Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen

LAGEN RUNDBRIEF – Rundbrief 01/2018

das gesamte Team der LAGEN hofft, dass Sie einen guten Start in das neue Jahr hatten und wünscht Ihnen viele spannende Ideen, gute Forschungskooperationen und spannende Veranstaltungen für 2018. Wir werden auch in diesem Jahr wieder einige interessante Veranstaltungen und Netzwerkangebote für Sie bereithalten.

Wir möchten Sie direkt auf zwei kommende Veranstaltungen hinweisen: 

Am 07. Februar 2018 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die letzte Veranstaltung im Rahmen der Tour de LAGEN statt. Das Salongespräch widmet sich der Frage "Nachhaltiges Wirtschaften - innovative Ansätze aus der Wissenschaft für die Praxis?". Die Veranstaltung findet von 17:00 bis 19:00 Uhr im Café Neun (Zentraler Campus, Gebäude 9) statt.

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Im Rahmen des LAGEN-Verbundprojekts findet am Mittwoch, den 07. März 2018 von 11:00 bis 14:00 Uhr ein Einführungsworkshop zur Antragsstellung im Forschungsförderprogramm "Horizont 2020: Struktur, Förderbereiche und die Verankerung von Gender und Chancengleichheit" in Hannover statt.

Horizont 2020 ist mit rund 75 Milliarden Euro das weltweit größte Förderprogramm für Forschung und Innovation. Der Workshop bietet den Teilnehmenden einen umfassenden Einstieg in Horizont 2020, darunter die Förderbereiche, das Antrags- und Begutachtungsverfahren sowie Beratungsmöglichkeiten. Auch die Themen Chancengleichheit und der Querschnittsaspekt Gender in Horizont 2020 werden erläutert.

Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler_innen, die das Rahmenprogramm Horizont 2020 kennenlernen möchten. Die Veranstaltung ist so aufgebaut, dass insbesondere Einsteigerinnen einen fundierten Überblick erhalten, aber auch Forschende mit Vorkenntnissen zur EU- Förderung einen Überblick zu Horizont 2020 und hilfreiche Tipps für eine mögliche Antragstellung erhalten.

Als Referentin wurde Astrid Schwarzenberger, Kontaktstelle Frauen in die EU-Forschung (FiF), DLR Projektträger, eingeladen. Bitte melden Sie sich bis zum 20.02.2018 per E-Mail an: anmeldung[at]nds-lagen.de 

Dieser Rundbrief informiert Sie zudem über eine neue LAGE(N)Besprechung mit Prof. Dr. Ulrike Knobloch, kommende Veranstaltungen in Niedersachsen, über den aktuellen Newsletter "Medizin und Geschlecht, eine neue Publikation sowie verschiedene Ausschreibungen. Wir freuen uns weiterhin über Ihre Ankündigungen und Neuigkeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung! 

Liebe Grüße 

Jördis Grabow

1. LAGE(N)Besprechung #6

2. Veranstaltung in Niedersachsen

3. Newsletter Medizin und Geschlecht

4. neue Publikation

5. Ausschreibungen

In der sechsten LAGE(N)Besprechung ist Stina Mentzing im Gespräch mit Ulrike Knobloch, Professorin für Ökonomie und Gender (W1) im Fach Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta 

zum Interview

Sowohl als Einzelperson als auch in unseren Rollen in sozialen Zusammenhängen sind wir unser Leben lang auf andere Menschen angewiesen oder Menschen sind auf uns angewiesen. Die Sorge um sich selbst und die Sorge um andere sind dabei verschiedenen gesellschaftspolitischen und sozialen Macht- und Herrschaftsstrukturen unterworfen.

Warum sind es immer noch vor allem Frauen, die sich um Eltern, Kinder und in heterosexuellen Partnerschaften oft auch um die Schwiegereltern und deren Gesundheit kümmern? Ist die Sorge um sich selbst ein Teil neoliberaler Selbstführung oder Teil emanzipatorischer Selbstbestimmung? Welche Rolle spielen spezifische soziale Kontexte und beispielsweise migrantische Netzwerke? Und ist care-Arbeit eine persönliche Entscheidung und Notwendigkeit für das private Glück oder ist sie auch Teil einer Stabilisierung kapitalistischer und zunehmend ökonomisierter Verhältnisse?

Die Funktion des Staates sowie die Frage der Geschlechtlichkeit von carework und der jeweiligen Rollenbilder im gesellschaftlichen Zusammenhang von Reproduktions- und Produktionsarbeit sollen auf dieser Veranstaltung ins Verhältnis gesetzt und diskutiert werden. Vor allem in Zeiten einer zunehmenden Neoliberalisierung müssen wir uns die Frage stellen, ob das Versprechen, frei zu sein und alles sein zu können was wir wollen, vielleicht nur einzuhalten ist, wenn wir frei sind uns nicht zu sorgen.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Paula-Irene Villa ist Professorin für Soziologie und Gender Studies an der Ludwig-Maximilians- Universität München. Ihre Schwerpunkte sind Gender Studies, Soziologische Theorien, Körpersoziologie/Biopolitik, Care/Fürsorge und Cultural Studies.
  • Peter Birke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Uni Göttingen, Redakteur der Zeitschrift Sozial.Geschichte und veröffentlicht u.a. zu Kämpfen um Sorgearbeit, zuletzt unter anderem zu Arbeitskonflikten und Alltag in Kitas.
  • Sabine Wöhlke ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen. Ihre Schwerpunkte sind Ethik in der Pflege, Ärzt*in-Patient*in-Kommunikation sowie ethische und medizinanthropologische Fragen zur Lebendorganspende.

Die Veranstaltung wird von Silke Schicktanz moderiert. See ist Professorin für Kultur und Ethik der Biomedizin am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen. Ihre Schwerpunkte sind Ethik der Biomedizin, Konzepte von Autonomie und Verantwortung, Körper- und Identitätsverständnisse in der Medizin sowie Laien- und Patient*innenperspektiven.

Datum und Ort: 01. Februar 2018 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Historischen Sternwarte, Geismar Landstr. 11 in Göttingen

Am 15. Februar 2018 findet die Tagung „Gender und Diversität in der Lehre an Fachhochschulen“  in der Aula (Gebäude 3E) am Campus Kleefeld der Hochschule Hannover statt. Anmeldungen für die Tagung sowie die Posterpräsentation sind bis 05. Februar 2018 möglich.

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Am 07. und 08. März findet die Abschlusstagung des Projekts "Geschlecht - Macht - Wissen in der Transplantation" an der Medizinischen Hochschule Hannover statt. Das Projekt wurde für drei Jahre vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

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Vom 14. bis 16. Juni 2018 findet anlässlich des 10jährigen Bestehens des Forums für GenderKompetenz in Architektur | Landschaft | Planung (gender_archland) an der Fakultät für Architektur und Landschaft im Rahmen des Treffens des Internationalen Arbeitskreises (IAK) "Gender in Spatial Development" der Akademie für Raumforschung und Landesplanung  (ARL) und der Mitgliederversammlung des gender_archland eine Jubiläumskonferenz statt.

Alle Veranstaltungen finden in den Räumen der Fakultät für Architektur und Landschaft, Herrenhäuser Str. 8, 30419 Hannover statt.

zum Programm

Difference, Diversity, Diffraction: Confronting Hegemonies and Dispossessions

The 10th European Feminist Research Conference (EFRC) now invites abstract submissions for papers and posters.The overall theme of the conference is "Difference, Diversity, Diffraction: Confronting Hegemonies and Dispossessions", which refers to a topic central to Gender Studies: the social construction of difference and inequality on the one hand, and the recognition of marginalised experiences and subject positions on the other. In the face of growing right-wing populist movements, anti-feminist and anti-queer backlash, forced migration, austerity and climate change, these concerns take on renewed relevance. The subtitle 'Confronting Hegemonies and Dispossessions' is a call to reflect on, challenge and defy the hierarchies, subjugations and deprivations that are linked to structural differentiations and to find affirmative ways of dealing with difference , diversity and diffraction. The conference is committed to promoting a feminist anti-racist accessible space for all genders.We invite contributions from any discipline and are open to a diverse array of feminist, gender and queer approaches. There are eleven thematic streams with individual Call for Papers

Datum und Ort: 12. bis 15. September 2018, Georg-August-Univiertstät Göttingen

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Der Newsletter "Medizin und Geschlecht" (Ausgabe Dezember 2017) aus dem Gleichstellungsbüro der Medizinischen Hochschule Hannover ist erschienen.

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"Seit 2009 veröffentlicht die Arbeitsstelle diversitAS in der hauseigenen Buchreihe 'Bildung in der Weltgesellschaft' beim Verlag Brandes & Apsel Werke zu den Fokusthemen Diversität, Migration und Bildung. Die neueste Publikation 'Fluchtmigration, gesellschaftliche Teilhabe und Bildung' (Sievers/ Grawan) - Bildung in der Weltgesellschaft 9 - ist nun vor Kurzem erschienen."

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Bis zum 31. März 2018 können sich die niedersächsischen Hochschulen beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf eine sechs-monatige Gastprofessuren mit einer Denomination in Genderforschung bewerben.

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An der Universität Vechta wurde im Kontext der Juniorprofessur "Gender und Bildung" ein Stipendium mit dem Schwerpunkt "Bildung und Gender im Zeitalter der Digitalisierung" ausgeschrieben.

zur Ausschreibung

Für das Studienfach Geschlechterforschung der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen ist zum nächst möglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/ Wissenschaftlichen Mitarbeiters mit 50 % der regelmäßigen, wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 19,9 Stunden/Woche) befristet für die Dauer von 12 Monaten zu besetzen. Die Entgeltzahlung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Eine Bewerbung ist bis zum 07. Februar 2018 möglich.

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