Erzählung die besondere Bedeutung von Ar-beit im Lebenszusammenhang sowie die im Vergleich zum ‚Westen‘ stärkere Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt betont“ (aus dem Call).

Mit dem Themenschwerpunkt wollen die Herausgeber_innen „dazu beitragen, die oft marginalisierte Expertise aus Mittel-, Südost- und Osteuropa sowie Ostdeutschland stärker in wissenschaftliche femi-nistische Debatten einzubringen und dominante west- bzw. westeuropäisch geprägte Perspektiven kri-tisch zu erweitern oder zu durchkreuzen“ (ebd.).

Vor dem Hintergrund der im Call ausführlich dargestellten „vielfältigen Entwicklungen und Themenset-zungen möchte das Schwerpunktheft der feministischen studien 2/2027 den transnationalen Aus-tausch innerhalb der Geschlechterforschung stärken, regionale Perspektiven sichtbar machen und vergleichende wie intersektional-transnationale Zugänge fördern“ (ebd.).

Extended Abstracts (1.000-1.500 Wörter) sind bis spätestens 30. August 2026 per E-Mail einzurei-chen. Die Kontaktdaten finden Sie hier im Call.

Es können Abstracts für die Rubriken Hauptbeiträge (45.000 Zeichen inkl. Fußnoten und Literatur) und Diskussion (30.000 Zeichen inkl. Fußnoten und Literatur) eingereicht sowie Tagungsberichte und (Sammel-)Rezensionen (10.000 Zeichen) sowie künstlerische Arbeiten für die Rubrik Bilder und Zei-chen vorgeschlagen werden. Alle weiteren Informationen finden Sie hier im Call.

CfP: „In einer Welt, in der autoritäre Regime und rechtspopulistische oder rechtsextreme Bewegungen sowie kriegerische Gewalteskalation zur Durchsetzung politischer und nationaler Interessen vielerorts die Oberhand gewinnen, wehren sich gleichzeitig immer mehr Menschen gegen diese Entwicklungen. [...] Die gewählten Protestformen sind dabei vielfältig und facettenreich. Sie knüpfen einerseits an tra-dierte Formen des Protests gegen Obrigkeiten, Unterdrückung und soziale Missstände an und gestal-ten sich andererseits erfinderisch, kreativ, treten lautstark an die Öffentlichkeit oder werden im Gehei-men, im Untergrund praktiziert“ (aus dem Call).

Vor diesen im Call ausführlich geschilderten Hintergründen widmet sich die Ausgabe von L’Homme. Z.F.G. 1/2028 dem Thema Protest. Eingereichte Beitragsvorschläge können frühere Proteste aufgrei-fen und methodisch-theoretisch neu weiterentwickeln: „z.B. in Bezug auf Bauernkriege, Ketzerbewe-gungen, Weiberkriege` und Hungerkrawalle`, städtische Aufstände und Unruhen, Revolutionen, Streiks und Arbeiter*innenbewegungen, Student*innenbewegungen, Proteste in den diversen Frauen-bewegungen, in der Antikriegsbewegung, der Umweltbewegung, antikoloniale Protestformen ... . Da-bei sollen auch Verschiebungen oder Veränderungen der Perspektiven, Ansätze und Themen der fe-ministischen Protestgeschichte deutlich werden – sei es in Hinblick auf Akteur*innen oder die Anbin-dung an politische/soziale Bewegungen, oder sei es hinsichtlich der Konstruktion historischer Leitfigu-ren für erfolgreichen, aber auch niedergeschlagenen Protest. Das gilt ebenso für die untersuchten Formen und Motive, deren Bandbreite durch globale Dimensionen von Protest zusätzlich erweitert wird. Von Interesse sind außerdem nicht nur bewegungsorientierte, sondern auch individuell prakti-zierte Protestformen“ (ebd.). Die Herausgeber_innen bitten um die Einreichung von Proposals in Deutsch oder Englisch bis Ende August 2026.

Weitere Informationen, inkl. Kontaktdaten, finden Sie hier.

CfP: Die Redaktion der Zeitschrift GENDER macht auf den Offenen Teil der Zeitschrift GENDER aufmerksam und lädt zu Beitragseinreichungen ein.  

Zum Hintergrund: Jede GENDER-Ausgabe hat einen eigenen thematischen Schwerpunkt für den Bei-träge mit einem Call for Paper eingeworben werden. Für den Offenen Teil sind in jeder Ausgabe Ein-reichungen unabhängig von den Themenschwerpunkten möglich. Willkommen sind Beitragseinrei-chungen, die sich aus empirischer oder theoretischer Perspektive mit Geschlechterverhältnissen in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten auseinandersetzen. Weitere Informa-tionen für den Call finden Sie hier.

Für den Offenen Teil werden keine Abstracts, sondern vollständige Beiträge (max. 50.000 Zeichen) eingereicht. Hinweise zur Einreichung finden Sie hier. Die nächste Redaktionssitzung auf der Beiträge für den Offenen Teil behandelt werden, findet am 23. August 2026 statt. Die Einreichung erfolgt per E-Mail.

CfP: Das Special Issue des European Journal of Women's Studies widmet sich dem folgenden aktuellen gesellschaftspolitischen Szenario: "Currently, we are witnessing a dramatic shift to the far-/alt-right and neo-conservatism, and an increasing popularity for illiberalism across diverse policy contexts across the globe. As a consequence of this development, the academic study of gender has been banned in some countries, such as Hungary, and in others – notably the US and the UK – state agencies and courts have taken the decision to define gender as an immutable male-female binary determined by sex assigned at birth. Yet, the implications of these developments are broader and more far-reaching. Anti-gender discourses have gained increasing prominence across multiple global contexts and are increasingly recognized as entry points to far-right political ideologies. Embedded in policy proposals, these discourses also target women’s and gender studies as an academic field including feminist, queer, trans, antiracist and post-colonial scholars" (Call). Abstracts sind bis zum 1. November 2026 einzureichen. Alle Informationen zum Call for Paper finden Sie hier.

CfP: Für den zweitägigen Workshop „Körper und Interviewforschung – Perspektiven für die Trans Studies“ am 22. und 23. Oktober 2026 an der Universität Bielefeld werden Partizipator_innen (Beiträge und Teilnehmer_innen) gesucht. Im Mittelpunkt stehen theoretische, methodologische und empiri-sche Zugänge zu Körpern, verkörperter Erfahrungen und Interviewforschung in den Trans Studies. Am ersten Tag findet eine Diskussion von feministischen und (post-)phänomenologischer Texten statt. Der zweite Tag ist als geschlossene Forschungswerkstatt für (Nachwuchs-)Forschende gedacht, die eigene Arbeiten zu Körper und Interviewforschung einbringen wollen. Die Einreichung von Beiträgen ist bis 31. Juli 2026 möglich. Alle Informationen finden Sie hier

CfP: Der Call for Papers „The Categories of Emancipation in Feminist and Queer Anthropology“ des AFQ Collective lädt zu ethnografisch fundierten Beiträgen ein. Im Zentrum stehen die Umdeutungen, Aneignungen und Konflikte um Begriffe wie Emanzipation, Geschlecht, Sexualität und Agency in femi-nistischer und queerer Anthropologie sowie ihre Verflechtungen mit postkolonialen und dekolonialen Perspektiven. Gesucht werden Abstracts von etwa 3.000 Zeichen mit kurzer Bibliografie sowie eine biografische Notiz. Einsendeschluss ist der 15. September 2026, die Entscheidung erfolgt bis 1. Okto-ber 2026, und die vollständigen Beiträge sind bis 22. Januar 2027 einzureichen. Alle Informationen fin-den Sie hier

CfA: An der Leibniz Universität Hannover finden vom 20. bis 22. November 2026 unter dem Titel „Feministische Theorie, Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Wandel“ die „Feministischen Tage“ statt. Sie „widmen sich der Frage, wie feministische Gesellschaftsanalyse unter den Bedingungen digitaler Transformation, wachsender materieller Ungleichheiten, veränderter Öffentlichkeiten und politischer Polarisierung weiterentwickelt werden kann. Die Veranstaltung knüpft an die Tradition interdisziplinärer feministischer Wissenschaft in Hannover an und versteht sich als Forum für den Austausch zwischen Wissenschaft, zivilgesellschaftlicher Praxis und Öffentlichkeit. Ausgangspunkt der Tagung ist die Be-obachtung, dass aktuelle feministische Forschung zwar differenzierte Analysen zu Geschlecht, Inter-sektionalität, Care, Migration, Digitalisierung und gesellschaftlicher Transformation hervorgebracht hat, zentrale Analyseebenen und Forschungstraditionen jedoch häufig nebeneinanderstehen. Insbesonde-re die Verbindung mikrosozialer Perspektiven mit makrosoziologischen Gesellschaftsanalysen, die Verknüpfung digitaler Öffentlichkeiten mit Fragen epistemischer Autorität sowie das Verhältnis von Wissenschaft, Öffentlichkeit und politischer Praxis sollen neu diskutiert werden“ (aus dem Call). Abstracts (max. 300 Wörter) können bis zum 24. August 2026 per E-Mail gesendet werden. Wei-tere Informationen zum Call finden Sie hier

CfA: Die Working Paper Series Gender<ed> Thoughts“ versteht sich als „wissenschaftliche Plattform für den interdisziplinären und transdisziplinären Diskurs, die zu aktuellen theoretischen, empirischen und methodischen Debatten in den Gender Studies (Gender Thoughts) beiträgt und die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Geschlecht im Alltag (Gendered Thoughts) reflektiert“ (von der Webseite).

Die Zielgruppe von „Gender<ed> Thoughts“ sind vorrangig Wissenschaftler_innen in der Qualifikati-onsphase (Studierende, Doktorand_innen und Postdoktorand_innen). Sie erhalten auf der Plattform die Möglichkeit „ihre wissenschaftlichen Arbeiten in einem inklusiven, respektvollen und wertschät-zenden Umfeld zu veröffentlichen“ (ebd.). Die Plattform ist an der Universitätsbibliothek Göttingen angegliedert und wird in der Deutschen Nationalbibliothek und im Gender Repository unter den eta-blierten Zeitschriften geführt.

Beiträge werden vorrangig in deutscher oder englischer Sprache im Open Access unter der Creative Commons-Lizenz cc-by-sa 4.0 veröffentlicht.

Wer an einer Veröffentlichung interessiert ist, sendet bitte ein Abstract mit max. 300 Wörtern per E-Mail. Fristen für Abstract-Einreichungen gibt es nicht. Weitere Informationen sind hier abrufbar.