Andrea Wolffram

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie, RWTH Aachen

Kontakt:

Dr. Andrea Wolffram
RWTH Aachen
Institut für Soziologie
Templergraben 55
52056 Aachen

Tel.: 0241/80-95633
E-Mail: awolffram[at]soziologie.rwth-aachen.de

  • 10/2014-09/2016: Gastprofessur (W 3) "Gender und Diversity Profession und Geschlecht" an der Leibniz Universität Hannover
  • seit 03/2008: Stellvertretende Leiterin der Rektoratsstabsstelle "Integration Team Human Resources, Gender and Diversity Management" an der RWTH Aachen (vom 1. Juli 2010 bis 31.10.2011 kommissarische Leitung der Stabsstelle)
  • 2003-2008: Stellvertretende Leiterin des Instituts "Arbeit Gender Technik" an der TU Hamburg-Harburg
  • 2002-2003: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum "Technology and Gender in Applied Sciences" an der Fachhochschule Furtwangen im Projekt "Effekte geschlechtersensitiver Bildungsmaßnahmen in Zukunftstechnologien"
  • 2002: Promotion zum Dr. phil. an der TU Braunschweig
  • 2000-2002: Promovendin sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Mentoring-Programm für Schülerinnen "step in mentoring & Mobilität" Ein Projekt zur Motivierung und Qualifizierung junger Frauen für technische und technikbezogene Berufe am Institut für Pädagogische Psychologie der TU Braunschweig
  • 1998-1999: Promovendin an der TU Braunschweig und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozialwesen an der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven im Kooperationsprojekt "Technik zum Be-Greifen" an der TU Braunschweig und "Motivation von Frauen für ein Ingenieurstudium" an den FHs der Weser-Ems-Region
  • 1990-1996: Studium der Soziologie, Pädagogik und Politologie an den Universitäten Hannover und Regensburg
  • Gender- und Diversityforschung mit den Schwerpunkten Hochschulbildung und Karriereverläufe von Hochqualifizierten
  • Organisations- und Professionssoziologie
  • Gender Technology Studies

Monographien

  • Wolffram, Andrea (2003): Frauen im Technikstudium. Belastungen und Bewältigung in sozialen Studiensituationen. Münster: Waxmann Verlag.

Herausgeberschaft

  • Wolffram, Andrea mit Ingrid Jungwirth (Hrsg.): Hochqualifizierte Migrantinnen Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft. Leverkusen: Barbara Budrich Verlag (erscheint voraussichtlich 2017).

Artikel in begutachteten Zeitschriften

  • Wolffram, Andrea: Karrierewege und Lebensgestaltung promovierter Ingenieur- und Naturwissenschaftlerinnen aus Osteuropa an deutschen Universitäten. In: die hochschule. journal für wissenschaft und bildung (angenommen).
  • Wolffram, Andrea: Excellence as a Gender Biased Concept and its Relevance for Women's Careers in Science and Technology. In: International Journal of Gender, Science and Technology, Special Issue: Gendered Career Trajectories (eingereicht).
  • Wolffram, Andrea mit Carmen Leicht-Scholten (2010): Managing Gender and Diversity Mainstreaming an Hochschulen im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis. In: GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft 2 (2), S. 87-95.
  • Wolffram, Andrea mit Wibke Derboven und Gabriele Winker (2009): Women withdrawers in engineering studies: Identity formation and learning culture as gendered barriers for persistence? In: Equal Opportunities International 28 (1), S. 36-49.

Publikationen in Zeitschriften und Sammelbänden

  • Wolffram, Andrea (2014): Gender in automotive engineering. In: Helene Götschel (Hrsg.): Transforming Substance Gender in Material Sciences. Anthology in the book series "Crossroads of Knowledge" affiliated with the Centre for Gender Research at Uppsala University, Sweden.
  • Wolffram, Andrea mit Carmen Leicht-Scholten (2009): Gender und Diversity in der Technikentwicklung. In: Lothar Schröder, Edelgard Kutzner und Cornelia Brandt (Hrsg.): Innovationen durch Chancengleichheit Chancengleichheit als Innovation. Hamburg: VSA Verlag, S. 128-145.
  • Wolffram, Andrea (2006): Prozesse sozialer (Un-)Gleichheit durch Ko-Konstruktionen von Technik und Geschlecht. In: Karl-Siegbert Rehberg (Hrsg.): Soziale Ungleichheit, Kulturelle Unterschiede. Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Frankfurt am Main: Campus, CD.

Forschungsberichte

  • Wolffram, Andrea mit Gabriele Winker (2005): Technikhaltungen von Studienanfängerinnen und -anfängern in technischen Studiengängen. Auswertungsbericht der Erstsemesterbefragung an der TUHH im WS 03/04. Technische Universität Hamburg-Harburg.

Einschlüsse und Ausschlüsse, Anpassung und Gestaltungspotenziale in der Profession der Ingenieurwissenschaften: Zum Einfluss von Ingenieurinnen und Ingenieure mit Migrationserfahrungen auf Arbeitskultur und Technikentwicklung (ProIngA)

Durchführung des Projektes im Rahmen der Gastprofessur: 10/2014-9/2016

Das Forschungsvorhaben fokussiert auf die Analyse von Gendering-Prozessen in der Ingenieurkultur und -praxis. Es geht der Frage nach der kulturell bedingten geschlechtsspezifischen Prägung technischer Disziplinen nach und fragt nach den Veränderungs- und Gestaltungspotenzialen durch interkulturelle Einflüsse im Zuge von Globalisierung, hochqualifizierter Migration und Mobilität.

Im qualitativ angelegten Forschungsprojekt "Die Integration hochqualifizierter Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Effekte der Migration auf die Karriereverläufe hochqualifizierter Frauen in Technologiebranchen" (s.u.) wurde in einem intersektionalen Ansatz das Zusammenspiel der Dimensionen "Migration", "ethnische Herkunft" und "Geschlecht" auf die Karriereverläufe von Ingenieurinnen aus postsozialistischen Ländern in Hochschulen und Unternehmen untersucht und damit ein Forschungsdesiderat aufgegriffen. Sowohl die Migrations- als auch die Genderforschung weist im Hinblick auf die Migration von Hochqualifizierten auch noch weiterhin große Desiderata auf. An das Projekt anknüpfend wird in dem Folgeprojekt "Gestaltungs- und Veränderungspotentiale in Wissenschaft und Wirtschaft durch hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten technologischer Professionen" die Perspektive auf weitere Diversity-Aspekte ausgeweitet. Bislang ist das Sample auf Frauen begrenzt. Somit konnte nur ein Vergleich zwischen autochthonen Ingenieurinnen und Ingenieurinnen aus dem Ausland (hier Osteuropa) vorgenommen werden und die Erkenntnisperspektive blieb begrenzt. Daher soll nun das Sample um autochthone und ausländische Ingenieure erweitert werden. Die zentral verfolgte Fragestellung, inwieweit eine im Hinblick auf Technikinteresse und -kompetenz geringere geschlechterdifferenzierte Sozialisation Gestaltungs- und Veränderungspotenziale in deutschen Arbeitsorganisationen durch die Hochqualifizierten ermöglichen, soll damit einer differenzierteren Analyse unterzogen werden. Des Weiteren ist eine Ausweitung des Samples auf weitere europäische Regionen (Südeuropa und Skandinavien) vorgesehen, um auf dieser Grundlage untersuchen zu können, welchen Einfluss Hochqualifizierte aus dem Ausland in deutschen Arbeitsorganisationen auf Organisations- und Arbeitskultur haben, wenn diverse Sichtweisen im Hinblick auf Mobilität, Dual Career, Work-Life-Balance, Leistung, Lebens- und Karrieremodellen im Arbeitsalltag verhandelt werden.


Female Empowerment in Science and Technology Academia (FESTA)

Support Action, Topic: Implementing structural change in research organisations/universities, gefördert durch die EU im 7. Forschungsrahmenprogramm Science in Society (Projektansiedlung an der RWTH Aachen, Laufzeit 2/2012-1/2017); http://www.festa-europa.eu/

In dem EU-Projekt "Female Empowerment in Science and Technology Academia" (FESTA) ist die Zielsetzung, Bedingungen für den Anstoß eines kulturellen Wandel im Arbeitsumfeld von MINT-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu explorieren, der chancengerechte Karriereentwicklungen des wissenschaftlichen Nachwuchses ermöglicht und damit eine grundsätzliche Kritik an einem nicht genderneutralen Wissenschaftssystems im Sinne einer "gendered Organisation" (Acker 1991) umfasst. Es sollen insbesondere die Strukturen des Wissenschaftssystems und fachkulturelle Arbeitskulturen dahingehend analysiert werden, wie sie ungleiche Karriereverläufe von Frauen und Männern beeinflussen. In dem Projekt werden auf der Grundlage von Forschungsergebnissen, die an der jeweiligen im Projekt beteiligten Universität erzielt werden, Maßnahmen entwickelt, die an den Kernprozessen wissenschaftlicher Karriereentwicklungen ansetzen sollen, zum Teil aber bislang nur wenig im Fokus gestanden haben: formale und informelle Entscheidungsprozesse im Kontext von Wissenschaftskarrieren, Besprechungskulturen, Promotionsbetreuung, Exzellenzwahrnehmung in Berufungsprozessen und am Arbeitsplatz.

Konsortium: Universität Uppsala, Schweden; Universität Limerick, Irland; Technische Universität Istanbul, Türkei; Universität Süddänemark, Dänemark; Süd-West Universität Rilsky Fit, Bulgarien; RWTH Aachen, Deutschland; Bruno-Kessler Foundation Trento, Italien

  • Nutzwerk 511, Hannover
  • Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW
  • Netzwerk "Gender Studies + TechnoMedSciences"
  • Mitglied in der European Sociological Association