Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

LAGEN RUNDBRIEF – Rundbrief 01/2020

ich hoffe, dass Sie alle gut in das neue Jahr gestartet sind! Mit dem Jahresbeginn aktualisieren wir auch wieder die Webseitenrubik Publikationen. Haben Sie im letzten Jahr Artikel, Sammelbände, Monographien etc. veröffentlich oder planen Sie Veröffentlichung im Jahr 2020? Schicken Sie uns gern Informationen zu!

Zudem möchte ich Sie auf unser stetig wachsendes Expert_innenportal hinweisen. Möchten Sie dort aufgenommen werden? Melden Sie sich kurz per E-Mail, dann sende ich Ihnen eine kurze Informationsabfrage zu. Das Profil erstellen wir für Sie. Falls Sie bereits ein Profil haben, melden Sie sich gern bei uns, wenn wir dieses aktualisieren sollen. 

Dieser Rundbrief informiert Sie über die neuste LAGE(N)Besprechung, den Tagungsbericht "Denken - Sprechen - Gendern", über kommende Veranstaltungen sowie über Calls und Ausschreibungen. Wir freuen uns weiterhin über Ihre Ankündigungen und Neuigkeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung! 

Liebe Grüße

Jördis Grabow

1. LAGE(N)Besprechung #16

2. Tagungsbericht: Denken - Sprechen - Gendern

3. Veranstaltungen in Niedersachsen und darüber hinaus

4. Calls und Ausschreibungen

Stina Mentzing im Gespräch mit Susanne Richter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Geschlechterforschung der Uni Hildesheim

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"Vom 10.-11. Oktober 2019 fand im Leibnizhaus Hannover die interdisziplinäre Tagung "Denken - Sprechen - Gendern" statt, die im Rahmen des Forschungsprojektes "Geschlechtergerechte Sprache in Theorie und Praxis" organisiert wurde. An den zwei Tagen bekamen die gut 70 Teilnehmenden in insgesamt 9 Vorträgen von Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Einblicke in aktuelle sozialpsychologische, korpus-, diskurs- und psycholinguistische Forschungen zum Themenfeld "Sprache und Geschlecht" sowie existierende rechtliche Herausforderungen in der sprachlichen Benennung von Personen. Auch wir haben erste Ergebnisse aus unserer Forschung präsentiert. Über diese werden wir hier nach und nach berichten. Es wurde ein Tagungsbericht erstellt in dem alle Vorträge kurz zusammengefasst sind."

zum Tagungsbericht

"Im Podiumsgespräch sollen die politischen und gesellschaftlichen Folgen der "#MeToo"-Debatte diskutiert werden:Wie hat die Debatte sich auf den Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt ausgewirkt? Welche Veränderungen im Sprechen und im Diskurs über sexualisierte Gewalt gab es? In der Diskussion sollen auch intersektionale Aspekte der Debatte berücksichtigt werden, wie z.B. die Bewertung der Debatte aus trans*Perspektiven.

Diskutierende:
· Tija Uhlig, Sprechwissenschaftler_in (BA, Halle), Psychosoziale Berater_in für LSBTI* (BMFSFJ)
· Maren Kolshorn, Frauennotruf Göttingen
· PD Dr. Gabriele Dietze, Kulturwissenschaftlerin, Humboldt Universität zu Berlin

Moderation:
PD Dr. Victoria Hegner, Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät"

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Datum und Ort: 06. Februar 2020, 18:15 - 20:00 Uhr, Raum VG 1.104, Universität Göttingen

Tagung des Promotionskollegs Gender Studies der Universität Vechta.

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Datum und Ort: 10./11. Februar 2020, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die AG GENAU*T (Geschlechterverhältnisse, Nachhaltigkeit, Umwelt und Transformation) der FG Gender zu einem Vortrag und einer Sitzung.

Tagesordnung

11:00 bis 13:00 Uhr: Vortrag Prof. Dr. Christine Klapeer "Utopien des Politischen: Queer Ecology meets Feminist Science Fiction"

13:00 bis 13:45 Uhr: Mittagspause

13:45 bis 15:00 Uhr: Berichte und Mitteilungen AG GENAU*T (Aktivitäten, Vorhaben etc.)

Zum Vortrag:

Utopien des Politischen: Queer Ecology meets Feminist Science Fiction. 
Auf der Basis ausgewählter feministischer Utopien und Science Fiction-Literatur wird in dem Impulsvortrag diskutiert, welche neuen und anderen Modelle von Demokratie, Ökologie und Geschlecht ebenso wie von Subjektivität, Sexualität oder Arbeits(ver)teilung hier vorgeschlagen werden und welche Bedeutung diesen Konzepten für eine Imagination und Denkbarkeit alternativen oder nachhaltigeren Zukünftigkeiten jenseits einer bloßen Kritik des geschlechterpolitischen Status Quo zukommt. Im Zentrum der Überlegungen wird demnach, der aus queertheoretischer Perspektive zentrale Zusammenhang zwischen einer ökologischer Transformation und der Dekonstruktion etablierter heteronormativer und kolonial geprägten Beziehungs-, Geschlechter- Sexualitäts- sowie politischer Subjekt- und Partizipationskonzepte stehen: Wie können uns Geschichten über polygeschlechtliche Aliens oder Visionen einer Gesellschaft ohne 'biologische' Mutterschaft und Familienkonstellationen helfen, über eine "Demokratie mit allen Naturen" nachzudenken?

Dr. Christine M. Klapeer ist Politikwissenschaftlerin und derzeit Gastprofessorin für sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck. Sie ist Mitglied des Sprecher*innenrates der Sektion "Politik und Geschlecht" der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und sie liebt feministische Science Fiction Literatur. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich queere, feministische und postkoloniale politische Theorie(n), institutionalisierte Formen von Heteronormativität und transnationale Geschlechter- und LGBTIQ*-Politiken. 2019 hat sie gemeinsam mit Antje Daniel das Schwerpunktheft "Her mit der Zukunft?! Feministische und queere Utopien und die Suche nach alternativen Gesellschaftsformen" der Femina Politica - Zeitschrift für Feministische Politikwissenschaft (Nr. 1/2019) herausgegeben.

Datum und Ort: 12. März 2020, Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsallee 1, Raum C 14.202

Das Jahresprogramm der Akademie Waldschlösschen ist erschien! Das Bildungsprogramm der Akademie Waldschlösschen richtet sich an Interessierte aus allen Bevölkerungsgruppen. Es umfasst die Arbeitsbereiche: Gesellschaftliches Engagement, Selbsthilfe; Lebensgestaltung, Gesundheit; Wissenschaft, Kunst; Weiterbildung im beruflichen Kontext.

zum Jahresprogramm

Im Rahmen des BMBF geförderten Verbundforschungsprojektes zwischen der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden wird die Tagung "Jenseits der Gläsernen Decke - Professorinnen zwischen Anerkennung und Marginalisierung" organisiert.

"Ziel unseres Projektes ist es, die Erfahrungen von Professorinnen an Hochschulen zwischen Anerkennung und Marginalisierung zu untersuchen. Unser Fokus liegt dabei auf der Ebene der organisationalen und informellen Alltagskultur an Hochschulen, den Erfahrungen der Professorinnen mit informellen Machtspielen und Geschlechterpolitik an Hochschulen. Während der wissenschaftlichen Tagung sollen sowohl erste Forschungsergebnisse des Projektes als auch die Ergebnisse diverser anderer Forschungen zur Situation von Professorinnen an Hochschulen vorgestellt und intensiv diskutiert werden."

Datum und Ort: 03. bis 05. Februar 2020, TU Darmstadt

weitere Veranstaltungsinformationen

"Der Gender Pay Gap ist ein gleichstellungspolitisches Thema, das auch an den Hochschulen eine Rolle spielt. Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern, insbesondere zwischen Professorinnen und Professoren, machen deutlich, dass hier Diskussions- und Handlungsbedarf besteht.Der Gender-Kongress 2020 des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen richtet sich an Hochschulleitungen, Gleichstellungsbeauftragte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter der Politik. Ziel des Kongresses ist es, sich über Hochschulentwicklungen und Gleichstellungsinstrumente zu verständigen und Strategien zur Gleichstellung von Frau und Mann sowie zur Chancengerechtigkeit zu entwickeln. (...)"

Datum und Ort: 11. Februar 2020, SANAA-Gebäude auf der Zeche Zollverein in Essen

weitere Veranstaltungsinformationen

"Die meccanica feminale ist die Frühjahrshochschule für Studentinnen und interessierte Frauen aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, dem Wirtschaftsingenieurwesen, der Medizintechnik und angrenzenden Fachrichtungen im MINT-Bereich. Es sind noch freie Plätze für Fach- und Softskill-Kurse verfügbar!"

Datum und Ort: 18. bis 22. Februar 2020, Hochschule Furtwangen, Campus Schwenningen (Baden-Württemberg)

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" "Originalität" ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was "originell", "neu" oder "innovativ" bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen.Die Stiftung möchte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wird eine erste Exploration der Forschungsidee. (...)"

Einreichungen sind bis zum 17. März 2020 möglich. 

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Call for Papers für das Heft 1/2021 der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management zum Themenschwerpunkt: Klimakrise, Diversität und Ungleichheitsverhältnisse: Aktuelle Wechselwirkungen und Transformationen

"In weiten Teilen der Wissenschaft herrscht Konsens darüber, dass der Klimawandel aktuell eine der größten - wenn nicht sogar die größte - Herausforderung der Menschheit darstellt und mit höchster Priorität adressiert werden sollte (Giddens 2015; Figueres 2017; IPCC 2018). Die gesellschaftlichen Reaktionen sind indes divers: Sie reichen von einem fundamentalen Skeptizismus, also dem Leugnen eines menschengemachten Klimawandels, über Forderungen nach einer weitreichenden Stärkung der Klimapolitik und einem zunehmenden Klimaaktivismus, der umfassende gesellschaftliche Reformen einfordert, bis hin zum Propagieren eines Deep-Adaptation-Ansatzes, der den baldigen Zusammenbruch gegenwärtiger Ordnungs- und Verteilungssysteme annimmt und daher Anpassungs- und Überlebensstrategien angesichts einer unabwendbaren Klimakatastrophe fokussiert. (...)"

Die Frist zur Einreichung für wissenschaftliche Vollbeiträge zu diesem Themenschwerpunkt ist der 01. Juli 2020

zum Call for Papers

"The Call for Chapters for the next edited volume of AtGender/Routledge, Teaching against Homo/Nationalism, is out. Chapter proposalsare inivted that address, but are not limited to, one or more of the following themes from a pedagogical perspective:

• Theoretical contributions (e.g. intersection(s) of homonationalism with homocapitalism, femonationalism, ablenationalism, etc.)

• Different articulations of homonationalism and or femonationalism in different geographical and cultural contexts

• Far-right women in male-dominated movements

• Western exceptionalism in the field of human rights discourse

• Entanglement(s) of race, religion and sexual citizenship

• Anti-racist queer-feminist pedagogies

Particularly welcome are submissions by PhD students, early-career scholars and scholars of colour as well as anti-racist educators."

Einreichungen sind bis zum 20. Februar 2020 möglich.

weitere Informationen

An der Universität Bielefeld wird ein*e Referent*in zur Umsetzung des Gleichstellungskonzeptes (TVL E13, befristet 5 Jahre, 100%) gesucht.

Eine Bewerbung ist bis zum 06. Februar 2020 möglich. 

zur Ausschreibung

"Am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Philosophisch-Historischen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ist die Stelle einer/einesUniversitätsprofessorin/Universitätsprofessors für GESCHLECHTERGESCHICHTE gemäß § 98 UG 2002 zu besetzen. Das privatrechtliche Arbeitsverhältnis auf Basis des Angestelltengesetzes mit der Universität wird unbefristet abgeschlossen. Das Beschäftigungsausmaß beträgt 100%. Vertretung des Faches Geschlechtergeschichte in Forschung und Lehre."

Eine Bewerbung ist bis zum 04. März 2020 möglich.

zur Ausschreibung

"Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS-Frankfurt a.M.) ist eines der führenden Praxisberatungs- und Praxisforschungsinstitute in Deutschland (www.iss-ffm.de) und verantwortet die Geschäftsstelle für den Dritten Gleichstellungsbericht beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Wir suchen für die Geschäftsstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Standort Berlin Verstärkung im Bereich der Wissenschaftlichen Mitarbeit (w/m/d) (Schwerpunkt Ökonomie). Die Arbeitszeit beträgt 29,25 Std./Wo. und ist zunächst auf ein Jahr im Rahmen einer Elternzeitvertretung befristet."

Eine Bewerbung ist bis zum 03. Februar 2020 möglich. 

zur Ausschreibung

"In der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) ist zum nächstmöglichen Termin zur Umsetzung und Koordination des - mit Drittmitteln finanzierten - Projektes: "Be oK - Berufsorientierung und Lebensplanung ohne Klischees" im Büro Bremerhaven die Stelle als Projektkoordinatorin / Projektkoordinator (w/m/d) Entgeltgruppe 12 TV-L befristet bis zum 30.November 2022 mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen."

Eine Bewerbung ist bis zum 15. Februar 2020 möglich.

zur Ausschreibung

"Die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) hat ein gesellschaftskritisches Profil als traditionsreiche sowie innovative staatliche Hochschule mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung. Zentrale Prinzipien und Haltungen sind die enge Verbindung von Theorie und Praxis, Inter- und Transdisziplinarität, Lebenswelt- und UmfeldOrientierung, soziale Gerechtigkeit sowie die Förderung von kritischer Diversität und eine internationale Ausrichtung.

Bezeichnung: hauptamtliche Frauen*beauftragte gemäß § 59 des Berliner Hochschulgesetzes mit 39,4 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit, Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-L Berliner Hochschulen"

Eine Bewerbung ist bis zum 20. Februar 2020 möglich.

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