Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

wir freuen uns sehr Ihnen mitteilen zu können, dass wir die diesjährigen LAGEN-Jahresveranstaltungen in Kooperation mit dem Netzwerk Geschlechter- und Diversitätsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg ausrichten.

Am 12. November 2020 organisieren wir den 10. Interdisziplinären Niedersächsischen Doktorand_innentag Gender Studies

Ziel des Doktorand_innentags ist die niedersachsenweite Präsentation und Vernetzung der Forschung von Nachwuchswissenschaftler_innen in der Geschlechterforschung. Erstmal können sich auch Masterstudierende, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, aktiv beteiligen.

Es sind Vorträge und Poster-Präsentationen vorgesehen, auf die sich Doktorand_innen und Masterstudierende bewerben können, die an niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Geschlechterforschung/Gender Studies promovieren bzw. ihre Masterthesis schreiben. Die Teilnahme ist Doktorand_innen und Masterstudierenden aller Fachrichtungen möglich. Die eingereichten Beiträge sollen eine geschlechtertheoretische Fragestellung fokussieren. Zudem können Masterstudierende ihre Abschlussarbeiten in einem wissenschaftlichen Poster vorstellen.

Beiträge können bis zum 07. Juni 2020 eingereicht werden.

zum Call for Papers 

Am 13. November 2020 findet die LAGEN-Jahrestagung unter dem Titel "Geschlechterforschung in Transformation - Inhalte, Strukturen und Prozesse" statt. Wir möchten die gegenwärtigen inhaltlichen wie auch strukturellen Transformationsprozesse der Frauen- und Geschlechterforschung diskutieren und gemeinsame Strategien für die Zukunft entwickeln.

Weitere Informationen zum Programm folgen demnächst. 

Dieser Rundbrief informiert Sie zudem über Neuigkeiten aus dem Projekt "Gender und Lehre in Niedersachsen", kommende Veranstaltungen sowie über Calls und Ausschreibungen. 

Wir freuen uns weiterhin über Ihre Ankündigungen und Neuigkeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung!

Liebe Grüße

Jördis Grabow

1. Neuigkeiten aus dem Projekt "Gender und Lehre in Niedersachsen"

2. Veranstaltungen in Niedersachsen und darüber hinaus

3. Calls und Ausschreibungen

Liebes LAGEN-Netzwerk,

bereits zum dritten Mal organisierte die LAGEN gemeinsam mit der Forschungsstelle Geschlechterforschung (Universität Osnabrück), dem Netzwerk Gender Studies (Universität Vechta), dem gendup - Zentrum für Frauenförderung und Gender Studies (Universität Salzburg) sowie dem Projekt gender*bildet (Martin-Luther-Universität Halle) die AG Gender- und Diversitätszertifikate auf der 18. Arbeitstagung der „Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum“ (KEG). Wir haben uns sehr gefreut, unsere AG diesmal als Eröffnungsplenum der Tagung durchführen zu können. Im Rahmen einer Expert_innendiskussion wurden Gender- und Diversity-Zertifikate dabei im Spannungsfeld von Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit, Prekarisierung und struktureller Verankerung diskutiert. Denn der Bedeutung der Gender- und Diversity-Lehre steht häufig eine strukturell prekäre Situation der Lehrenden und Koordinierenden entsprechender Zertifikate gegenüber. Nicht nur in Hinblick darauf ist ein gemeinsamer Austausch unerlässlich.

Wenn Sie Interesse an einem Austausch zum Thema "Gender und Lehre in Niedersachsen" haben oder ihr Gender-Lehrprojekt im Rundbrief vorstellen möchten, melden Sie sich sehr gern bei mir.

Herzliche Grüße

Friederike Apelt

apelt[at]nds-lagen.de

 

"Digitale Kompetenz gilt als eine der grundlegenden Schlüsselqualifikationen für Studiengänge und Berufe der Zukunft. Ihre Vermittlung im Übergang von der Schule zum Studium erfordert die Berücksichtigung unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen und sozio-ökonomischer Bedingungen von Studieninteressentinnen und Studieninteressenten. Sie soll frei sein von Klischees und Geschlechterstereotypen. Deshalb gilt es Aspekte der Chancengleichheit und Gleichberechtigung bereits in die Angebote zur Studien- und Berufsorientierung in MINT einzubringen. Frühe Praxiserprobung und die Vermittlung von Hintergrundwissen unter Nutzung digitaler Aspekte - wie sie das Niedersachsen-Technikum bietet - stärken die Selbstkompetenz junger Frauen für MINT-Studienangebote und MINT-Berufe.

Ziel ist es, aufbauend auf schulischen Erfahrungen, Interesse am Thema Digitalisierung in MINT zu wecken, Rückmeldung zur eigenen Wirksamkeit in diesem Feld zu erhalten und so die Entscheidung für mögliche MINT-Studiengänge zu unterstützen.

Wir laden Sie herzlich ein, diese Themen im Rahmen der Fachtagung "Digitale Kompetenz im Übergang Schule - Studium" am 09. März 2020 im Leibnizhaus in Hannover mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Digitalisierung, Gender und Diversity und Kompetenzentwicklung zu diskutieren. Den Schwerpunkt der Tagung bilden Praxisbeispiele niedersächsischer Hochschulen im Übergang Schule - Studium, in der Studieneingangsphase sowie in Lehre und Forschung. 
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur."

Datum und Ort: 09. März 2020 (10:00 bis 14:00 Uhr), Leibnizhaus, Holzmarkt 5, 30159 Hannover

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Schulung: "Gender- und vielfaltssensibles Handeln in der sozialen Arbeit" (März - Juni 2020), drei Module

Diese Schulung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche der Arbeitsfelder Migration, Gleichstellung und Teilhabe, Fachkräfte aus der Bildungs- und Beratungsarbeit sowie weitere Interessierte.

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Workshop: Geschlechtergleichstellung in der Migrationsarbeit 05. März 2020 (10:00 - 17:00 Uhr) FZH Linden, Hannover

Der Workshops richtet sich an Fachkräfte der Bereiche Migration-, Gleichstellung und Teilhabe.

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"Die Diversity Dimension "Familienstand" ist der diesjährige Schwerpunkt des 11. Hannoverschen Diversity-Netzwerk-Treffens (HaDi). Die Familie steht laut dem Grundgesetz unter einem besonderen Schutz. Doch was meint Familie eigentlich heutzutage? Welche Rolle spielen Beziehungs- und Familienkonstellationen am Arbeitsplatz? Wie muss ein Diversity Management im Hinblick auf die Öffnung der Ehe für alle, Trans*Elternschaft und Adoptionsverfahren gleichgeschlechtlicher Familien gestaltet werden, damit alle Personen über ihre Kinder oder die wöchentliche Freizeitgestaltung sprechen können - im Privat- und im Berufsleben? Das klassische Familienmodell mit Mutter, Vater und Kind(ern) wirkt fast wie ein veraltetes Ideal, wenn wir uns die Vielfalt der Familienkonstellationen ansehen. Im Arbeitsalltag ist die heterosexuelle Norm als Teil der Identität (dauerhaft) über Eheringe, Bilder von dem/der Partner*in, in Erzählungen vom Wochenende, also der Freizeitgestaltung und Kindern allgegenwärtig (vgl. Frohn 2007: 5). Die gleichen Erzählungen von LGBTIQ-Personen werden hingegen als ein "too much" an Informationen über das Sexualleben gesehen, da der Arbeitsplatz durchgängig als "asexueller Raum konstruiert wird". Die im Januar 2019 veröffentlichten Studie der Boston Consulting Group zeigt auf, dass 63 % aller LGBT+ Mitarbeiter*innen ihre sexuelle Orientierung bzw. geschlechtliche Identität am Arbeitsplatz gegenüber allen oder manchen Kolleg*innen verheimlichen würden. Folgerichtig bedeutet das, dass es kein Outing oder Informationen zur eigenen Beziehungs- und Familienkonstellation der Betroffenen am Arbeitsplatz gäbe. Diese Ergebnisse erstaunen, da im Zuge des DAX 30 LGBT+ Diversity Indexs der Uhlala Group, die am 11.Dezember 2019 veröffentlicht wurde, mehr als zwei Drittel aller DAX-Unternehmen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als festen Bestandteil ihres Diversity Managements betrachten.

Um diese spannenden Fragen zu diskutieren haben wir folgende Gäste für das Podium angefragt:

Constanze Körner, Leiterin und Projektkoordinatorin von LES-LE-FAM e.V., Berlin.

Rix Weber, Master of Arts Gender Studies, langjährige und vielfältige Erfahrungen mit trans* Aktivismus und geschlechtssensibler politischer Bildungsarbeit,

Göttingen Nico Kerski, Vater in einer Regenbogen-Konstellation und neuer Geschäftsführer des Queeren Netzwerks Niedersachsen e.V.

Christoph Grote, mannigfaltig e.V., Diplom Religionspädagoge, Mediator, Systemischer Berater.

Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Corinna Weiler vom Andersraum e.V.

Um Anmeldung unter kultur.vhs[at]hannover-stadt.de oder Album[at]hannover-stadt.de wird gebeten."

Datum und Ort: 19. März 2020 (14:00 bis 17:00 Uhr), VHS Hannover

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Vortrag von Leonie Koch, Felisa Mesuere (Hannover): Die Geschichte ehemaliger Hochschulprofessorinnen aufarbeiten und nachhaltige Erinnerungsstrukturen schaffen. Wikipedia als wirksames Medium der Sichtbarmachung?

Datum und Ort: 22. April 2020 (18:00 Uhr), Forschungszentrum Musik und Gender (HMTM Hannover)

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"Work Shop-Treffen der AG Gender/Queer Studies der Gesellschaft für Medienwissenschaft an der Universität zu Köln:

"Queerfeministische Kompostierungen der Digitalität" ausgerichtet von der rheinischen Sektion der Komposistischen Internationale

Wie verhalten wir uns queerfeministisch methodisch zum Phänomen 'Digitalisierung'? Wie ver-antworten wir die hieran geknüpften (prekären) (Techno-)Ökologien mit ihren Prozessen und Entitäten? Im Work Shop verhandeln wir diese Fragen vor dem Hintergrund von Haraways Claim, dass wir eher Kompost als posthuman sind und deshalb in der nicht/gegebenen Welt andere Formen des Lebens-und-Sterbens-Mit verweltlicht werden können, als die des aggressiven, globalen Technokapitalismus - make kin, not babies & enjoy the ruins + death in life!

Bitte, meldet Euch, melden Sie sich unter folgender Adresse an: queer-compost[at]gmx.de "

Datum und Ort: 03. April 2020 (12:00-17:00 Uhr), Köln

"Das Göttinger Centrum für Geschlechterforschung veranstaltet seit dem Wintersemester 2015/16 in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften (GSGG) und der Göttinger Graduiertenschule Gesellschaftswissenschaften (GGG) das GenderLabor.
In diesem haben Bachelor- & Masterstudierende, Promovierende und Post-Docs die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen."

Zum Call 

"Die erste Ausgabe der Zeitschrift für Disability Studies fragt danach, wie sich Behinderung als soziales Phänomen in Zeiten von erstarkendem Nationalismus, Rechtspopulismus, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus, um sich greifendem Neoliberalismus, Handelskriegen, Digitalisierung und sich beschleunigendem Klimawandel verändern wird.[...]"

Einreichungen sind bis zum 01. März möglich.

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"Im Verbundvorhaben "Sorgetransformationen. Forschungsverbund interdisziplinäre Carearbeitsforschung" arbeiten Wissenschaftler:innen aus der Soziologie, der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre, der Sozialen Arbeit sowie der Rechtwissenschaft gemeinsam an der Erforschung der Umbrüche bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit und ihrer institutionellen, kulturellen, ökonomischen und technologischen Kontexte. Der Forschungsverbund besteht aus Mitgliedern der Universität Hamburg (UHH), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr in Hamburg (HSU) und wird von der Landesforschungsförderung Hamburg für drei Jahre gefördert. An den beteiligten Hochschulen sind vier Stellen für Promovierende (65% der üblichen tariflichen Arbeitszeit), die jeweils einem interdisziplinären Cluster zugeordnet sind, und eine Post-Doc-Stelle (100%) zur wissenschaftlichen Koordination des gesamten Forschungsverbundes zu besetzen."

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"An der Humboldt-Universität zu Berlin ist im Forschungsbereich Gender & Science im Institut für Geschichtswissenschaften zum 1.5.2020 - unter dem Vorbehalt der Mittelfreigabe - im Rahmen des BMG-geförderten Forschungsnetzwerks "Toolbox zur Operationalisierung von geschlechtlicher Vielfalt in der Forschung zu Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention" (DIVERGesTOOL) eine Stelle für die Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d) in der Tarifgruppe 13 TV-L mit 50% der regulären Arbeitszeit für 33 Monate zu besetzen.

Das interdisziplinäre Forschungsnetzwerk wird von drei Projektpartnerinnen (Univ. Bremen (Projektleitung), Univ. Nijmegen, HU Berlin) durchgeführt. Es hat zum Ziel, auf der Grundlage aktueller biomedizinischer und gendertheoretischer Forschung eine anwendungsorientierte Toolbox zur Operationalisierung von geschlechtlicher Vielfalt für geschlechtersensible quantitative Gesundheitsforschung in Deutschland partizipativ mit Stakeholdern von Hochschulen und Forschungsinstitutionen in Deutschland zu entwickeln.

Die Aufgaben der Projektpartnerin HU Berlin umfassen eine umfassende Vermittlung, Übersetzung, Aufbereitung und Weiterentwicklung der Ergebnisse der Geschlechterforschung im Bereich sex/gender-Konzeption, Embodimentperspektive und Intersektionalitätsansatz für die Anwendung in der quantitativen Gesundheitsforschung.Aufgabengebiet im Einzelnen:
Literaturrecherche und Bewertung des internationalen Forschungsstandes bezüglich methodischer Ansätze und Leitfäden zur Berücksichtigung von Geschlecht in quantitativer Gesundheitsforschung
Disziplinen übergreifende Moderierung des anwendungsbezogenen Wissenstransfers von der Genderforschung in die quantitative Gesundheitsforschung
Durchführung von leitfadengestützten Expert*inneninterviews mit Stakeholdern aus der Gesundheitsforschung
Kooperative Entwicklung von Genderkonzepten als Erhebungsinstrumente in populationsbezogenen Gesundheitsstudien und Zusammenstellung in einer Toolbox
Mitarbeit bei vier internen Projekttreffen und drei partizipativen Workshops mit Stakeholdern der quantitativen Gesundheitsforschung
Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Projektergebnisse
Erstellung eines Bausteins für den Abschlussbericht des Projektes

Anforderungen:
Abgeschlossenes Masterstudium in den Gender Studies oder verwandten Bereichen
Fundierte Kenntnisse der Genderforschung zu Lebenswissenschaften, Medizin bzw. Gesundheitswissenschaften
Interesse an und Befähigung zu transdisziplinärer Kooperation und Wissensvermittlung
Interesse an einer praktischen Umsetzung von Ergebnissen der Genderforschung in quantitativen gesundheitswissenschaftlichen Anwendungsbereichen

Bewerbungsfrist: 4 Wochen (bis zum 20.3.2020)

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte per Mail an Prof. Dr. Kerstin Palm (kerstin.palm[at]hu-berlin.de).

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind innerhalb von 4 Wochen unter Angabe der Kennziffer DR/038/20 zu richten an dieHumboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften, Frau Prof. Kerstin Palm, Friedrichstr. 191-193, 10117 Berlin.

Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen."