Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

LAGEN RUNDBRIEF – Rundbrief 01/2019

die Förderung wissenschaftlicher Karrieren in der Frauen- und Geschlechterforschung ist ein bedeutender Schwerpunkt der LAGEN. Neben dem jährlichen, niedersachsenweiten Doktorand_innentag Gender Studies und der AG Gender*Zukunft, die die Vernetzung der nicht-professoralen Wissenschaftler_innen in Niedersachsen sicherstellen, haben wir nun ein weiteres Förderinstrument ins Leben gerufen:
das LAGEN-Publikationsstipendium für herausragende Dissertationen im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung.

Ziel des Stipendiums ist die Förderung wissenschaftlicher Karrieren sowie von innovativer und kritischer Forschung im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung an niedersächsischen Hochschulen.

Eine interdisziplinäre Fachjury begutachtet die eingereichten Arbeiten und wählt eine_n Stipendiat_in aus, deren Dissertation Fragen sowie Problemstellungen der interdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung auf innovative Weise beleuchtet und überzeugend behandelt.

Dotiert ist das Stipendium mit einem Druckkostenzuschuss von 2.000 Euro für die Erstpublikation der Dissertationsschrift in der LAGEN-Publikationsreihe "L'AGENda" im Barbara Budrich Verlag.

Die Benachrichtigung der Stipendiat_in erfolgt ca. vier Monate nach dem Einsendeschluss (28. Februar 2019) durch die Geschäftsstelle der LAGEN. Die öffentliche Stipendiumsverleihung soll auf der Jahrestagung der LAGEN, die voraussichtlich im November 2019 stattfindet, erfolgen.

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Dieser Rundbrief informiert Sie zudem über die neuste LAGE(N)besprechung, das Projekt "Gender und Lehre in Niedersachsen", Neuigkeiten aus der niedersächsischen Frauen- und Geschlechterforschung, über kommende Veranstaltungen und verschiedene weitere Ankündigungen und Ausschreibungen. Wir freuen uns weiterhin über Ihre Ankündigungen und Neuigkeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung!  

Liebe Grüße

Jördis Grabow

1. LAGE(N)besprechung #11

2. Neuigkeiten aus dem Projekt "Gender und Lehre in Niedersachsen"

3. Neues aus der niedersächsischen Frauen- und Geschlechterforschung

4. Veranstaltungen in Niedersachsen

5. Veranstaltungen in Deutschland und darüber hinaus

6. Verschiedene Ausschreibungen

Stina Mentzing im Gespräch mit Sarah Dangendorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Stabsstelle für Forschung, Entwicklung und Transfer an der Hochschule Hannover

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Liebes LAGEN-Netzwerk,

mit einer Fachtagung zum Thema "Gender Studies und MINT. Innovationen in Forschung und Lehre" am 29. Januar begann das Jahr 2019 am Standort unserer neusten Einrichtung, dem Gender Netz der Hochschule Hannover, mit spannenden Einblicken in die Gender-Lehre der angewandten Ingenieurwissenschaften der HS Hannover (Vortrag von Helene Götschel), Fallbeispiele aus der Lehrforschung der Natur-, Technik- und Planungswissenschaften an der TU Berlin (Petra Lucht) sowie in die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Umsetzung von Gender-Gastprofessuren im MINT-Bereich (Martina Erlemann, FU Berlin).

Bereits im Dezember tagte zum ersten Mal der Arbeitskreis „Gender und Diversity lehren" am Standort Salzgitter der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Organisiert wurde das Treffen von Brigitte Wotha in Kooperation mit dem ZELL (Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen). Ziel des Treffens war es, den Austausch hinsichtlich gender- und diversitätsbezogener Themen in der Lehre, unter anderem zu Lehrinhalten, Best-Practice-Beispielen, Herausforderungen, Lehr- und Lernziele oder eingesetzten Methoden zu intensivieren. Der Arbeitskreis richtet sich an die Lehrenden der verschiedenen Standorte der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, aber auch von benachbarten Partnerhochschulen, die gender- und diversitätsbezogene Themen in ihre Lehrveranstaltungen integrieren oder im Bereich der Gender Studies bzw. des Diversitätsmanagements lehren. Auch weitere Institutionen, die im Bereich der Gender Studies arbeiten, sind eingeladen, am Arbeitskreis teilzunehmen. Angesetzt sind zunächst ein bis zwei Treffen pro Semester, organisiert als Austauschtreffen.

Haben Sie Interesse an weiteren Informationen oder einem Austausch zum Thema Gender in der Lehre? Melden Sie sich gerne per E-Mail bei apelt[at]nds-lagen.de

Herzliche Grüße

Friederike Apelt

Die Stadt Hannover hat eine "Empfehlung für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache" herausgegeben. Darin wird u.a. die Nutzung von geschlechtsumfassenden Formulierungen wie auch des Gender-Sternchens empfohlen. Gabriele Diewald, Professorin für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover, äußert sich in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen zu diesem mutigen Vorstoß der Stadt Hannover.

zum Interview

zur Empfehlungsbroschüre der Stadt Hannover

Tanja Kubes berichtet in zwei Interviews über ihre Forschung zum Thema "Sexismus auf Automobilmessen".

zum Zeit-Online Artikel

zum Deutschlandfunk Nova Interview 

Die Initiative Wissenschaft Hannover hat ein Video über die Genderforschung an der Hochschule Hannover veröffentlicht. 

zum Video

Der Bericht "Jugendarbeit im Que(e)rschnitt" stellt die Ergebnisse der multimethodischen Studie zu LSBTIQ*-Jugendlichen in der Jugendarbeit vor. Die Studie entstand in der Kooperation des Landesjugendring Niedersachsen e.V. und dem Institut für Diversitätsforschung der Georg-August-Universität Göttingen. Finanziert wurde die Forschungsarbeit vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Kampagne "Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen".

zum Bericht

"Im letzten GenderLabor des Wintersemesters begrüßen wir Alicia Schlender und Claudia Klank, die sich mit Fragen von Verwandtschaft und Familie beschäftigen werden. Alicia Schlender spricht zu Geschlechtergerechtigkeit in Co-Elternschaften und untersucht Aushandlungen und Verteilung von Sorgearbeit. Claudia Klank referiert über Texte zu spätem Coming Out und der Frage, was Familie ist."

Datum und Ort: 31. Januar 2019, GSGG

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" Wir leben in einer Zeit, in der alle Lebensbereiche vom Kapitalismus durchdrungen sind. Gegen die Zumutungen der kapitalistischen Verwertungslogik wird das eigene Selbst ständig optimiert und individuelle Lösungsstrategien als Freiheit angepriesen. 'Einfache' Freiheitsversprechen werden nicht zuletzt auch in Teilen des Feminismus dargeboten und klingen umso vielversprechender, je weniger die kapitalistischen Strukturen hinterfragt werden. Gleichzeitig nehmen gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu und es sind nach wie vor Frauen, die einen Großteil der Fürsorge leisten und dadurch von liberalen Freiheitsversprechen ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund argumentieren die Herausgeberinnen und Autorinnen des Buches für einen materialistischen Feminismus und damit einhergehend für eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und aktuellen Entwicklungen.

materializing feminism macht feministische Ökonomie- und Gesellschaftskritik sichtbar, setzt sich mit ihren Praxen und Gegenstrategien auseinander und lädt zum Weiterdenken ein. materializing feminism mit Beiträgen von: Bini Adamczak, Lucia Artner, Friederike Beier, Lisa Yashodhara Haller, Fabian Hennig, Gudrun-Axeli Knapp, Verena Letsch, Meret Matthes, Isabell Merkle, Anna Stiede, Juliana Moreira Streva und Andrea Trumann"

Datum und Ort: 8. Februar 2019, 19:30 Uhr, Kino im Sprengel (Klaus-Müller-Kilian Weg 2, 30167 Hannover)

"Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Personen, die noch neu im Bereich der EU-Antragsstellung sind. Sie bekommen in eineinhalb Stunden einen kompakten und doch umfassenden Überblick über die Fördermöglichkeiten die Ihnen das EU-Förderprogramm Horizon2020 bietet. Wir versorgen Sie mit Hintergrundinformationen, Programminformationen und praktischen Tipps für die Antragstellung. Darüber hinaus bieten wir einen Einblick in unser Supportangebot für Sie vor und während Ihrer Antragstellung in Horizon2020. Horizon2020 stellt das größte Programm innerhalb der EU zur Förderung von Forschung- und Innovationsprojekten dar. Es bietet eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten, von der Einzelförderung bis hin zum großen Verbundprojekt, innerhalb einer Vielzahl von Themengebieten, aber auch mit themenoffenen Ausschreibungen. Trotz der hohen Diversität gibt es einige übergreifende Regeln und Voraussetzungen, die für alle Programmbereiche gelten und auf die im Rahmen der Veranstaltung eingegangen wird."

Zielgruppe: Forschende von Universitäten, Forschungsinstituten und Hochschuleinrichtungen im Raum Hannover/Hildesheim sind ausdrücklich eingeladen, ebenso wie interessiertes F&E-Personal kleiner und mittlerer Unternehmen in Niedersachsen.

Datum und Ort: 07. März 2019, 15:30 bis 17:00 Uhr, Hauptmensa, 3. OG, Seminarraum 310, Callinstr. 23, 30167 Hannover

zur Anmeldung

Am 20. Mai 2019 veranstaltet die AG Gender*Zukunft einen ganztägigen Workshop (10:00 bis 18:00 Uhr) zum Thema Publizieren. Dr. Anita Runge wird den Workshop leiten und das ABC des Publizierens vermitteln.

Die Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt, bitte meldet euch unter lagen[at]nds-lagen.de an

Im Rahmes des vom MWK Niedersachsen geförderten Projekts "DigiMedfF" findet eine Tagung zum Thema "Lücken im System - Digitalisierung und Geschlecht in der Medizin" statt.

Datum und Ort: 8. Mai 2019, von 10 bis 17:30 im CRC in Hannover

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"Angriffe auf Geschlechterforschung, Gender Studies und Gleichstellung

Im Herbst 2018 wurden in Ungarn Studienprogramme im Bereich der Gender Studies komplett abgeschafft. Frühjahr 2018, Philipps-Universität Marburg. Aktivist*en der sogenannten Identitären Bewegung errichten vor der Philosophischen Fakultät, in der u. a. das Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung angesiedelt ist, eine angeblich "ideologisch-konterminierte" Sperrzone. Aktionen wie diese in Marburg sind keine Einzelfälle. Keine Frage: Antifeministische Einstellungen sind auch in Hochschulen vorhanden. Frauen- und Geschlechterforschung sowie Gender Studies werden ebenso wie Gleichstellungspolitik offen infrage gestellt. Frauen- und geschlechterpolitisch Aktive sind persönlichen Angriffen ausgesetzt. Doch wie kann man reagieren, im Seminar, als Gremienmitglied oder als Gleichstellungsbeauftragte? (...)"

Datum und Ort: 19. bis 20. Februar 2019, Kassel 

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Die Deadline des cfp zur Jahrestagung "(Re)Visionen. Epistemologien,Ontologien und Methodologien der Geschlechterforschung" an derFernUniversität Hagen ist bis zum 20.02.2019 verlängert.

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Die Sektionen "Frauen- und Geschlechterforschung" und "Wissenschafts- und Technikforschung" der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) richten ein gemeinsames Symposium zum Thema "Quo vadis Feminist STS? - Genealogien, Herausforderungen und Visionen feministischer Wissenschafts- und Technikforschung" aus.

Datum und Ort: 13. und 14. Juni 2019 , Technische Universität Berlin

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Den politisch-normativen Ambivalenzen von Sicherheitsdiskurse, -konzepten und -politiken für eine geschlechtergerechte, postmigrantische Gesellschaft ist das Themenheft „Geschlecht, Migration und Sicherheit" der Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien gewidmet.

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Der Lehrstuhl für Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht veranstaltet vom 06. bis 08. November 2019 einen Workshop zum Thema "Die Organisation von Familie, Generativität und Geschlecht zwischen Re-Naturalisierung und Vergesellschaftung – Gesellschafts- und geschlechtertheoretische Perspektiven im Dialog".

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Der Lehrstuhl für Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht veranstaltet vom 17. bis 18. Oktober 2019 einen Workshop zum Thema "Zur Aktualität der Soziologie Max und Marianne Webers für Gesellschaftsanalysen in feministischen und geschlechtertheoretischen Perspektiven".

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Am Institut für Diversitätsforschung der Sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Georg-August-Universität Göttingen ist ab 16. April 2019 folgende Stelle zu besetzen: wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter - Entgeltgruppe 13 TV-L - als Elternzeitvertretungmit 50% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 19,9 Stunden). Die Stelle ist für die Dauer des Mutterschutzes und der sich ggf. anschließenden Elternzeit der derzeitigen Stelleninhaberin befristet.

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An der Universität Graz sind 11 zweistündige Lehraufträge ausgeschrieben. "Im Auftrag des Rektorats der Universität Graz lädt die Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung einschlägig qualifizierte Wissenschafter*innen ein, sich um Lehraufträge zur Frauen- und Geschlechterforschung im Umfang von 2 Semesterwochenstunden zu bewerben."

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